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Verdacht auf Trunkenheitsfahrt - Wie sieht es in diesem Fall mit 'vorsätzlicher' oder 'fahrlässiger'

08.02.2010 10:31 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Guten Tag,

ich bin in einer Nacht von Samstag auf Sonntag gegen ca. 06:00 Uhr von der Polizei kontrolliert worden. Ich saß schlafend in meinem Auto (Schlüssel steckte mit 80%iger Wahrscheinlichkeit). Da ich betrunken war und ich in meinem Rausch zugegeben habe aufgrund eines Streits gefahren zu sein, wurde ich zum Bluttest mitgenommen. Ich habe ebenfalls angegeben nach der Fahrt nichts mehr getrunken und nur geschlafen zu haben. Dieser ergab ca. eine halbe Stunde später einen Alkoholwert von 1,09 Promille, ein zweiter Wert zur Rückrechnung 1,04 Promille.

Ich habe allerdings geschätzt mit der Zeit in der ich gefahren bin und habe 02:00 Uhr angegeben, aber es war eine Stunde später.
Diese Woche folgt eine Aussage bei der Polizei, der Führerschein wurde wegen Verdachts auf Trunkenheitsfahrt voläufig entzogen.

Nun meine Fragen: Lohnt es sich die Tat abzustreiten, da die Polizei mich "nur" schlafend erwischt hat oder bringt dies nichts aufgrund des gesteckten Schlüssels, denn durch Rückrechnung von 1,09 Promille auf die Zeit des Antreffens der Polizei ist ja der Alkoholwert zu dessen Zeit über 1,1?
Wie läuft das ganze nun ab? Ich weiß das das ganze nun an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet wird, allerdings: welche Schritte werden nun folgen und wieviel Zeit wird vergehen.
Außerdem: mit welcher Strafe muss ich rechnen und mit welcher Zeit bis ich die Fahrerlaubnis wieder erhalten kann.
Wie sieht es in diesem Fall mit "vorsätzlicher" oder "fahrlässiger" Tat aus?

MFG

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben. Ich weise jedoch darauf hin, dass dies eine ausführliche persönliche Beratung durch einen Anwalt nicht ersetzen kann.

Insbesondere die Frage, ob es sich "lohnt", die Tat abzustreiten, kann anhand Ihrer bisherigen Angaben nicht abschließend beantwortet werden, da hierzu eine Einsichtnahme in die Ermittlungsakte erforderlich ist, um zu klären, ob und wie Ihre Aussage "im Rausch" dokumentiert wurde.

Grundsätzlich muss Ihnen für eine Verurteilung nachgewiesen werden, dass Sie das Fahrzeug tatsächlich geführt haben. Ob die bisherigen Feststellungen dazu ausreichen (z. B. steckender Schlüssel, evtl. warmer Motor, Ihre Angaben), kann nur durch Einsichtnahme in die Akte geklärt werden.

Da sich der über Rückrechnung ermittelte Blutalkoholwert zur Tatzeit deutlich über der Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit befindet, wird es entscheidend auf diese Frage ankommen.
Ich empfehle Ihnen deshalb dringend, den Vernehmungstermin bei der Polizei abzusagen und keine Angaben mehr zur Sache zu machen, sondern einen Anwalt mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen! Dieser wird nach erfolgter Akteneinsicht ggf. eine Stellungnahme für Sie abgeben oder aber Ihnen raten, weiterhin zur Sache zu schweigen.

§ 316 StGB , Trunkenheit im Verkehr, sieht bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vor und zwar zunächst einmal unanbhängig davon, ob die Tat vorsätzlich oder fahrlässig begangen wurde. (Hierbei kommt es darauf an, ob Ihnen nachzuweisen ist, dass Ihnen Ihre Fahruntüchtigkeit bekannt / bewusst war.)
Zusätzlich kann die Fahrerlaubnis entzogen und eine Sperre von sechs Monaten bis zu 5 Jahren für deren Neuerteilung angeordnet werden, wobei für einen Ersttäter einer folgenlosen Trunkenheitsfahrt i.d.R. eine Geldstrafe und durchsschnittlich 9-12 Monate Sperre verhängt werden. Ob in Ihrem konkreten Fall bestimmte strafmildernde oder strafschärfende Umstände zu berücksichtigen sind, vermag ich derzeit jedoch nicht zu beurteilen.

Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Akte an die Staatsanwaltschaft zurückgesandt und diese prüft, ob aufgrund der bisherigen Ermittlungen ein hinreichender Tatverdacht gegen Sie besteht, ob Ihnen die Tat also nachgewiesen werden kann. Ist dies der Fall, wird die Staatsanwaltschaft Anklage erheben und die Akte an das zuständige Gericht übersenden oder dort den Erlass eines Strafbefehls gegen Sie beantragen. Dies dauert in der Regel einige / mehrere Monate, je nach Auslastung der Staatsanwaltschaft.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick gegeben zu haben und möchte noch einmal betonen, dass die Beauftragung eines Anwalts Sie gerade in einem derartigen Fall vor erheblichen Nachteilen bewahren kann.

Mit freundlichen Grüßen

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