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Trunkenheitsfahrt, Führerschein wurde abgenommen

04.01.2020 19:31 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich höffe, dass mir weitergeholfen werden kann.

Sachverhalt:
Nach einer Party vor 2 Wochen, nachdem die Freunde mit denen ich heim wollte schon weg waren und es nach kurzem Versuch im Auto zu schlafen zu kalt wurde, habe ich die dumme Entscheidung getroffen, noch heim zu fahren. Wie das Schicksal es wollte, wurde ich 2 Orte weiter von der Polizei rausgewunken.
Da ich zusätzlich zum Alkohol in der Situation noch gut nervös war, kann ich mich nur vage erinnern, wie viel ich gepustet habe. Ich glaube, auf dem Tester entweder 0.66 oder 1.66 gesehen zu haben.
Laut den Polizisten hatte ich keinen auffälligen Fahrstil oder anderes, sondern hatte einfach Pech, dass sie zu dem Zeitpunkt eben dort standen. Auch als wir dann später im Auto richtung Bluttest saßen, meinte die eine Polizistin, ich wirke relativ nüchtern, zu dem was der Pustetest ergeben hatte.

Im Krankenhaus wurde mir dann Blut abgenommen. Danach musste ich den Finger-Nase- und den Einbein-Stand-Test machen, welche beide gefühlt nicht viel schlechter als nüchtern liefen.

Wichtig ist noch, ich bin 21 und raus aus der Probezeit und wohne in BaWü. Das ist das erste Mal, dass ich was mit der Polizei zu tun habe. Ich habe noch nie oft/viel Alkohol getrunken, seither noch weniger. Momentan lebe ich noch auf dem Land, somit ist mir mein Führerschein sehr wichtig da ich ohne nirgends hinkomme.

Seither habe ich viel im Internet gesucht, habe dadurch aber noch umso mehr offene Fragen:
Was ist der Unterschied zwischen Atemalkohol & Blutalkohol und was bedeuten die 0.66 bzw 1.66 Promille?
Wie lange warte ich auf den Bluttest, bzw. wann bekomme ich die erste Post? Oder sollte ich mich selbst bei der Polizei(oder woanders) melden?
Welche Strafe(möglichst konkret) erwartet mich?
Gibt es Möglichkeiten diese zu mildern?
Da ich es nicht mehr weiss, was ich den Polizisten alles gesagt habe, was sage ich & was sage ich nicht wenn ich vorgeladen werde?
Was bringt es, hiermit zu einem Anwalt zu gehen? (um eventuell Akteneinsicht zu erhalten)

Haben Sie mir sonst irgendwelche Tipps?

Vielen Dank im Voraus,
Mit freundlichen Grüßen

04.01.2020 | 20:38

Antwort

von


(1215)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

[i]Was ist der Unterschied zwischen Atemalkohol & Blutalkohol und was bedeuten die 0.66 bzw 1.66 Promille?[/i]

Der Unterschied zwischen Atemalkohol und Blutalkhol liegt in der Messmethode. Beim Atemalkohol messen die Polizeibeamten mit Hilfe eines Messgeräts, in das Sie hineinpusten, den Alkoholgehalt, der sich aus der Atemluft ergibt.

Der Blutalkoholgehalt (Promille) wird durch eine Blutentnahme festgestellt, was nur durch einen Arzt erfolgen darf.

Die Zahlen (0,66 und 1,66 Promille) kennzeichnen den Alkoholgehalt, den Sie intus haben. Zwischen den beiden Werten bestehen erhebliche rechtliche Unterschiede.

Bei 0,66 Promille wird im Regelfall eine Geldbuße von 500 € verhängt. Hinzu kommen 2 Punkte sowie ein Fahrverbot von 1 Monat.

Bei 1,66 Promille (absolute Fahruntüchtigkeit) müssen Sie mit einer Geldstrafe, 3 Punkten und Entzug der Fahrerlaubnis rechnen. Es wird angeordnet werden, dass Ihnen erst nach Ablauf einer bestimmten Frist (z. B. 9 Monate) eine neue Fahrerlaubnis erteilt werden darf (sog. Sperrfrist). Voraussetzung ist das erfolgreiche Absolvieren einer MPU (medizinisch.psychologischen Untersuchung), im Volksmund auch "Idiotentest" genannt.


2.

Wie lange warte ich auf den Bluttest, bzw. wann bekomme ich die erste Post? Oder sollte ich mich selbst bei der Polizei(oder woanders) melden?

Das Ergebnis des Bluttests werden Sie innerhalb von zwei bis drei Wochen erhalten. Hier empfehle ich abzuwarten, bis Sie eine Nachricht erhalten. Natürlich können Sie auch bei der Polizeidienststelle, die zuständig ist, nachfragen.


3.

Welche Strafe(möglichst konkret) erwartet mich?

Hierzu verweise ich auf meine Antwort unter Ziffer 1 bezüglich der 0,66 Promille.

Bei einer BAK von 1,66 Promille läßt sich die Geldstrafe der Höhe nach nicht vorhersagen, da man dann Ihre finanziellen Verhältnisse, insbesondere Ihr Einkommen kennen müsste. Die Geldstrafe wird nach Tagessätzen bemessen, wobei 30 Tagessätze (Ts) einem Monatseinkommen entspreche. Sie können durchaus mit 35 bis 50 Ts rechnen.


4.

Gibt es Möglichkeiten diese zu mildern?

Das ist bei Alkoholdelikten schwierig. Ohne Anhaltspunkte kann man dazu auch nichts sagen, aber gehen Sie davon aus, dass es keine Möglichkeit der Milderung geben wird.


5.

Da ich es nicht mehr weiss, was ich den Polizisten alles gesagt habe, was sage ich & was sage ich nicht wenn ich vorgeladen werde?

Viel können Sie nicht sagen, da die Fakten vorliegen werden: nämlich die BAK und das Ergebnis der Verhaltensprüfung.


6.

Was bringt es, hiermit zu einem Anwalt zu gehen? (um eventuell Akteneinsicht zu erhalten)

An Ihrer Stelle würde ich abwarten, welches Ergebnis die Blutentnahme ergeben hat, um dann zu entscheiden.

Sollten sich tatsächlich die genannten 0,66 Promille als zutreffend herausstellen, empfehle ich zu zahlen und das Fahrverbot zu akzeptieren.

Da Sie Ersttäter sind, können Sie entscheiden, wann innerhalb von 4 Monaten Sie das Fahrverbot antreten möchten.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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