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Unterhalt an volljährigen Auszubildenden - Fahrtkosten


| 09.07.2007 10:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Der 19-jährige Sohn meines Mannes lebt bei seiner Mutter. Am 01.08.2007 beginnt er eine Ausbildung, er wird dort 243,- Euro netto verdienen, dazu kommt das Kindergeld von 154,- Euro.
Die Ausbildungsstätte ist ca. 25 km vom Wohnort entfernt, er fährt mit eigenem PKW dorthin. Eine Monatskarte für Auszubildende würde ca. 70,- Euro kosten. Morgens würde die Bahn um 05.23 Uhr bzw. 06.58 Uhr abfahren, abends 16.20 Uhr bzw. 19.00 Uhr.
Die Mutter (wieder verheiratet in guter finanzieller Situation)wird wegen zu geringen Verdienstes nicht zum Unterhalt herangezogen.
Mein Mann verdient monatlich zwischen 1.900,- und 2.000,- Euro.
Vom zuständigen Jugendamt wurde errechnet, dass mein Mann 267,- Euro Unterhalt zu zahlen hätte, die sich wie folgt ergeben:
Bedarf lt. Düsseldorfer Tabelle 424,- Euro abzgl. 153,- Euro (243,- - 90,- Euro ausbildungsbedingtem Mehrbedarf), abzgl. 154,-
Euro Kindergeld, zzgl. 150,- Euro Fahrtkosten zur Ausbildungsstelle.
Jetzt meine Frage: Muss mein Mann wirklich die Fahrtkosten voll bezahlen? Wenn ja, wäre nicht die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln auch zumutbar? Gehören Fahrtkosten nicht zu den 90,- Euro vom ausbildungsbedingtem Mehrbedarf?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

grundsätzlich sind in den ausbildungsbedingten Mehraufwendungen die Fahrtkosten enthalten.

Werden, wie in diesem Fall, höhere Aufwendungen geltend gemacht, müssen diese nachgewiesen werden.

Demgemäß sind nicht neben dem Abzug der 90,00 EUR noch die 150,00 EUR in die Berechnung mit aufzunehmen.

Richtigerweise dürften nur die 153,00 EUR als erhöhte Aufwedungen in die Berechnun als Abzug einfließen.

ABER Sie liegen mit Ihrer weiteren Annahme schon richtig. Kann der Ausbildungsplatz auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden und liegt darin keine unangemessene Beeinträchtigung des Auszubildenden sind nur die 70,00 EUR anzurechnen.

Dieser Betrag liegt noch innerhalb der 90,00 EUR. Werden darüberhinaus aber noch weitere ausbildungsbedingte Mehrkosten geltend gemacht, die die 90,00 EUR übersteigen, müssen diese nachgewiesen werden.

Ihr Mann sollte sich mit der Berechnung daher nicht zufrieden geben.

Weiter wäre natürlich auch noch zu klären, ob der Sohn nicht von seinem Arbeitgeber einen Fahrtkostenzuschuss erhalten kann.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 09.07.2007 | 12:46

Was gilt denn als unangemessene Beeinträchtigung? Eine Fahrtzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln von einer Stunde erscheint mir nicht zu viel und auch die von mir angegebenen Uhrzeiten sind nach meiner Meinung noch akzeptabel.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.07.2007 | 14:18

Sehr geehrte Ratsuchende,


nach meiner Meinung auch.

Die Zeiten und auch Uhrzeiten erscheinen angemessen, wobei es aber wirklich immer auf den Einzelfall ankommen wird. So werden die Arbeitszeiten und ggfs. Wartezeiten zu berücksichtigen sein.


Mit freundlichen Grüßen

REchtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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