Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unnötige Grundbuchgebühren vom Nachlassgericht einfordern

11. Juli 2022 15:48 |
Preis: 85,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Fragen zum Schadensersatz gegenüber Nachlassgericht für Kosten Grundbuchberichtigung nach Ablauf der 2 Jahresfrist.

Im vermögenden Nachlass befand sich ein bebautes Grundstück, das Anfang Februar 2022 verkauft wurde. Wenige Tage vor dem notariellen Verkaufstermin habe ich erfahren (vom Notar, der mir den Kaufvertragsentwurf zur Prüfung übermittelt hatte), daß Grundeigentum im Nachlass binnen 2 Jahren nach Anfall der Erbschaft dem Grundbuchamt zu melden sei zwecks Berichtigung des Grundbuches; kostenfrei solange der genannte Zeitrahmen nicht überschritten wird, danach gebührenbewehrt. Der Erblasser war jedoch schon am 13.01.2019 verstorben, ergo die genannte Frist längst abgelaufen. Ich habe mich umgehend persönlich zum Grundbuchamt begeben und den Erbfall dort gemeldet. Wie befürchtet, war dem Grundbuchamt nichts gemeldet worden. Mir wurde gesagt, daß für diese Meldung die Vorlage der Ausfertigung des Erbscheines erforderlich sei, was ich übrigens - einzig für die initiale Meldung - stark bezweifele. Ich hatte nur eine gerade mal zwei Wochen zuvor mir eingetroffene Kopie des gemeinschaftlichen Erbscheines bei mir. Anschließend habe ich 11 Wochen von diesem GBA nichts mehr gehört.
.
Anfang April erhielt ich, stellvertretend für ALLE Erben, einen Gebührenbescheid des GBA über rund 2200,00 EUR, zahlbar natürlich kurzfristig (sofort). Einspruch erschien mir zwecklos. Habe also gezahlt. Besonders erfreulich: meine Erbquote beträgt nur ca. 2%, übrigens gleich hoch wie die Erbquote von 11 weiteren Erben, die ich beim Verkauf vor erwähntem Notar vertreten habe.
.
Der Nachlass wurde ab Ende Juni 2019 bis Ende 2021 von einem Nachlasspfleger aus Bayern, sehr positiv ausgedrückt, mehr schlecht als recht "verwaltet", das Nachlassgericht ist ebenfalls in Bayern angesiedelt. Das betreffende Grundstück liegt in Ostwestfalen-Lippe.
.
ZITAT: [ BayAGGVG-34, Art.37, Abs.(3) ]: Gehört ein Grundstück oder ein grundstücksgleiches Recht zum Nachlaß, so hat das Nachlassgericht unbeschadet des § 83 der Grundbuchordnung bei den Erben auf die Berichtigung des Grundbuches hinzuwirken und einen von Ihnen gestellten Antrag auf Grundbuchberichtigung an das Grundbuchamt weiterzuleiten. - ZITAT ENDE.
.
Diesbezügliche Mitteilungen oder Hinweise des NLG, auch an andere Erben, sind mir nicht bekannt.
Läge hierzu etwas vor, würde ich versuchen, die Miterben an den Gebühren zu beteiligen, Erfolgsaussichten dazu wohl auch eher "na ja".
.
Frage: Mit welchen Erfolgsaussichten kann ich eine Schadenersatzforderung gegen das Nachlassgericht erheben? Die Rechtslage ist m.E. eindeutig. Oder irre ich mich da?
.
Ich bedanke mich an dieser Stelle schon einmal für die sicherlich gute Antwort.
.
GE47

11. Juli 2022 | 17:30

Antwort

von


(625)
Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel: 0351/2699394
Tel: 0900 1277591 (2,59 €/. ü , )
Web: http://www.anwaltskanzlei-sperling.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Gegen das Nachlassgericht werden Sie Ihre Forderung wohl nicht durchsetzen können. Die ein „hinzuwirken" keine zwingende Verpflichtung darstellt. Es ist auch nicht auszuschließen, dass das Nachlassgericht diesbzgl. gegenüber dem Nachlasspfleger agiert hat, da er an die Stelle der Erben getreten war. Daher bestehen mehr Erfolgsaussichten gegenüber dem Nachlasspfleger die Forderungen bzgl. der Grundbuchumschreibung gelten zu machen. Denn nach der Schilderung war zum Ablauf der 2 Jahres Frist der Nachlasspfleger noch im Amt. Der Nachlasspfleger hat zumindest grob fahrlässig gehandelt, da ihm die Regelung zur Gebührenfreiheit in den ersten 2 Jahren bekannt sein muss. Unbeachtlich dessen haften die anderen Miterben gem. der jeweiligen Erbquote Ihnen gegenüber für die gezahlten Gebühren.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie gern nachfragen.

Mit vorzüglicher Hochachtung


Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familien- und Erbrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)

Datenschutz:
https://www.anwaltskanzlei-sperling.de/wp-content/uploads/2018/06/Hinweise-zur-Datenverarbeitung.pdf

https://www.anwaltskanzlei-sperling.de/datenschutz/




ANTWORT VON

(625)

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel: 0351/2699394
Tel: 0900 1277591 (2,59 €/. ü , )
Web: http://www.anwaltskanzlei-sperling.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Familienrecht, Verkehrsrecht, Fachanwalt Arbeitsrecht, Inkasso, Fachanwalt Erbrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 97701 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Wenn das Leben doch immer so klar strukturiert wäre... (Hoffentlich) Eindeutige Frage. Eindeute Beantwortung. Eindeutige Handlungsempfehlung. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich bin zufrieden mit der Antwort. Bei erster Antwort war mit nicht so klar alle Punkte, aber danach kann ich die Antwältin noch weitere Fragen stellen um konkreter zu verstehen. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die hilfreiche, klar verständliche, schnelle und freundliche rechtsanwaltliche Beratung. ...
FRAGESTELLER