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Unfallversicherung für ein Behindertes Kind

| 04.07.2009 12:57 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin


Hallo,

vor cr 12 Jahren haben mein Mann und ich für unsere beiden Kinder und meine Person eine Unfallversicherung abgeschlossen. Zu dem Zeitpunkt war unser Sohn zwar schon behindert, hatte auch schon Pflegestufe 1, aber was noch so alles auf uns zukam, konnte keine ahnen.Seit 1999 kam eine Epelepsie dazu ab dem Jahr 2005 dann Pflegestufe 2 und seit dem letzten Jah die drei.
Ich muss ehrlich zu geben das ich mich nicht weiter um die Unfallversicherung mit dem Kleingedruckten interessiert habe, da ich dem Mann von der Versicherung vertraut habe. Durch einen Wechsel des Vertreters besuchte uns der neue Mann im März diesen Jahres und lernte auch meinen behinderten Sohn kennen. Da nun die Unfallversicherung von meinem großen Sohn geänderten werden musste, lass ich mir diesmal das Kleingedruckte genauer nach und da stand also das Personen die ihren Alltag ohne fremde Hilfe gar nicht versichert werden dürfen.
Der Anruf bei dem Versicherungsvertreter nahm mir dan fast den Glauben an das Gute im Menschen, der meinte das er nach dem Besuch bei mir sich mit der Rechtsabteilung in Verbindung sass und die ihm auch bestätigten das mein Sohn gar nicht mehr versichert gehört, anstatt mir dies mitzuteilen zahlte ich munter weiter die Beiträge.
Der Vertreter gab zwar ziemlich schnell zu da sich die zuviel gezahlten Beiträge zurück bekomme, wenn ich nachweisen kann ab wann er in Pflegestufe 2 sei, ein Anruf bei der BKK und ich bekam es.
Meine Frage ist nun.
Die Versicherung arbeitet ja auch mit meinem Geld auch wenn es nicht ein all zu hoher Beitrag ist(cr 200€), aber gibt es da nicht, so wie bei der Lebensversicherung eine Überschussbeteilgung oder Zinsen. Wir als Versicherungsnehmer müßen ja auch alle Neuerungen angeben und die Versicherung braucht dies nicht.
Für eine Auskunft egal wie die lautet wäre ich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
R.L.

Sehr geehrte Fragestellerin,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Mit Blick auf Zinsen und Überschüsse lassen sich die kapitalbildende Lebensversicherung und die Unfallversicherung leider nicht vergleichen.

Bei der kapitalbildenden Lebensversicherung ist der Versicherer verpflichtet, Ihr Geld für Sie möglichst gewinnbringend anzulegen. Meist wird eine gewisse Rendite versprochen, wird diese übertroffen, kommt es zur Auszahlung weiterer Schlussüberschüsse.

Bei der Unfallversicherung ist der Versicherer aber nicht verpflichtet, Ihr Geld anzulegen. Er sichert lediglich ein Risiko ab und wird dafür von Ihnen bezahlt.

Anders als bei der kaptalbildenden Lebensversicherung arbeitet der Versicherer nicht mit Ihrem Geld, das er Ihnen bei Vertragsende verzinst und im Idealfall mit Schlussüberschüssen zurückzahlt.

Da Sie den Versicherer bei der Unfallversicherung für die Übernahme eines Risikos bezahlen, handelt es sich bei den gezahlten Beiträgen nach Eingang bei dem Versicherer nicht mehr um "ihr Geld", sondern um das der Vesicherers, mit dem Sie ihn dafür entlohnen, dass er das Risiko des Unfalleintritts übernimmt.

Hier liegt übrigens auch eine Paralelle zur kapitalbildenden Lebensversicherung. Zahlen Sie dort monatlich 100 EUR ein, werden nur ca. 80 EUR als "Ihr Geld" gewinnbringend angelegt. Ca. 20 EUR fliessen nicht in Ihre Altersvorsorge, sondern werden vom Versicherer dafür einbehalten, dass er das Todesfallrisiko übernimmt.

Verzinsungen bzw. Schlussüberschüsse sind also bei reinen Unfallversicherungen nicht vorgesehen.

Zwar gibt es hier Versicherungen neuen Typs, bei denen eine Beitragsrückgewähr versprochen wird. Dies sind allerdings keine reinen Unfalversicherungen, sondern enthalten eine Kopplung mit einem vertraglich vereinbarten Kapitalaufbau und daher im Regelfall auch deutlich höheren Beiträgen.

Sie haben jedoch eine ältere Police, die diese Komponente nicht enthalten dürfte.

Ich bedaure Ihnen keine positivere Mitteilung machen zu können, hoffe aber, Ihnen dennoch eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rechtsanwalt





Nachfrage vom Fragesteller 04.07.2009 | 18:04

Hallo
soweit haben sie mir schon geholfen, das reicht mir zwar schon als Auskunft aber was ist damit das der Vertreter seid März davon wußte das mein Sohn gar nicht mehr in der Unfallversicherung sein durfte??

Mir geht es hier nicht um 5€ mehr zu bekommen, sondern nur um ein weiteres Argument dieser Versicherung nicht mehr zu trauen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.07.2009 | 18:30

Sehr geehrte Fragestellerin,


vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Bezüglich des Vertreters kommt es auf dessen Stellung an. Ist er ein unabhängiger Vermittler, haftet der Versicherer nicht für dessen Beratungsfehler.

Handelt der Vertretung nur für Ihren Versicherer, wird dem Versicherer das Beratungsverschulden des Vertreters wie ein eigenesFehlverhalten zugerechnet.

Mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 06.07.2009 | 08:21

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FRAGESTELLER 06.07.2009 5/5,0
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