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Umsatzsteuer - Reisebüro - Drittland: Wie ist korrekte Rechnungsstellung?

| 20.01.2018 09:47 |
Preis: 83,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Park, LL.B.


Für ein Pauschalreisepaket beauftragt der deutsche Reiseveranstalter A das deutsche Reisebüro B mit der Vermittlung (B2B) einiger Reiseleistungen, die ALLE im Drittland (außerhalb EU) realisiert werden: Unterkunft, Transport, Reiseleitung, Eintrittsgelder. Das deutsche Reisebüro hat eine eigene Zweigstelle im Drittland, und nimmt auch die Zahlung der einzelnen Leistungen für A im Drittland vor. Wie sieht die korrekte Rechnungsstellung des B an A aus?

Konkret z.B. in Bezug auf die Ausgaben des B vor Ort im Drittland:
1) netto 5.000 Euro Unterkünfte (7 Übernachtungen)
2) netto 1.500 Euro Verpflegung (Halbpension) unterwegs
3) netto 2.000 Euro Transport per Bus (Strecke nur im Drittland)
4) netto 1.000 Euro Reiseleitung mit örtlichem Führer
5) netto 500 Euro Eintrittsgelder
=> netto gesamt 10.000 Euro
+ netto 2.000 Euro (20% auf netto) Vermittlungsgebühr des B an A
=> Netto-Rechnungstellung wäre OHNE jede USt: 12.000 Euro

Welche Umsatzsteuer muss noch zugeschlagen werden?
Wie sieht also dazu die korrekte Rechnungsstellung von B an A konkret aus?
Inbesondere interessiert mich die Frage, ob die UST-pflicht noch von der jeweiligen Leistung abhängt, oder ob die Umsatzsteuer sogar pauschal über alle vermittelten Leistungen + die Provision des B in Rechnung gestellt werden muss.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Aus meiner Sicht erhalten Sie die Ausgaben im Drittland (alle netto) vom A erstattet. Fällt im Drittland auch nur ein Nettobetrag an, so wäre dem A auch nur dieser in Rechnung zu stellen.

Aus die Vermittlungsgebühr i.H.v. 20% wäre so dann aber Umsatzsteuer von 19% zu erheben und abzuführen.

Wird auch im Drittland Umsatzsteuer erhoben, so wäre auch diese sinnvollerweise von A an B zu erstatten. Sie können aber nicht pauschal in Deutschland Umsatzsteuer erheben, die in einem Drittland zu bezahlen wäre. Dies wäre auf der Rechnung mit den umsatzsteuerfreien Erstattungsbetrag aufzunehmen, die Beträge wären dann eben in Brutto auszuweisen.

Aus Sicht der Rechnungsstellung bietet sich aus meiner Sicht an die Netto- oder Bruttobeträge auf der einen Seite als solche auf der Rechnung aufzuweisen, die Vermittlungsgebühr wäre dann mit 19% Umsatzsteuer auszuweisen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 21.01.2018 | 10:07

... vielen Dank für Ihre sehr hilfreiche Antwort, Sie sagen mir damit genau das, was ich hören wollte!
Um das Beispiel der Rechnung abzuschließen:
Brutto-Ausgaben vor Ort: 10.000 Euro
Vermittlungsgebühr für B: 2.000 Euro
+ USt auf Vermittl.gebühr: 380 Euro
=> also Gesamtrechnung: 12.380 Euro?
OK? MfG!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.01.2018 | 10:12

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Genau wie von Ihnen aufgezählt wäre die Rechnung zu erstellen, korrekt.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

Bewertung des Fragestellers 21.01.2018 | 10:09

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