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Umfang des Schadenersatzes bei Wasserschaden


| 11.07.2006 11:04 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Hallo,

ich wohne in einer selbst genutzten Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus. Vor kurzem wurde von mir ein Wasserschaden an der darunterliegenden Wohnung verursacht: beim Reinigen des Siphons der Badewanne liefen einige Liter Wasser daneben und verursachten Wasserflecken und einen kleineren Schimmelfleck.

Es handelte sich um einen einmaligen Wasseraustritt, mittlerweile ist alles wieder trocken. Leider bin ich nicht haftpflichtversichert, daher ist für mich wichtig, in welchem Umfang der Schaden an den Tapeten des Eigentümers der darunterliegenden Wohnung zu tragen ist.

Es handelt sich um nicht gestrichene Strukturtapeten, die jetzt an verschiedenen Stellen einer Wand gelbe Wasserflecken aufweisen. Dazu kommt an der gleichen Wand ein Schimmelfleck hinter einem Bild.

Die betroffene Eigentümerin argumentiert, daß nur ein Austausch der fleckigen Tapetenbahnen / nur das Neutapezieren der betroffenen Wand unschön aussehe, und möchte gern das ganze Zimmer auf meine Kosten neu tapezieren lassen.

Meine Frage:

In welchem Umfang muß in diesem Fall Schadensersatz geleistet werden? Welche Teile des Zimmers müssen bei wenigen fleckigen Stellen an nur einer Wand neu tapeziert werden?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Dass Sie zum Schadensersatz dem Grunde nach verpflichtet sind, stet fest.

Nach § 249 S. 1 BGB ist der Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre. Es geht also um die Herstellung des vorherigen Zustandes.

Der Anspruch der geschädigten Eigentümerin auf vollständiges Neutapezieren ist dann begründet, wenn das nur teilweise Neutapezieren nicht den gleichen wirtschaftlichen Zustand wiederherstellt, der vor dem Wasserschaden bestand.

Hier sollten Sie sich Rat beim Fachmann dahingehend besorgen, ob es günstigere Methoden als das vollständige Tapezieren gibt. Dies wäre dann auch in einem Gerichtsprozess durch ein Sachverständigengutachten zu erörtern. Besprechen Sie den Vorschlag mit der Eigentümerin.

Sollte nur ein vollständiges Tapezieren angebracht sein, dann wäre an einen Abzug neu für alt zu denken, wenn durch das Tapezieren eine Werterhöhung, bzw. ersparte Aufwendungen in Abzug zu bringen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion und auch zur weiteren Vertretung zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de
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