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Trennungsunterhalt gekoppelt mit Kinderunterhalt und Nutzungsausgleich für Haus


12.10.2007 13:15 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Gegebenheiten:

Ich lebe seit drei Jahren von meinem Mann getrennt und habe vor zwei Monaten die Scheidung beantragt. Wir sind beide berufstätig und haben zwei Kinder (Tochter 20 Jahre, Sohn 24 Jahre), welche studieren und auswärts wohnen. Beide Elternteile beziehen je ein Kindergeld.

Einkommensverhältnisse:
Mein Nettoeinkommen aus Berufstätigkeit beträgt 1.700 €, das meines Mannes kann ich nach zugänglichen Quellen auf ca. 2.400 € schätzen. Die Kinder erhalten kein Bafög. Wir haben Gütergemeinschaft. Ich möchte vor der Scheidung Trennungsunterhalt einfordern.

Vorhandenes Wohneigentum:
Ein Einfamilienhaus mit ca. 200 qm und Garten, welches ich bei der Trennung verlassen habe. Marktübliche Miete ca. 1.200 €. Er bewohnt 140 qm, derzeit ohne Partnerin. Die Einliegerwohnung bewohnen seine Eltern für eine lediglich symbolische Miete ohne Vertrag.
Eine Eigentumswohnung mit 72 qm, marktübliche Miete ca. 360 €. Diese bewohne ich und halte für die Kinder auf deren Wunsch zwei Räume als ihr heimisches Refugium vor.
Wir sind in beiden Fällen Eigentümer zu gleichen Teilen. Da mein Mann einen erheblichen Nutzungsvorteil zieht und das Haus „niemals“ verlassen will, strebe ich bis zu einer endgültigen Regelung Nutzungsausgleich an.

Mein Mann verweigert in familienrechtlichen wie auch in finanziellen Angelegenheiten jedwede Einigung und Zusammenarbeit, weswegen ich eine zügig durchsetzbare Vorgehensweise anstrebe.

Frage:
a.Kann ich bei der Trennungsunterhaltsforderung den Nutzungsvorteil meines Mannes beim Haus fiktiv seinem Einkommen hinzurechnen oder muss ich hierfür eine eigenständige Forderung aufstellen?
b.Wie gestaltet sich der Rechenvorgang zur Trennungsunterhaltsforderung grundsätzlich und bzw. ist einer der folgenden Rechnungsentwürfe brauchbar? Bitte nehmen Sie darin, wenn nötig, Ihre Korrekturen vor.



Rechnung A) Ehemann Ehefrau
Nettoeinkommen 2.400 € 1.700 €
Aufwand 5 % -120 € -85 €
Nutzungsvorteil Wohnraum 1.200 € 360 €
Sonst. Einkommen Zinsen 200 € 100 €
Einkommen vor Unterhalt Kinder 3.680 € 2.075 €

Gesamteinkommen vor Unterhalt Kinder 5.755 €
Fiktiver Unterhalt der Kinder:
Unterhalt 2 x 640 € -1.280 €
Kindergeld 154 € 154 €
Aufzubringender Kinderunterhalt -972 €
Selbstbehalt Eltern 1.100 € 1.100 €
Quote gemessen an Leistungsfähigkeit 73% 27%
Unterhaltszahlung an 2 Kinder -705 € -267 €

Differenzberechnung:
Netto nach Unterhalt Kinder 2.975 € 1.808 €
Differenz 1.166 €
davon 3/7 als Ausgleich -500 € 500 €

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Sehr geehrte Ratsuchende,


ein getrenntes Verfahren ist nicht notwendig. Der Wohnvorteil wird beim Einkommen des Mannes erhöhend berücksichtigt werden.


Die Berechnung ist dem Grunde nach und im Ergebnis so richtig, wobei es aber hinsichtlich des Wohnvorteils noch Abzüge geben wird, da eventuell noch Tigungen berücksichtigt werden müssten.

Hier haben Sie aber den Vorteil, dass der Ehemann dann seine Leistungsunfähigkeit nachweisen muss.

Da das Scheidungsverfahren ja sowieso beabsichtigt ist, und Sie da anwaltliche Hilfe benötigen, würde ich Ihnen auch schon bei der Geltendmachung des Ternnungsunterhaltes dann doch dazu raten, diesen mit anwaltlicher Hilfe geltend zu machen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


Nachfrage vom Fragesteller 15.10.2007 | 17:36

Sehr geehrter Herr Bohle!

Sie verweisen auf den Einfluss von Tilgungsraten. Tatsächlich leistet mein Mann noch Tilgungszahlungen für die von mir genutzte Eigentumswohnung, während ich zeitgleich mit meinem Umzug die Hälfte von meinem Konto geleistet habe. Es lässt sich im Nachhinein nicht mehr feststellen, ob meine Zahlung aus meinem Anfangsvermögen (Erbschaft) bzw. aus dem zugewonnenen Vermögen stammt. Wie wirkt sich diese Tilgung bei der Berechnung des Nutzungs- bzw. Trennungsausgleichs aus?

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Ratsuchende




Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.10.2007 | 17:52

Sehr geehrte Ratsuchende,

die derzeitige Begleichung der Darlehnsschulden für die Eigentumswohnung wirkt sich bei der Einkommensberechung einkommensmindernd aus.

Bei der Berechnung wären demzufolge laufende Darlehnsverbindlichkeiten aufzunehmen.

Einmalzahlungen hingegen könnten später bei der Frage des Zugewinnausgleiches zu berücksichtigen sein.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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