Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Stundensatz am Wochenende für geleistete Arbeit

| 16.02.2009 20:39 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zum Sachverhalt:
Mein Vater, der unter Betreuung steht, ist ein Pflegefall geworden und kann sein bis dato selbst genutztes Einfamilienhaus nicht mehr bewohnen. Das Haus wird nun (nach Genehmigung durch das Amtsgericht) verkauft. Mit dem Gericht ist vereinbart worden, dass mein Bruder und ich das Haus, welches einen erheblichen Reparatur- und Entmüllungsbedarf hatte, vor dem Verkauf in Eigenleistung instand setzen und entmüllen. Dies würde den Verkaufserlös des Hauses deutlich steigern. Die Arbeiten haben wir mittlerweile auch erledigt, allerdings gibt es jetzt Meinungsverschiedenheiten über die Höhe des Stundensatzes für die in Eigenleistung erbrachten Arbeiten. Mein Bruder ist Frührentner und setzt für die wochentags (Mo.-Fr.) geleisteten Arbeitsstunden (insgesamt 400 Stunden) einen Stundensatz von 10,00 €/Stunde an. Ich bin voll berufstätig und habe die Arbeitsstunden (insgesamt 300 Stunden) überwiegend am Wochenende (Sa.+So.) geleistet; daher habe ich für Sa. einen Stundensatz von 15,00 € (50% Zuschlag) und für So. einen Stundensatz von 20,00 € (100% Zuschlag) angesetzt. Dies beanstandet mein Bruder nun; er hält den Stundensatz von 10,00 € auch für die Arbeiten am Wochenende für gerechtfertigt. Da bin ich aber ganz anderer Meinung, ich finde 15,-- bzw. 20,-- € absolut in Ordnung, denn schließlich habe ich meine freien Samstage und Sonntage hierfür geopfert. Handwerker verlangen ja auch mehr, wenn Sie am Wochenende arbeiten müssen. Wem wird das Amtsgericht wohl Recht geben (es hatte nur empfohlen, sich abzustimmen, damit kein Streit über die Höhe der Beträge entsteht) ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Ausgehend von Ihren Angaben wird das Amtsgericht wohl der Argumentation Ihres Bruders folgen. Dies aus folgenden Gründen:

Zum einen steht es beiden Brüdern frei, wann Sie Ihre Arbeit erbringen. Insoweit kann die Wahl der Arbeitszeit nicht dazu führen, dass entsprechende Zuschläge gerechtfertigt sind. So wäre es auch möglich, dass Sie die Arbeit auch unter der Woche erbringen, Z.B. im Urlaub (bezahlt oder unbezahlt).

Der Samstag ist ebenfalls ein Werktag, so dass ein entsprechender Zuschlag nur gerechtfertigt ist, wenn dies vertraglich vorher vereinbart ist.

Soweit Sie sich selbst entscheiden am Wochenende zu arbeiten wird dies nicht dazu führen, dass Ihnen Zuschläge angerechnet werden können.

Zudem könnte Ihr Bruder ebenfalls am Wochenende arbeiten. Auch werden offensichtlich die gleichen Arbeiten geleistet.

Weiterhin soll die Einstufung des Stundensatzes nur einen Eindruck vermitteln, welcher Betrag von dem Kaufpreis in Abzug gebracht werden kann.

Entsprechende Zuschläge gelten nur für eine abhängige Beschäftigung, so dass diese nicht auf die beschriebene Tätigkeit übertragbar ist. Abschließend wird das Gericht bei einer unterschiedlichen Festsetzung des Stundensatzes auf eine fehlende Vereinbarung hinweisen.

Im Ergebnis kann ich Ihnen nicht viel Hoffnung machen, so dass eine Einigung mit Ihrem Bruder angeraten erscheint.

Ich hoffe Ihnen gleichwohl eine hilfreiche Einschätzung gegeben haben.

Mit besten Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 18.02.2009 | 19:08

Wie könnte denn so eine Einigung aussehen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.02.2009 | 21:42

Die Einigung kann frei gestaltet werden.

So könnten Sie sich generell auf einen erhöhten Stundensatz einigen, soweit dies den Vorgaben des Gerichtes entspricht. Dann würde aber auch Ihr Bruder eine höhere Vergütung erhalten.

Möglich wäre auch, dass Sie einen Pauschalsatz aushandeln, der für beide gleich ist und Sie dadurch einen höheren Stundensatz ansetzen, da Sie insgesamt weniger Stunden geleistet haben.

Soweit Sie einen höheren Werkzeugeinsatz haben, könnten Sie hier eine fiktiven Satz für Nutzung bzw. Abschreiben ansetzen.

Ich hoffe Ihnen einige hilfreiche Anregeung gegeben zu haben.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 20.02.2009 | 13:25

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen