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Kein Vertrag Steuerberater - hohe Rechnunen fuer administrative Arbeit

16.09.2014 14:43 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


17:28
Hallo,

Wir sind eine Consulting Firma in UK und unser Kunde in USA beauftragte uns, den Verkauf- und das Rechnungswesen seiner Firma in Deutschland zu managen.
Unser Kunde hatte sich erst kurzfristig von seinem 50% Shareholder getrennt. Es handelt sich um ein Start-up. Dieser kuemmerte sich um das Rechnugswesen, was sehr schlecht und sporadisch gefuerhrt wurde.

Der damalige Shareholder gab die Buchhaltungsarbeiten und Jahresabschluesse an einem Steuerberater, der auch fuer seine andere Firma taetig
Ist. Wir haben daran nichts geandert.Ich habe mit dem damaligen Shareholder gesprochen, der hat keinen Vertrag mit dem Steuerberater.

Die Firma hatte eine Hilfskraft, die auf € 450 Eurobasis, Rechnungen fuer unseren Kunden eingab. Die Hilfskraft ging nach USA in Februar, und eine Mitarbeiterin des Steuerberaters, die die Abschluesse fuer unseren Kunden macht, schlug vor, das eine Bekannte von ihr, die Rechnungsarbeiten erledigen kann. Kosten € 25 pro Stunde. Dies war uns zu teuer, da die Rechnungseingabe teilweise aufwendig ist, aber keinerlei Fachwissen benoetigt.

Ein paar Tage kam die Mitarbeiterin auf uns zurueck uns schlug vor, diese Arbeiten zu uebernehmen, da dies die Buchhaltungskosten erheblich reduzieren wird.
Wir haben diesem zugestimmt, aber haben keinen Stundensatz vereinbart, da sie uns nicht mitteilen konnte, was dies fuer ein Aufwand sein wird. Wir haben sie in den letzten Monaten mehrmals gefragt, was dies nun kostet, und sie teilte uns nur mit, dass sie uns das noch nicht sagen kann, aber es wird die Buchhaltungskosten erheblich reduzieren. Ich wusste im Detail nicht, was die Buchhaltungskosten sein werden. Wir erhielten nur Rechnungen von zwei Jahresabschluessen, die sich um ca. € 3000 bewegten.

Wir erhielten nun in den letzten Wochen Rechnungen fuer "Sonderarbeiten", die mit einem Stundensatz von € 68 abgerechnet worden sind und Buchhaltungsarbeiten mit einem Stundensatz von € 75; die Gesamtsumme der Rechnungen von Mai bis August, wobei fur Juli und August die Buchhaltungsarbeiten noch nicht erledigt sind, von fast €12,000 . Der monatliche Umsatz der Firma betraegt € 14,000, die Kosten € 16,000 – ein Verlust von € 2000. Das Headquarter in USA bezahlt 50% des Umsatzes – also€ 7000 an Lieferanten, die vertraglich faellig sind. Die Mitarbeiterin Weiss genau alle Einnahmen und Ausgaben unseres Kunden.

Ich finde derartige Rechnungen verantwortungslos. Der Steuerberater ist ueber alle Einnahmen und Ausgaben informiert und hat Zugang zu den Kontoauszuegen. Mit derartigen Kosten kann unser Kunde seine Firma schliessen und den Angestellten entlassen. Es wurde kein Stundensatz vereinbart. Auf unsere Fragen – der Aussendienstmitarbeiter und mir – wieviel die Rechnungseingabe kostet, hatte sie uns nie geantwortet.

Die Mitarbeiterin vergisst auch jeden Monat den Nachweis der Lohnnebenkosten an die oesterreichischen Steuer – Krankenkassen zu melden. Mitarbeiter lebt in Oesterreich. Jeden Monat erhalten wir eine Strafe, die jeden Monat um € 40 erhoeht wird – es fing bei 80 € an und die letzte Strafe war bei € 240. Wir haben dies an die Mitarbeiterin weitergeleitet, damit dies nicht mehr vorkommt. Sie antwortete – naja – das ziehen wir halt von unseren Kosten ab. Dies habe ich in den Rechnungen an unseren Kunden nie sehen koennen. Ich finde aber die Art unglaublich. Sie sieht das sehr locker,berechnet aber €100 fuer die Lohnerstellung. Die Hoehe wurde damit gerechtfertigt, dass der Angestellte von unserem Kunden in Oesterreich wohnt, und dies manuel gemacht werden muss. Dies kann ich nicht beurteilen, weil wir in UK sitzen. Diese lockere Art oder besser sich nicht festzulegende Art ist die selbe wie sie unsere Frage nach Kosten beantwortet – "das kann ich noch nicht sagen, was da auf mich zukommt – muess mehr halt mal sehen". Obwohl die ersten Rechnungen schon im Juni ausgestellt wurden . Diese hatte ich nicht gesehen – wie weiter unten genannt. Schon im Mai haette sie uns sagen muessen, was das kostet.

Muessen wir die Rechnungen in dieser Hoehe zahlen?
Ist dies nicht unverantwortungsvolles Vorgehen- geradezu fahrlaessig. Wenn wir die Kosten sofort gewusst haetten, haetten wir diese "Sonderarbeiten" sofort weggenommen.
Angeblich hatte sie uns einige Rechnungen in Juni geschickt, die ich nicht erhalten habe, sonst haette ich sofort darauf reagiert. Unabhaengig Davon hatte Sie den Angestellten unseres Kundens oder mich genau ueber die Kosten informieren koennen. Der Angestellte war 2 x vorOrt im Buero des Steuerberaters, aber wir haben wie bereits erwaehnt, nie eine Antwort bezueglich der Kosten erhalten.

Wie kann ich vorgehen?

Rechnungsueberblick:

€ 1394 Mai 2014: Entgegennahme und Öffnen der Post von Firma sortieren der Unterlagen, Weiterleitung von Eingangsrechungen zur Zahlung und Zahlungsavisen von Kunden Abrechung der Gutschriftsanziegen der Kunden, Vergabe einer Ordernummer Vergabe einer Ordernummer auf Grund von Verwendungsnachweisen, sowie Einweisung Rechnungsnummer 670 20.06.14

€ 2811.38 Die Leistung erfolgte im Zeitraum vom 19.03.2014 bis zum 18.06.2014. : 31,50 B75,00 EUR uchführung einschließlich des Kontierens der Belege Januar bis März 2014
Debitoren aus Sales-Tracker Liste erfasst Sortieren der von Herr X u. Frau X übergebenen Belege
Kreditoren gebucht bezahlte Rechnungen bei Kontoauszug abgelegt offene Eingangs- u. Rechnungsnummer 671 20.06.14
€ 1018.25 Juni 2014 Entgegennahme und Öffnen der Post von Firma Sortieren der Unterlagen, Abrechung der Gutschriftsanziegen der Kunden, Vergabe einer Ordernummer Vergabe einer Ordernummer auf Grund von Verwendungsnachweisen, Rechnungsnummer 704 30.06.14
geleistete Zeiten vom 25.06. bis
€ € 2994.08 Sonderarbeiten July, August Rechnungsnummer 978 12.09.14
€ 3748.5 Buchhaltungsarbeiten April, Mai, Juni, Juli Rechnungsnummer 976 12.09.14

€ 11966.21 Total

Einsatz editiert am 16.09.2014 14:51:24
16.09.2014 | 15:37

Antwort

von


(69)
Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: http://www.strafverteidiger-grasel.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ihrer Schilderung kann ich entnehmen, dass eine Vereinbarung über die Vergütung nicht getroffen worden ist. Eine solche wäre schriftlich zu verfassen gewesen. Demnach hat der Steuerberater seine Vergütung nach den Regelungen der Vergütungsverordnung für Steuerberater (StBVV) zu ermitteln.

Für die Buchführung oder das Führen steuerlicher Aufzeichnungen einschließlich
des Kontierens der Belege kann der Steuerberater gemäß § 33 Abs. 1 StBVV eine Monatsgebühr zwischen 0,2 - 1,2 verlangen. Die Höhe der gebühr richtet sich dabei - ähnlich wie bei Rechtsanwälten - nach dem gegenstandswert. Dieser errechnet sich anhand des Jahresumsatzes.
Laut Ihrer Sachverhaltsschilderung beläuft sich der Umsatz auf 14.000 Euro monatlich, also 168.000 Euro jährlich.
Daraus ergibt sich der Wert einer 1,0 Gebühr von 231 Euro. Die 0,2 Gebühr beträgt 46,20 Euro, die 1,2 Gebühr beträgt 277,20 Euro.

Die monatlich abrechenbare Gebühr für die Buchführung liegt also zwischen 46,20 und 277,20 Euro.



Auch die Tatsache, dass Meldungen an die Krankenkassen "vergessen" werden und dies zu Strafzahlungen führt, die offensichtlich billigend in Kauf genommen werden, zeichnet ein deutliches Bild von der Arbeitsweise Ihres steuerlichen Beraters.



Sie sollten die Rechnungen des Steuerberaters entsprechend korrigieren und kürzen. Begleichen Sie den Anteil, welcher demnach unstreitig zu bezahlen ist, um diesbezüglich nicht in Zahlungsverzug zu geraten.
Erklären Sie gegenüber dem Rechnungssteller, weshalb Sie die Abzüge vorgenommen haben und fordern Sie eine Stellungnahme zur Abrechnung an. Vor allem der Posten "Sonderarbeiten" bedarf näherer Begründung.
Gegebenenfalls lässt sich dann ein für beide gangbarer Mittelweg finden lassen.


Vor dem Hintergrund der Arbeitsweise des Steuerberaters sollten Sie zudem dringend über einen Wechsel nachdenken.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Grasel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mathias Grasel
Fachanwalt für Strafrecht

Nachfrage vom Fragesteller 19.09.2014 | 13:00

Herzlichen Dank fuer Ihre Antwort.

Klaerung zur Buchfuehrungskosten:

Sind in denen von Ihnen genannten Kosten auch die Ablage der bezahlten Rechnungen bei Kontoauszug und die alphabetische Ablage der offenen Eingangs- und Ausgangsrechnungen in Ordnern inkludiert.

Zu der Buchfuehrung uebernimmt diese Mitarbeiterin Datensaetze aus einem Excelspreadsheet. Ca. 100 Positionen per Monat sowie Belege zu ca. 50 der genannten Positionen, die sie sortiert und dann ablegt. Waere dies auch in Ihrenen genannten Betrag inkludiert oder koennte Sie dies getrennt abrechnen, und dann zu welchem Satz?

Was passiert, wenn der Steuerberater meine Kuerzungen nicht akzeptiert?
Wuerde ein Gericht, neben der Tatsache dass kein Vertrag zwischen uns besteht, die Arbeitsweise bzw. das totale Ignorieren unserer Fragen nach den Kosten ( 4x persoehnlich, mehrmals am Telefon - zu unseren Gunsten entscheiden? Tatsache ist, dass die in Rechnung gestellten Betraege, die Firma sich nicht leisten kann, und der Steuerberater, das weiss, da alle Einnahmen und Ausgaben bekannt sind.

Gibt es eine gesetzliche Obligation von Steuerberatern, dass wirtschaftliche Wohlergehenen einer Firma zu erhalten, oder koennte der Steuerberater mit den ausgestellten Rechnungen gesetzlich diese einklagen?

Mit freundlichen Gruessen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.09.2014 | 17:28

Bitte haben Sie Verständnis, dass die kostenlose Nachfragefunktion nicht für Erweiterungen der Frage, sondern nur der Präzisierung der Antworten dient. Nichts desto trotz nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung.


§33 Abs. 1 StBVV lautet wie folgt:

(1) Für die Buchführung oder das Führen steuerlicher Aufzeichnungen einschließlich des Kontierens der Belege beträgt die Monatsgebühr 2/10 bis 12/10

Zur korrekten Buchführung gehört nach meinem Verständnis auch das chronologische oder systematische Ablegen der Belege. Eventuell anfallende Auslagen (z. B. Ordner, Register) können ggf. berechnet werden.

Wie Sie dem Wortlaut der Vorschrift entnehmen können, umfasst diese die komplette "Buchführung", also sämtliche damit einhergehende Aufgaben.
Bei der Ermittlung des Gebührensatzes (0,2 - 1,2) spielen dann der Umfang bzw. die Anzahl der Belege eine Rolle. Je mehr Belege desto höher der Satz.

Wenn der Steuerberater an seiner ursprünglichen Forderung festhält, so kann er entweder einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen oder unmittelbar Zahlungsklage erheben. Im Rahmen des daraufhin stattfindenden Zivilprozesses wird dann ein Richter entscheiden, in welcher Höhe die Vergütung geschuldet ist. Dabei wird der Richter alle Umstände berücksichtigen, die von den Parteien mitgeteilt und ggf. bewiesen werden. Oftmals wird auch ein Vergleich zwischen den Parteien geschlossen.

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