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Stockschläge bei Auseinandersetzung zwischen Hunden und ihren Besitzern


03.07.2007 15:43 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren Anwälte.

Ich weibl., 46 Jahre, keine Eintragungen ins pol. Führungszeugnis habe folgendes Problem.

Ich bin Besitzerin eines Gebirgsschweißhundes. Dieser, zugegeben versteht sich mit manchen Rüden aus der Nachbarschaft nicht. Gestern ist er mir durch die Gartentüre entwischt, als ich durch diese ins Haus gehen wollte. Ich wurde sofort auf ihn aufmerksam, als er auf der gegenüberliegenden Seite einen "bekannten nicht geliebten" Hund ins Visier nahm. Dieser stand mit seinem Herrchen angeleint dar. Sein Herrchen schrie meinen Hund an, doch stehen zu bleiben. Er reagierte bis zu diesem Moment, als der andere Hund (gleich groß und stark wie meiner), aus dem Halsband schlüpfte. Sie gerieten aneinander. Sein Herrchen nahm einen Stock aus seiner Tasche und schlug auf meinen ein. Er hörte nicht auf, obwohl ich ihm zurief, dass ich meinen Hund bereits habe. Auch meine Schmerzensschreie hielten ihn nicht davor zurück weiterzuschlagen. Ich konnte mich nicht entfernen, da ich mit beiden Händen meinen Hund festhielt, wobei das li. Bein des Hundehalters zwischen meinen Händen war. Erst als mein Mann hinzukam und meinen Hund mir aus den Händen nahm, wurde diese Auseinandersetzung beendet. Das Ergebnis war, dass ich die Stockhiebe abbekommen habe. Mein Mann rief die Polizei. Alleingelassen mit dem Hundehalter folgten verbale Beschimpfungen und Androhungen, Maßnahmen gegen uns zu ergreifen. Ich fühlte mich verletzt und beleidigt. Ich erwiderte, dass es sicher nicht heldenhaft ist, eine Frau zu schlagen. Und überhaupt, warum er eine Waffe (obwohl ich bis dahin nicht wusste, dass es sich dabei im rechtlichen Sinn tatsächlich um eine Waffe handelt) mitsich führe. Er antwortete, um auf solche Frauen wie sie vorbereitet zu sein. Aus seinen Äußerungen heraus, bin ich mir nichtmal mehr sicher, ob er nicht gerade diese Situation erwartet habe. - Es kam der Rettungsdienst, der übernahm die Erstversorgung. Die Polizei nahm nur die Personalien auf. Sie werde sich in ca. 2 - 3 Wochen wieder melden, um die entsprechenen Aussagen aufzunehmen. Da der Schläger im Besitz einer sog. Schlagrute war, müsse er ohnehin von amtswegen mit einer Anzeige wegen ...Körperverletzung rechnen, so die Polizei. Die Waffe wurde eingezogen. Ich begab mich ins Krankenhaus. Dort stellte man Gott sei Dank nur eine starke Schwellung der linken Hand mit Schürfwunden und eine leichte der rechten Hand fest. Da ich Sekretärin bin, ist es mir unmöglich zur Arbeit zu gehen. Ich habe es heute versucht. Der Schläger hat, gem. seiner Aussage, großen Einfluss in unserer Gemeinde. Auch ist er der Meinung, dass ihm als Bundesbeamter, so hat er sich bei der Frage nach seinem Beruf der Polizei gegenüber geäußert, nichts passieren kann. Wie angekündigt, werde er dafür sorgen, dass mein Hund wegkommt. In der verbalen Auseinandersetzung hat er mir Dinge an den Kopf geworfen, wie er werde sich drum kümmern, dass wir von hier wegziehen müssen.... Bei seinem Hund konnte man keine Verletzung erkennen, obwohl er barsch mitteilte, er werde zur Tierärztin gehen, ich werde schon sehen, was die für die Untersuchung verlange, "das dürfen Sie auch noch zahlen".

Wie geht es weiter, was empfehlen Sie? Muss ich mir Sorgen machen? Habe ich die Tierarztrechnung zu zahlen? Soll ich der Gemeinde gegenüber den Vorfall schildern? Strafantrag stellen? Etc.

Danke für Ihre Antwort.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

- Zunächst einmal ist festzuhalten, dass das Verhalten des Gegners als gefährlche Körperverletzung im Sinne des § 224 StGB zu werten ist.

- Ihnen steht Schadensersatz/Schmerzensgeld zu. Die Höhe bemißt sich nach den konkret eingetretenen Verletzungen. Zum Schaden gehört unter anderem auch ein möglicher Verdienstausfall.

- Sie werden in absehbarer Zeit ein Vorladung durch die Polizei erhalten. Ich würde empfehlen, das Geschehen schriftlich zusammenzufassen, bzw. sofern Sie einen Anwalt mit der Durchsetzung Ihrer Ansprüche beauftragen, eine Stellungnahme von diesem fertigen zu lassen.

- Die Tierarztrechnung werden Sie zahlen müssen, sofern durch Ihren Hund eine Verletzung verursacht wurde. Dies bleibt abzuwarten, wobei Sie unter Umständen die Aufrechnung mit eigenen Ansprüchen erklären könnten.

Ingeamt sollten Sie sich keine allzu großen Sorgen machen.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für Rückfragen und eine weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.

mit freundlichen Grüßen

Antonio Durán Muñoz
Rechtsanwalt
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