Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schenkung Notariell beglaubigt

| 27.09.2021 10:33 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


12:03

Guten Tag, meine Mutter ist mit mir vor ca 4 Jahren zum Notar um mir ihr Haus als Schenkung zu überschreiben. Sie hat Wohnrecht auf Lebzeiten. Es wurde alles genau aufgeschrieben also wer im Moment welche Wohnräume bewohnt und was gemeinschaftlich ist. Ich wohne unten im ausgebauten Keller und meine Mutter im Erdgeschoss und Obergeschoss. Ich habe noch zwei Geschwister die nichts von der Schenkung wissen und wissen sollten bis meine Mutter stirbt. Was könnte passieren wenn meine Geschwister es jetzt rausbekommen würden das meine Mutter ihr Haus mir als Schenkung übertragen hat? Können meine zwei Geschwister diese anfechten? Oder muss ich dann jetzt einen Pflichtteil zahlen? Danke und vg

27.09.2021 | 11:17

Antwort

von


(367)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

für eine Anfechtung ist zu Lebezeiten grundsätzlich kein Raum, selbst wenn Ihre Mutter jetzt plötzlich versterben sollte ist eine Anfechtung nur dann möglich, wenn sich z.B. nachweisen ließe, dass Ihre Mutter bei Abgabe der Schenkungserklärung nicht mehr geschäftsfähig gewesen ist. Da aber der Notar bei Zweifeln gar keine Beurkundung vornehmen darf ist so ein Fall im Grunde ausgeschlossen.

Eine Zahlung können Ihre Geschwister nur gemäß § 2325 BGB verlangen, wenn Ihre Mutter innerhalb von 10 Jahren nach der Schenkung verstirbt oder das Wohnrecht so ausgestaltet ist, dass Ihre Mutter nach wie vor "Herr im Haus ist".

Zitat:
§ 2325 Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Schenkungen
(1) Hat der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht, so kann der Pflichtteilsberechtigte als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird.
(2) Eine verbrauchbare Sache kommt mit dem Werte in Ansatz, den sie zur Zeit der Schenkung hatte. Ein anderer Gegenstand kommt mit dem Werte in Ansatz, den er zur Zeit des Erbfalls hat; hatte er zur Zeit der Schenkung einen geringeren Wert, so wird nur dieser in Ansatz gebracht.
(3) Die Schenkung wird innerhalb des ersten Jahres vor dem Erbfall in vollem Umfang, innerhalb jedes weiteren Jahres vor dem Erbfall um jeweils ein Zehntel weniger berücksichtigt. Sind zehn Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstandes verstrichen, bleibt die Schenkung unberücksichtigt. Ist die Schenkung an den Ehegatten erfolgt, so beginnt die Frist nicht vor der Auflösung der Ehe.


Der Betrag, der gefordert werden darf mindert sich auch jedes Jahr um 10 %, siehe Absatz 3, weiterhin beträgt der Pflichtteil nur die Hälfte des gesetzlichen Erbteils und es kann lediglich eine Geldzahlung gefordert werden.

Problematischer ist, dass die Rechtsprechung je nach Ausgestaltung des Wohnrechts oder eines Nießbrauchs den die 10-Jahres-Frist erst gar nicht beginnen lässt, wenn die schenkenden Eltern weiterhin alles entscheiden können und die Kinder die Immobilie faktisch gar nicht oder kaum nutzen können. Hier sollten Sie eventuell nochmals Rücksprache mit dem Notar halten ob dieser für Sie eine Gefahr sieht und den Vertrag ggf. entsprechend anpassen.

Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


Rückfrage vom Fragesteller 27.09.2021 | 11:31

Vielen lieben Dank für die schnelle und ausführliche Antwort.
Aber um nochmal sicherzugehen, dass heißt, meine Geschwister können mir nichts solange meine Mutter noch lebt, ist das richtig? Vlg

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.09.2021 | 12:03

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

nein, zu Lebzeiten gibt es keine Möglichkeit hier etwas anzugreifen. Ihre Mutter kann mit ihrem Eigentum verfahren wie sie möchte.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

Bewertung des Fragestellers 27.09.2021 | 11:34

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Schnelle und sehr ausführliche Antwort. Sehr netter Anwalt den ich nur empfehlen kann

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Fabian Fricke »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.09.2021
5/5,0

Schnelle und sehr ausführliche Antwort. Sehr netter Anwalt den ich nur empfehlen kann


ANTWORT VON

(367)

Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Insolvenzrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Erbrecht, Immobilienrecht