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Rücktritt von einem Seminar wegen Krankheit

| 12.08.2016 10:40 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Widerruf eines Seminarvertrages

Ich habe ein Seminar gebucht und muss leider wegen Krankheit absagen. Dies habe ich dem Veranstalter per E-Mail wiefolgt mitgeteilt: " Guten Morgen ....,

leider habe ich keine guten Nachrichten. Ich bin momentan so erkrankt, dass bereits absehbar ist, dass ich am Kurs, der ab nächste Woche Samstag beginnt, nicht teilnehmen werden kann. Tut mir wirklich sehr leid.

Sofern Du einen diesbzgl. Nachweis benötigst, bitte ich mir dies mitzuteilen. Ich werde Dir diesen dann schnellstmöglich übersenden.

Bitte teile mir mit, wie Du das mit der Erstattung des Seminarpreises regeln wirst, (ob ich eine Stornogebühr bezahlen muss und wenn ja, in welcher Höhe). Den Restbetrag bitte ich Dich dann auf mein Girokonto zurückzuüberweisen.

Ich habe den Kurs komplett online gebucht und auch die Anmeldebestätigung via E-Mail erhalten.

Bei den Teilnahmebedingungen, deren Kenntnis man während des Buchvorganges bestätigen muss, ist zum Rücktritt Folgendes vermerkt:

"Bei Rücktritt bis 4 Wochen vor Seminarbeginn werden 15% der Teilnahmegebühr als Bearbeitungskosten einbehalten, danach der Volle Bettrag, es sei denn, Ein Ersatzteilnhemer wird gestellt. Anmeldungen mit Sonderkonditionen (z.B. über Gutschein-Code) sind vom Rücktritt ausgeschlossen."

Ich habe einen Sonderrabbat erhalten wegen Frühbucher (10%) und Sozialrabatt (15%).

Soweit so gut.

Bisher habe ich vom Veranstalter noch keine Rückmeldung erhalten.

Was mir allerdings auffällt ist, dass ich weder während des Bestellvorganges, noch bei der anschließenden mir übersandten Anmeldebestätigung auf ein Widerufsrecht nach dem Fernabsatzgesetz hingewiesen wurde.

Aufgrund der o.g. Bedingung ist es ja unwahrscheinlich, dass ich etwas zurückerstattet erhalte.

Kann ich aber, weil ich auf ein Widerrufsrecht nicht hingewiesen wurde, den Vertrag, auch nach der o.g. und abgesandten Nachricht per E-Mail widerrufen und ist es notwendig, meine Anmeldung nochmals ausdrücklich zu widerrufen. Dann müsste ich doch den bereits bezahlten Seminarpreis zurückerhalten.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. In der Tat steht Ihnen zusätzlich zum Rücktrittsrecht als Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ein Widerrufsrecht zu.

Voraussetzung ist, dass der Vertragsschluss per Brief, Telefax, E-Mail oder über ein Onlineformular erfolgte.

Soweit Sie über Ihr Widerrufsrecht nicht belehrt wurden in Form einer Widerrufsbelehrung können Sie den Widerruf noch jetzt ausüben.

Die Frist beginnt grundsätzlich nach Erhalt der Belehrung in Textform, jedoch nicht vor Vertragsschluss. Da eine Belehrung nicht erfolgt ist, greift die 14 tägige Widerrufsfrist nicht.

Unabhängig von Ihrem Rücktritt oder der Stornierung können Sie daher Ihre Willenserklärungen auf Abschluss des Seminarvertrages widerrufen.

Widerrufen Sie daher per Email und per Brief und fordern die Rückzahlung des kompletten Seminarbetrages.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 12.08.2016 | 12:41

Vielen Dank für die Antwort.
Ich habe den Betrag in zwei Raten gezahlt, bzw. wurde dieser von meinem Girokonto abgebucht. Die erste Rate wurde im April abgebucht, die zweite Rate Mitte Juli.
Für einen Widerspruch gegen die Lastschrift von April dürfte es zu spät sein, aber die 8 Wochen-Widerspruchssrist für die zweite Abbuchung ist noch nicht abgelaufen.

Ich habe soeben gem. Ihrem Ratschlag den Vertrag widerrufen und den Veranstalter aufgefordert, mir den Betrag auf mein Girokonto zurückzuüberweisen.

Ist es sinnvoll, der Lastschrift bzgl. der zweiten Rate zu widersprechen oder muss ich erst die Reaktion des Seminaranbieters abwarten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.08.2016 | 20:51

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Teilen Sie dem Veranstalter mit, dass Sie aufgrund des Widerrufes die Erstattung der gezahlten Beträge innerhalb einer Woche erwarten. Kündigen Sie an, dass bei ergebnislosem Ablauf Sie die Lastschriften widersprechen werden. Hierdurch anfallende Kos´ten hat der Veranstalter dann selbst zu tragen.

Versuchen Sie gleichwohl bei Ihrer Bank auch der ersten Abbuchung zu widersprechen. Möglicherweise kann Ihre Bank den Betrag zurückholen.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.08.2016 | 22:06

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FRAGESTELLER 12.08.2016 4,8/5,0
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