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Rücknahme?


08.02.2007 14:59 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich habe über eBay nach bestem Wissen und Gewissen von privat an privat eine Oboe für 500 € versteigert. Ich habe keine Ahnung von diesem Instrument und daher habe ich auch nichts von Klang, Zustand usw. geschrieben. Konnte halt nur sagen, wie die Oboe und der Koffer aussieht und wusste auch, dass darauf noch niemand gespielt hat.

Nachdem der Käufer das Instrument erhalten hatte, hat er es auch schon als unbrauchbar reklamiert (Klappen an falscher Stelle oder fehlend; Koffer angebl. kein Oboenkoffer) und eine sofortige Rücknahme gefordert. Mir sind/waren keine Mängel bekannt. Ich habe bei dieser Auktion auch Gewährleistung/Garantie/Rückgabe ausdrücklich ausgeschlossen.

Mittlerweile holt sich der Käufer schon überall Erkundigungen über mich ein. So hat er z. B. im Internet herausgefunden, dass ich selbst Klarinette spiele und meint nun, dass ich dadurch auch die Bauweise einer Oboe kennen müsse. Das stimmt definitiv nicht und ist eine Anschuldigung.

Meine Frage ist nun, was ich tun kann, damit die Sache schnellstmöglich geregelt wird. Es ist doch nicht meine Schuld, was mit dem Instrument ist. Ich wusste das schließlich nicht (wenn es überhaupt stimmt, was er schreibt). Der Käufer droht schon mit "weiteren Maßnahmen".

Was kann ich tun? Ich bin doch kein Betrüger und möchte auch nicht als solcher/solche hingestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Sommer78



08.02.2007 | 15:59

Antwort

von


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Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Nach Ihrer Schilderung handelt es sich hier um einen Privatverkauf. Sie können die Haftung weitestgehend ausschließen, was Sie offenbar auch getan haben. Demnach sind Sie nicht verpflichtet, das Instrument zurück zu nehmen und den Kaufpreis zu erstatten.

2. Ansprüche gegen Sie kommen nur in Frage, wenn Sie tatsächlich ein gewerblicher Verkäufer wären – also wirtschaftlich tätig werden oder wenn Sie vorsätzlich oder grob fahrlässig falsche Angaben gemacht hätten, um den Käufer durch Täuschung zum Kauf zu bewegen.

3. Wenn das aber nicht der Fall war und Sie auch nicht bereit sind, den Kauf freiwillig rückabzuwickeln, können Sie nur abwarten, ob der Gegner tatsächlich juristische Hilfe in Anspruch nimmt. Sollte der Käufer durch ehrverletzende Bemerkungen auffallen, können Sie dagegen vorgehen und Unterlassung verlangen.



Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Diep, Rösch & Collegen
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80333 München

TEL: (089) 45 75 89 50
FAX: (089) 45 75 89 51

info@anwaeltin-heussen.de

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 08.02.2007 | 16:26

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Mit Ihrer Antwort bin ich in meiner Meinung glücklicherweise bestätigt.

Ich befürchte jedoch, dass das noch einen längeren Streit geben wird. Dummerweise habe ich kurz vorher einmal (unwissentlich) gegen die eBay-AGBs verstoßen und habe 2 Oboen an meinen Freund verkauft. Es ist nichts Schlimmes passiert, denn er war der einzige Bieter. Diese Angelegenheit ist bereits mit eBay geklärt, jedoch versucht mir der Käufer daraus jetzt einen Strick zu drehen. Im übrigen ist er, was ich überhaupt nicht verstehen kann, an die eMail-Adresse und den Nutzernamen von meinem Freund gekommen. Habe ich hier auch die Möglichkeit etwas zu entgegnen? EBay darf ja keine Daten herausgeben. Aber woher kommen die dann? Merkwürdigerweise hat sich, kurz nachdem ich, die Rücknahme verweigerte, jemand in meinen PC gehackt und sich meines eBay-Kontos ermächtigt. Es wurden Artikel für ca. 1.500 € Angebotsgebühr eingestellt. Aber auch das hat eBay geregelt. Aber man hegt in dem Moment natürlich schon einen Verdacht...

Wie auch immer...meiner Meinung nach hat das nichts mit seiner ersteigerten Oboe zu tun, oder? Auf dieser Oboe war er der einzige Bieter und hat kurz vor Ende der Auktion den Mindestpreis geboten.

Nun gut, ich werde dann, wie Sie schrieben, erst einmal abwarten und dann ggf. aktiv werden.

Gruß und nochmals vielen Dank für die erneute Hilfe! Ich weiß, dass das sehr viel Text war, sorry...

Sommer78

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.02.2007 | 16:50

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich möchte Ihre Freude nicht trüben, aber es sieht schon etwas seltsam aus, dass Sie bereits zuvor ZWEI Oboen bei eBay verkauft haben - wennn auch nur an Ihren Freund. Der Verdacht liegt hier jedenfalls nicht fern, dass es sich doch nicht um einen Privatverkauf handelt, da eine Privatperson kaum mehrere Oboen "herumstehen" hat.

Wenn Sie sich nichts vorzuwerfen haben, warten Sie ab, was die Gegenseite unternimmt.

Wenn Sie aber vielleicht doch nicht ganz korrekt gehandelt haben, sollten Sie entweder unsere Kanzlei oder einen Kollegen aufsuchen für die Prüfung des gesamten Sachverhalts. Dann ist vielleicht mit einem Vergleich Schlimmeres zu vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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