Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Routenänderung Kreuzfahrt zulässig?

12.06.2013 19:25 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


20:12

Zusammenfassung:

Es geht um die Frage nach Schadensersatzansprüchen nach einer Reise.

Hallo,
ich hatte nicht eine Kreuzfahrt mit beliebigem Ziel gewählt, sondern den vollen Preis für die versprochene Route eines bestimmten Schiffes - hier inklusive Port Sahid und Pyramidenbesichtigung - gebucht. Der Flug zum Schiff war in dieser Pauschalreise inbegriffen. Am Tag der Auslaufens aus dem Hafen in Ankara hat meine Partnerin an Board des Schiffes den Ausflug ebenfalls noch buchen können.
Plötzlich meinte der Kapitän in einer länglichen Lautsprecherdurchsage kurz vorm Ablegen, dass er und sein "Sicherheits-Team" in Rostock in Verbindung mit dem Auswärtigen Amt die Sicherheitslage in Israel für gut, und die Lage in Ägypten für zu gefährlich hält, und der Kurs entsprechend geändert wird.
Ich hatte mich vor Abreise und während der Fahrt auf der Web-Seite des Auswärtigen Amtes ebenfalls informiert, und dort gefunden, dass die Touristenrouten zu den Pyramiden ungefährdet sind, lediglich Innenstädte sollten gemieden werden.
Verärgert habe ich mich umgehend schriftlich beschwert, jedoch die Reise, trotz entsprechenden Vorschlags des Kapitäns, nicht auf eigene Kosten abgebrochen. Ich wollte eben in Israel (Arschdod) NICHT von Board gehen.
Als ich schließlich in die israelischen Hoheitsgewässer verschleppt worden war, wurden plötzlich alle Passagiere genötigt einen "Face-Check" über sich ergehen zu lassen. Obwohl ich, wie gesagt, dort nicht an Land gehen wollte, rief der Kapitän mich mehrmals namentlich über die Boardlautsprecher aus, und drohte schließlich mit Konsequenzen falls ich nicht zum Facecheck erscheinen würde. Daraufhin meldete ich mich und ließ mir die Konsequenzen im Einzelen erklären: Es wurden u.a. zusätzliche Hafenliegegebühren, die Auslieferung an israelische Behörden, bzw. an die an Board des unter italienischer Flagge fahrenden Schiffes kontrollierenden israelischen Beamten angedroht. Um diesen unübersehbaren Kosten und möglicher Internierungshaft zu entgehen ging ich unter Protest zur Kabine, holte meinen Ausweis und tat was alle anderen 2000 Passagiere tun mussten, obwohl die wenigsten von ihnen an Land gingen.

Meine Fragen sind nun:

1) Darf der Käpitän einfach behaupten, dass eine Reiseziel zu gefährlich ist, auch wenn er sich dies aus den Fingern saugt, bzw. der Bezug auf Warnungen des Auswärtigen Amtes nicht hergestellt werden kann, und es hier möglicherweise nur um Geschäftsinteressen ging?

2)Darf eine Kreuzfahrtfirma bzw. der Kapitän die persönlichen Daten aller 2000 Passagiere einem fremden Staat übermitteln, auch wenn diese dort nicht einreisen wollen?
Auf die Frage nach dem Datenschutz meinte der Kapitän sachkundig, dass jemand der nichts zu verbergen hat auch keine Angst haben braucht seine Daten offenzulegen. An dieser Stelle erübrigte sich dann jede weitere Diskussion.

Nach der Kontaktaufnahme mit der Kreuzfahrtfirma wurde mir lapidar zu verstehen gegeben, dass das "Wohl der Passagiere" die oberste Priorität hätte, und ohne auf die Details einzugehen, ich die Vorkommnisse hinzunehmen hätte.
Ich kann das einfach nicht fassen was hier gelaufen ist, und wäre für einen Rat zur weiteren Vorgehensweise dankbar.


MfG

12.06.2013 | 20:39

Antwort

von


(3030)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 299 3178 (WhatsApp)
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

bei einer Reise zu einem bestimmten Ziel, bedarf es immer eines wichtigen Grundes, dass ein Ausweichziel angelaufen werden kann.

Dafür muss es objektiv nachvollziehbare Gründe geben, wie zum Beispiel Warnungen aus dem Auswärtigen Amt und nicht anhand nur von Vorstellungen des Kapitäns.

Hinsichtlich des "Face-Checks" hätten Sie dies grundsätzlich auch verweigern dürfen, da ein An-Land gehen von Ihnen nicht gewollt gewesen ist, und somit kein sachlicher Grund für eine Überprüfung gegeben war.

Falls das anvisierte Ziel nicht angelaufen worden ist, auch später nicht, können Sie insgesamt auch die Erstattung Ihres Reisepreises verlangen.

Diesbezüglich sind Sie verpflichtet, die Rückzahlung Ihres Reisepreises innerhalb eines Monats nach Ende der Reise bei dem Veranstalter schriftlich geltend zu machen unter Schilderung des Sachverhaltes (§ 651g BGB ).

Schicken Sie das Schreiben wenn möglich aus Beweisgründen per Einschreiben.


Rückfrage vom Fragesteller 13.06.2013 | 17:49

Noch eine kurze Ergänzung:
Nachträglich bekannt geworden ist, dass der Kapitän 14 Tage zuvor das gleich Spiel mit seinen Aida-Passagieren mit gleicher Begründung getrieben hat. Ich denke ich bin unter Vortäuschung einer ordnungsgemäßen Route an Board gelockt worden, obwohl die Reederei bereits wusste, dass sie die Route ändern würde. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die "Sicherheitslage" erneut nach 13 Tagen, just zum Anlegetermin plötzlich wieder von sicher auf unsicher wechselt. Hier hätte meiner Meinung nach eine Vorabinformation an mich erfolgen müssen, um mir eine Umbuchung zu ermöglichen.

Wenn ich Sie richtig verstehe, kann ich den gesamten Reisepreis zurückverlangen? Oder steht mir jeweils eine Reisepreisminderung für den Facecheck und die Routenänderung zu?
Wieviel Prozent des Reisepreises sollte ich in meinem Einschreiben an den Veranstalter zurückverlangen?

Ich hatte bereits ein Beschwerde-Einschreiben versandt, jedoch ohne einen Betrag zu fordern. Habe ich damit die 4 Wochenfrist eingehalten, oder muss innerhalb der 4 Wochen ein bestimmter Eurobetrag zurückgefordert werden?

Sollte wegen möglicherweise anfallenden Reisekosten ein Anwalt vor Ort meinen Fall übernehmen, oder gibt es sinnvolle Möglichkeiten für Sie das wahrscheinlich anstehende Gerichtsverfahren irgendwie Online zu betreuen?

MfG
Gerd Schmidt

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.06.2013 | 20:12

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie ihr Ziel gar nicht erreicht haben sollten und davon gehe ich aus, sollten Sie den gesamten Reisepreis zurück verlangen, zumal es nunmehr sehr nach "Masche" aussieht.

Es muss innerhalb der Frist ein bestimmter Anspruch geltend gemacht werden, sodass klar daraus hervorgeht, dass eine Leistung gewollt ist und sich nicht nur beschwert wird.

Bei weiteren Fragen schreiben Sie mich bitte direkt per Email an, da ich Ihnen gerne weiterhin kostenlose Nachfragen beantworte.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(3030)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 299 3178 (WhatsApp)
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89436 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ich fühle mich sehr gut beraten. Schnell, freundlich, kompetent . ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr gute Anwältin habe schon ein Anwalt der sehr gut auch sehr schnell ist. Es ist schlimm wie sehr die Eltern und nicht die Kinder in Vordergrund stehen. Will hoffen obwohl ich nicht der Vater das Kind zurück bekommen kann.der ... ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Vielen Dank ...
FRAGESTELLER