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Renovierung wider getroffene Absprachen.

20.11.2013 11:54 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Ich habe mich mit dem Vermieter der von mir als Zweitwohnung gemieteten Wohnung (40 qm) auf eine von Ihm durchzuführende Renovierung verständigt.
Vorübergehend nutze ich eine andere Wohnung des Vermieters.
Nach Beendigung der Renovierung ist mein Wiedereinzug vorgesehen.
Als Renovierung wurde u.a.eine Erneuerung der Küche, Verlegung von Parkett im Wohnraum und vor allem eine Komplettsanierung des Bades vereinbart.
Im Bad sollte u.a. ein großer Elektroboiler durch einen Durchlauferhitzer ersetzt werden und der gewonnene Platz für eine großzügige Dusche genutzt werden.
Jetzt ist dem Vermieter offensichtlich die Installation des Durchlauferhitzers untersagt worden und er hat vor 2 Tagen ohne Rücksprache den (grossen) Elektroboiler in den neben dem Bad liegenden Wohnraum verlegen lassen, an eine Stelle, an der mein Bett stand.
Ich bin damit in keiner Weise einverstanden, es ist auch unklar, wie mein Bett noch gestellt werden kann, von ästhetischen Aspekten gar nicht zu reden.
Bislang hatte ich mich mit dem Vermieter gut verstanden, alle Absprachen sind nur mündlich erfolgt.
Auf meinen telefonischen Widerspruch hat er nur geantwortet, dass alle Badinstallationen schon gekauft seien und dass es keine andere Möglichkeit gebe.
Wie soll ich mich verhalten? Schriftlicher Widerspruch per Einschreiben? Wie ist die rechtliche Situation bei nicht schriftlich fixierten Vereinbarungen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich möchte Ihre Fragen anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

Wie Sie mitteilten, haben Sie sich mit Ihrem Vermieter über die Durchführung von Renovierungsarbeiten geeinigt.

Zunächst einmal ist hier entscheidend, was zwischen Ihnen und Ihrem Vermieter bzgl. der Renovierung tatsächlich vereinbart gewesen ist.

Ob man sich auf diese getroffene Vereinbarung auch berufen kann, ist im Streitfall auch eine Frage der Beweispflicht. Alle Vereinbarungen müssen auch im Einzelnen von dem bewiesen werden, der sich auf die Vereinbarungen beruft. Somit trifft Sie hier die Beweispflicht.

Ausweislich Ihrer Ausführungen wurde hier wohl keine schriftliche Fixierung der Renovierungsvereinbarung vorgenommen.
Aus diesem Grunde können dann wohl nur anhand von Zeugen, evtl. weiteren Schriftverkehr, welcher sich auf die Vereinbarung bezieht, die Einzelheiten der Vereinbarung bewiesen werden.

Sollte nunmehr in Ihrem Wohnraum der Boiler verlegt werden, so besteht hier grundsätzlich die Möglichkeit den Mietzins zu mindern, da auf Grund der Umbauarbeiten nunmehr Ihre Wohnung nicht mehr in der ursprünglichen Form genutzt werden kann.

Im Ergebnis rate ich daher an, dem Mieter schriftlich (per Einschreiben mit Rückschein) die Lage darzustellen, dass gegen Absprachen verstoßen worden ist. Auch sollten Sie Ihren Vermieter auffordern, die Arbeiten gemäß den getroffenen Absprachen (bitte möglichst detailliert darlegen) durchzuführen.
Gleichzeitig sollten Sie ebenfalls ankündigen, dass der Mietzins angemessen gemindert wird, wenn der Boiler im Wohnzimmer angebracht werden sollte.

Ich hoffe, meine Antwort konnte Ihnen weiterhelfen. Wenn Sie noch weitere Hilfe benötigen sollten, können Sie gerne auf meine Kanzlei zurückgreifen. Eine Mandatsausführung kann selbstverständlich unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen.
Ich darf Sie bitten zu beachten, dass die von mir gegebene Auskunft auf den mir zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben beruht. Dieser Dienst soll Ihnen lediglich eine erste Einschätzung geben und den Gang zu einem Rechtsanwalt nicht ersetzen. Oft stellt sich erst dort heraus, dass ein ganz bestimmtes Detail zu einer ganz anderen rechtlichen Bewertung des Falles führt.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wendland, Rechtsanwalt


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