Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.405
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Renditezusage der Bank nicht eingehalten


| 29.07.2007 18:42 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Sicherung der Kosten für ein Altersheim hatte ich mich im November vergangenen Jahres mit Mitarbeitern einer Bank in Verbindung gesetzt. Seitens der Bank wurde ein persönlicher Anlagevorschlag erstellt, der eine Rendite -ohne Kapitalverzehr- von ca. 6,5 % aufzeigt. Anfang 2007 wurde ein größerer Betrag angelegt.

Wichtig für meine Entscheidung, mich an diesem Fond (überwiegend Rentenpapiere, geringes Risiko) zu beteiligen, war die "präsentierte" Sicherheit:
- sicherheitsorientierte Anlage
- Die Rendite-Zusage wurde mir schriftlich gegeben.
- Auf der Präsentationsfolie der Bank steht "mit Geld zurück Garantie"
- Handschriftlicher Hinweis, dass auf Antrag das Geld mündelsicher angelegt werden könne.


Im Frühjahr war erkennbar, dass der Fond die Rendite nicht erreichen wird. Seitens der Bank wurde ich vertröstet: das Problem sei bekannt, wir sollten im Sommer noch einmal zusammen kommen.

Jetzt wird mir seitens der Bank mitgeteilt, dass im 1. Hj. keine Rendite erwirtschaftet wurde und dass das Kapital bis jetzt einen Verlust von 2 % hinnehmen muss.


Nun meine Frage(n):

Habe ich einen Rechtsanspruch auf die Rendite?

Wenn ich aus dem Vertrag aussteige, habe ich dann einen Rechtsanspruch / eine Chance auf Erstattung der Kosten der Depoteröffnung, des Rendite- und Kapitalverlustes, der Bearbeitungsgebühren und einer möglichen Vertragsstrafe, da das erste Jahr nicht komplett abgewickelt wurde; in Summe ca. 10 TEUR


Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen,

vielen Dank + mfg


Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Ein entsprechender Anspruch gegen die Bank hängt davon ab, ob Ihnen die Rendite seitens der Bank garantiert wurde. Hierbei ist entscheiden, was in dem Anlageprospekt für den betreffenden Rentenfonds steht bzw. ob Ihnen dies von dem Bankmitarbeiter bei dem Beratungsgespräch zugesichert wurde. Demnach wären hier die Anlageprospekte auf eine entsprechende Garantieerklärung zu prüfen.

Nach Ihren Angaben wurde Ihnen die Renditezusage schriftlich von der Bank zugesagt, so dass ein entsprechender Anspruch besteht, auch wenn in dem betreffenden Prospekt eine solche Garantie nicht gegeben wurde.

Hierbei haben Sie Anspruch auf die betreffende Rendite nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit der Anlage. Insoweit sollten Sie vorab prüfen, für welchen Zeitraum Ihnen eine entsprechende Renditezusage gegeben wurde. Ist die Renditezusage unbefristet für jedes Jahr seitens der Bank abgegeben worden, sollten Sie die Bank schriftlich nach Ablauf des ersten Anlagejahres auf die Auszahlung der Rendite hinweisen.

Ein Anspruch auf Erstattung der Bearbeitungsgebühren und eine Vertragsstrafe besteht dann nicht.

Ein Anspruch auf Erstattung der Kosten der Depoteröffnung, des Kapitalverlustes, der Bearbeitungsgebühren und Verzugszinsen besteht bei Geltendmachung des negativen Interesse, d.h. die Bank Sie so zu stellen hat, als wäre das Anlagegeschäft nicht abgeschlossen worden.

Ich denke, dass Sie mit der Geltendmachung der vereinbarten Rendite besser fahren.

Im Ergebnis sollten Sie Ihren Anspruch auf Auszahlung der Rendite, allerdings unter Berücksichtigung der Anlagezeit bei der Bank schriftlich einfordern. Soweit die Bank hierauf nicht oder ablehnend reagiert, empfehle ich einen Kollegen vor Ort mit der weiteren Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Nachfrage vom Fragesteller 12.09.2007 | 10:52

Sehr geehrter Herr Schröter,
herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Wir hatten in der Zwischenzeit mehrfache Gespräche mit den Mitarbeitern der Bank. Die Ergebnisse sind leider nicht so berauschend:

Die ursprüngliche Renditezusage war ein schriftlicher, persönlicher "Anlagevorschlag" mit der benannten "Rendite: ca. 6,5 %" und einem monatlichen Entnahmeziel in Höhe von 800 EUR.

In den Gesprächen mit der Bank wurde zugegeben, dass das Renditeziel wegen der momentanen Wirtschaftskrise nicht erreicht werden kann und es wurde vorgeschlagen, aus der Anlage auszusteigen. Die Bank bietet einen Kulanzbetrag an, wir sollen auf alle Rechte verzichten, dürfen mit niemandem reden und müssen das Geld bei der betreffenden Bank anlegen. Verkaufs- und Neukauf-Kosten würden zu Lasten der Bank gehen.

Haben wir ein maximales Ergebnis erreicht? Gerne würden wir diese Situation mit einem Kollegen von Ihnen in/um München besprechen.

In welcher Fachrichtung sollte Ihr Kollege spezialisiert sein? Wo finden wir entsprechen Adressen von qualifizierten Anwälten?

Vielen herzlichen Dank + mit freundlichen Grüßen



Ergänzung vom Anwalt 16.09.2007 | 19:17

Sehr geehrte Ratsuchende,

aufgrund Ihrer Angaben scheint Ihre Verhandlungsposition gegenüber der Bank als sehr aussichtsreich. Insoweit sollten Sie auf die vertragliche Zusage zunächst bestehen. Hier läßt sich im Verlaufe der Verhandlung mit Unterstützung eines Kollegen ein besseres Ergebnis erzielen.

Allenfalls sollten Sie abwägen, ob Sie es auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen, da diese neben dem anfänglichen Kostenaufwand auch Zeit und Nerven investieren müssen.

Bei der Suche nach einem Kollegen sollten sich am Bank- und Börsenrecht im Speziellen und Wirtschaftsrecht im Allgemeinen orientieren.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Eine klare Aussage, vielen Dank "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60164 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Toll. vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,0/5,0
Meine Frage wurde ausreichend beantwortet, jedoch finde ich es nicht besonders hilfreich wenn man nur auf Paragraphen verweist, die zur Anwendung kommen, ohne deren Inhalt bzw. deren Auswirkung zu nennen. In meinem Fall hätte ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank an RA Fork! Kurz und präzise auf den Punkt, zügige Rückmeldung - jederzeit gerne wieder! ...
FRAGESTELLER