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Schadensersatz durch Bank?

23.08.2010 18:30 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Hallo...
Ich habe ein Problem mit meiner Sparkasse.
Seit nun ca 2Wochen habe ich auf ca 1/3 meines Gehaltes keinen Zugriff, da der Betrag als "vorgemerkt" vermerkt deklariert ist. Jedoch habe ich nichts gekauft oder so, was diesen Betrag rechtfertigen würde.

Zu meiner Situation, ich habe ein Pfändungsschutzkonto, jedoch wurde der Betrag, der über dem Freibetrag von 985€ liegt schon abgezogen, also handelt es sich bei dem "vorgemerkten Umsatz" nicht um den gepfändeten Betrag!
Da ich zur Zeit noch ein paar Schulden habe und in diesem Zusammenhang Ratenzahlungsvereinbarungen, die ich nun nicht einhalten konnte, möchte ich mich erkundigen, ob in dem Zusammenhang ein Recht auf Schadensersatz besteht?

Sehr geehrter Ratsuchender ,


vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage, die ich sehr gerne wie folgt beantworten möchte:

Zunächst ist natürlich merkwürdig, dass hier nicht erklärbar ist, weshalb ein höherer Betrag eingehalten wird,als überhaupt eingehalten werden dürfte. Hier gibt es auf den ersten Blick meines Erachtens nur zwei Möglichkeiten.

Entweder es liegt ein Fehler seitens der ausführenden Bank vor, oder es gibt einen anderen Grund, also beispielsweise eine weitere Kontopfändung.

Dieses halte ich aber für eher unwahrscheinlich, da Sie sich ja nicht erklären können, weshalb dieses Geld abgezogen wird und vor einer weiteren Kontopfändung hätte Ihnen zudem ein Pfändungsbeschluss zugestellt werden müssen,was nach Ihrer Schilderung aber offensichtlich nicht geschehen ist.

Zunächst müsste also der Sachverhalt aufgeklärt werden. Es müsste die Bank angeschrieben werden und zur Abgabe einer Erklärung darüber aufgefordert werden, wie diese erhöhte Vormerkung zu Stande kommt. Sollte die Bank keine oder nur eine ungenügende Auskunft geben, so sollten Sie einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen gegenüber der Bank beauftragen.

Sollte die Bank Ihnen gegenüber mitteilen, woran es liegt und hier beispielsweise zu Unrecht gepfändet werden, so müssten Sie gegen die Person vorgehen, welche diese Pfändung veranlasst hat.
Theoretisch könnten Sie auch einen Schadensersatzanspruch gegenüber der Bank haben.

Dieser würde sich, da Sie einen Vertrag mit der Bank haben, aus dem Gesichtspunkt der Pflichtverletzung gemäß Paragraph 280 BGB ergeben.

Voraussetzung für einen solchen Schadensersatzanspruch wäre allerdings, dass der Bank ein Verschulden vorzuwerfen ist. Dieses wäre grundsätzlich nur dann der Fall, wenn der Bank ein Fehler unterlaufen wäre, was ich ohne Kenntnis des gesamten Sachverhalts und ohne Stellungnahme der Bank leider nicht abschließend aus der Ferne im Rahmen einer Erstberatung beurteilen kann.

Sollte tatsächlich ein Verschulden der Bank vorliegen müsste ihnen zudem auch noch ein nachweisbarer wirtschaftlicher Schaden entstanden sein, für den dieser Fehler ursächlich war.

Im Endeffekt rate ich Ihnen bei dieser Sachlage dringend an, sich noch einmal mit der Bank in Verbindung zu setzen und anschließend (oder gegebenenfalls sofort) einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen gegenüber der Bank bzw. der Person, die für die Vormerkung verantwortlich ist, vorzugehen.

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagabend und einen guten Wochenstart!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Fax.0471/140244
Tel. 0471/1440241

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