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Regelmäßige Bildung & ungenutzte Auflösung von Investitionsabzugsbeträgen - Folgen?


| 21.12.2016 17:51 |
Preis: 40,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch




Guten Tag,

ich bin selbständiger Gewerbetreibender (IT-Dienstleistungen) (EÜR).

Meine Frage ist:

Welche Folgen kann die regelmäßige Bildung und später ungenutzte Auflösung ( und entsprechender Verzinsung) von Investitionsabzugsbeträgen (IAB) erfahrungsgemäß haben ?

Erhöht sich durch dieses "Verhalten" z.B. erfahrungsgemäß die Wahrscheinlichkeit einer Betriebsprüfung durch das Finanzamt ?



Einsatz editiert am 21.12.2016 23:14:46
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zuerst einmal ist festzuhalten, dass man sich damit selber im Hinblick auf die eigene Liquidität schädigt, da die Auflösung des IAB stets rückwirkend und damit rückwirkend steuererhöhend erfolgt. Aus wirtschaftlicher Sicht scheint ein solches Vorgehen daher wenig Sinn zu machen.

Angesichts der Definition einer Steuerverkürzung, die schon dann vorliegen kann, wenn eine Steuer nicht in zutreffender Höhe nicht im im richtigen Zeitpunkt festgesetzt werden kann, so könnte man bei systematischem Vorgehen möglicherweise auch an die Verwirklichung einer Ordnungswidrigkeit im Zeitpunkt der Bildung des IAB denken, da damit gerade dies - die nicht rechtzeitige Festsetzung der Steuer in zutreffender Höhe bewirkt wird. Schon aus diesem Grund wäre von so einem Vorgehen abzusehen.

Nicht zuletzt kann hierdurch auch tatsächlich eine Intensivierung der Bearbeitung der Erklärungen auf Seiten des Finanzamtes nicht ausgeschlossen werden. Eine häufigere Prüfungsintensität halte ich jedoch - schon aus Gründen des Personalmangels bei den Finanzämtern - für wenig wahrscheinlich, aber durchaus nicht ausgeschlossen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2016 | 00:38

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

Die Bildung eines IAB erfolgt bei mir immer mit einer Investitionsabsicht. Diese kann auf geplanten oder in Aussicht gestellten Kundenprojekten basieren. Kommt solch ein Projekt nicht zustande macht die Investition keinen Sinn mehr und der IAB wird ungenutzt aufgelöst. In der Regel sind die AHK < 10.000 Euro.

Da die Verzinsung im Falle der Auflösung des ungenutzen IAB 6% beträgt und die Bearbeitung der IAB im Finanzamt immer weiter vereinfacht und automatisiert wurde sehe ich hier keinen Nachteil für das Finanzamt - im Gegenteil - und somit auch keine Grundlage für eine intensivere Bearbeitung.

Natürlich wird der eine oder andere IAB tatsächlich genutzt. In den letzten Jahren haben sich jedoch zahlreiche Projekte frühzeitig zerschlagen, so dass die Investition hinfällig wurde und der IAB entsprechend aufgelöst wurde.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann haben Sie keine Erfahrungswerte, ob oder wie dies die Prüfungswahrscheinlichkeit beeinflusst.

Die Frage: "Erhöht sich durch dieses "Verhalten" z.B. erfahrungsgemäß die Wahrscheinlichkeit einer Betriebsprüfung durch das Finanzamt ?" ist damit wohl noch offen.

Mit freundlichem Gruß





Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.12.2016 | 08:00

Vor dem Hintergrund Ihrer Schilderung ist nicht mit einer Erhöhung der Betriebsprüfungsintensität zu rechnen. Den IAB gibt es erst seit 8 Jahren, Mandanten, die einen IAB bilden vermeiden idR die ungenutzte Auflösung, da hiermit unnötige Mehrkosten und -aufwände verbunde sind.

Die BP-Zyklen entsprechend den Vorstellungen der Exekutive werden allenfalls bei Konzernen eingehalten, dort aber gibt es den IAB nicht; im Bereich der KMU hat man schon Pech, wenn man alle 10 Jahre einmal geprüft wird. Tatsächlich also wird es zu Ihrer Frage im Hinblick auf Erfahrungswerte vor Ablauf von weiteren erhblichen Zeiträumen keine belastbare Antwort geben, denn dies würde voraussetzen, dass ein KMU tatsächlich häufiger geprüft würde als 2 Mal in 20 Jahren und dass diese Prüfung tatsächlich auf gebildeten und aufgelösten IABen beruht.

Bewertung des Fragestellers 22.12.2016 | 08:22


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