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Problem mit dem Exfreund: Kostenerstattung des ungenutzten Flugtickets?


14.09.2007 14:16 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Hallo!

Mein Problem ist folgendes:
Ich hatte mit jemanden eine sehr kurze Beziehung. Während der Beziehung fragte er mich, ob ich mit ihm auf seiner Dienstreise nach Barcelona mitkommen möchte. Ich müsste nur das Flugticket selbst bezahlen. Er müsste sich aber halt noch nach dem genauen Preis für das Ticket erkundigen.

Ich willigte mündlich ein, unter der Voraussetzung erst zu erfahren, wie teuer denn das Ticket nun für mich wäre und ihm dann endgültig mitzuteilen, ob ich nun mitkomme oder nicht.

1 ½ Monate vor der Reise haben wir uns getrennt. Da kannte ich aber auch den genauen Flugticketbetrag noch nicht.
Er hat sich vor der Reise nicht weiter bei mir gemeldet, also dachte ich, die Sache wäre abgegessen und er konnte das Ticket noch stornieren.

Ca. einen Monat nach seiner Reise meldete er sich dann bei mir, um das Geld für das Flugticket einzufordern. Er konnte es wohl nicht mehr stornieren, da es ein Billigflieger war.
Ich habe mich bisher geweigert zu zahlen, da ich der Meinung bin, er hätte sich vor der Reise melden können, um Geld gegen Ticket zu tauschen.
Ich habe damals nichts unterschrieben und auch noch nie eine Rechnung geschweige denn das Ticket gesehen.

Am 13.09. nun habe ich Post von seiner Rechtsanwältin bekommen (mit beiliegender Flugticketrechnung), die mich jetzt auffordert, das Geld zu bezahlen (ca. 220 Euro) + die Kosten für ihre Beauftragung. Wenn ich nicht zahle wird sie meinem Ex raten, den Rechtsweg zu beschreiten.

Meine Fragen nun:
1. Was kann ich tun? Ich habe keine Rechtschutzversicherung. Habe ich da alleine eine Chance, wenn er den Rechtsweg wählt?
2. Ist die Forderung der Rechtsanwältin rechtens, dass ich ihre Gebühren zahlen soll?
Sehr geehrte Fragestellerin,

nach Ihrer Schilderung haben Sie Ihrem damaigen Freund signalisiert, er solle für Sie den Flug abhängig von den Kosten buchen, also erst, wenn er Ihnen die Kosten hierfür mitgeteilt und Sie dann den Ticketkauf bestätigt hätten. Hierzu ist es nicht gekommen. Sie haben damit keinen Auftrag zum Kauf des Tickets erteilt und müssen deshalb auch keine Kosten übernehmen.

Die Honorarforderung der Rechtsanwältin ist dann berechtigt, wenn Sie mit der Bezahlung einer fälligen Forderung im Verzug wären, dies ist nach Ihrer Schilderung jedoch nicht der Fall.

Die Beweislast für das Bestehen des geltend gemachten Anspruchs trägt Ihr Ex-Freund. Achten Sie also darauf, dass Sie Ihre (schriftlichen) Worte mit Bedacht wählen, um Ihre Rechtsposition nicht zu verschlechtern.

Ich hoffe meine Antwort kann Ihnen zu einer ersten Orientierung dienen. Sie ersetzt nicht die persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt, weil bei Überprüfung des Sachverhaltes, insbesondere anhand der zu prüfenden Unterlagen sich Umstände ergeben, können die zu einer abweichenden Beurteilung führen.


Mit freundlichen Grüßen

Oliver Martin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.09.2007 | 19:03

Vielen Dank für die rasche Beantwortung.

Können Sie mir abschließend noch konkrete Paragraphen nennen, auf die ich mich eventuell stützen kann?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.09.2007 | 09:15

Sehr geehrter Fragesteller,

der Anspruchssteller muss sich auf eine Norm berufen, weil der eine Anspruchsgrundlage benötigt. In Betracht käme z.B. 670 BGB, da aber wie von Ihnen geschildert kein Auftrag, auch kein mutmaßlicher Auftrag vorlag, sondern Sie einen solchen von einer Bedingung abhängig gemacht haben, scheidet ein Anspruch auf Aufwendungsersatz mE aus.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Martin
Rechtsanwalt

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