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Privatverkauf Wohnwagen, Käufer will Wohnwagen zurückgeben.

| 11.07.2015 19:21 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Zusammenfassung: Ausschluss der Sachmängelhaftung und Beschaffenheitsgarantie.

Ich habe einen Wohnwagen mit den ADAC Mustervertrag privat verkauft. Nun möchte der Käufer den Vertrag rückabwickeln, weil der Wohnwagen angeblich Feuchtigkeit/Schimmel im Boden hat. Mir waren diese Mängel nicht bekannt und der Käufer hatte auch alle Zeit der Welt den WW zu inspizieren.
Im Vertrag steht, dass unter Ausschluss von Sachmängelhaftung verkauft wird. Zitat: Der Caravan wird unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft. Dieser Ausschluss gilt nicht für Schadensersatzansprüche aus Sachmängelhaftung, die auf einer grob fahrlässigen oder vorsätzlichen Verletzung von Pflichten des Verkäufers oder seines Erfüllungsgehilfen
beruhen sowie bei der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.

Weiter unten steht aber:
1. Der Verkäufer garantiert: ...
dass der Wohnanhänger in der Zeit, in der er sein Eigentum war, keinen Wasser/
Feuchtigkeitsschaden erlitten hat.

Ich möchte den Wohnwagen nicht zurücknehmen. Was kann jetzt passieren?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Durch die Formulierung unter 1. haben Sie keine Beschaffenheitsgarantie übernommen. Der Käufer kann nicht nach § 434 BGB einen Mangel geltend machen. Die reine Aussage das kein Feuchtigkeitsschaden vorlag, während Sie den WW in Besitz haben ist eine Wissensangabe und keine Garantie einer Beschaffenheit. So sieht es auch die Rechtsprechung (Bundesgerichtshof vom 2.11.2010 AZ: VIII ZR 287/09 ).

Sie können sich grundsätzlich auf den Ausschluss der Gewährleistung berufen. Der Käufer müsste schon nachweisen, dass Sie vorsätzlich gehandelt haben, also Arglist nach § 444 BGB .

Sie sollten die Ansprüche zurückweisen.
Natürlich kann der Käufer versuchen nachzuweisen, dass der Schaden schon älter sein muss, dass halte ich aber für schwierig, zumal dann Ihre Kenntnis hinzukommen müsste.

Mein Rat ist abwarten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht


Bewertung des Fragestellers 11.07.2015 | 22:10

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