Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
481.943
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Privatverkäufer


08.10.2008 17:13 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Sehr geehrte Damen und Herren,
bereits vor mehr als einem Jahr habe ich ein neues Seniorenhandy bei Ebay versteigert, welches von einer Seniorin, für die ich das besorgt habe, nicht genutzt wurde. Als Privatverkäufer wies ich darauf hin, dass ich kein Umtausch- und Rückgaberecht einräume, wozu sich doch m. E. der Käufer/Bieter bereit erklärt, in dem er das Gebot abgibt. Alles ging erstmal reibungslos über die Bühne, ich bekam auch schnellstens eine positive Bewertung und der Fall schien abgeschlossen zu sein. Ein paar Tage später kam vom Käufer eine Mail mit dem Hinweis, dass das Handy nicht funktionieren würde. Er bat mich um Rückerstattung des Betrages. Daraufhin wollte ich zum einen wissen, was genau nicht funktioniere, zum anderen wies ich ihn auf das fehlende Umtausch- und Rückgaberecht hin. Dann schrieben mich die Eltern des Käufers an und drohten mir direkt mit der Einschaltung eines Anwaltes. Da ich mich im Recht wähnte und mittlerweile auch davon ausging, dass dem Käufer das Handy kaputt gegangen ist, reagierte ich erst, als ich von einem Rechtspfleger angeschrieben wurde. Dem habe ich den Vorgang wahrheitsgemäß geschildert, woraufhin ich in Kenntnis gesetzt wurde, dass kein Handlungsbedarf besteht. Irgendwann kam eine Rechnung und Aufforderung eines Anwalts, welche ich - dummerweise - erstmal ignorierte. Aus der Verkaufssumme von 80 Euro wurden nun 380 Euro, die mittels eines Gerichtsvollziehers eingezogen werden sollen. Die Hälfte habe ich bereits gezahlt und die Anwälte gebeten, die Rücksendung des Handys zu veranlassen, bevor ich den REstbetrag überweise. WAs kann ich denn nun tun? Ist der Käufer im Recht? Muss ich mir das alles gefallen lassen? Ich vermute eine Schurkerei dahinter und nehme sogar an, dass die Eltern des Käufers mit den Anwälten befreundet sind. Die Anwälte haben mich übrigens informiert, dass das Handy erst nach Zahlung der Gesamtsumme herausgegeben wird. Was ist denn, wenn der Käufer das Handy kaputt gemacht hat oder es beim Versand zu Schaden kam? Ich wäre für eine schnelle Bearbeitung sehr dankbar. Gruß aus Bonn.
PS: Die Auktions-Nr. weiß ich leider nicht.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Als Privatverkäufer waren Sie berechtigt, einen Gewährleistungsausschluss vorzunehmen, welchem der Käufer durch Abgabe des Gebotes zugestimmt hat.

Ausweislich Ihrer Schilderungen ist kein Anhaltspunkt erkennbar, welcher Sie zur Rücknahme verpflichtet, zumal Sie den Käufer nicht arglistig über die Funktionsfähigkeit des Handys getäuscht haben.

Jedoch ist bei der Androhung der Forderungsbeitreibung durch einen Gerichtsvollzieher davon auszugehen, dass bereits ein vollstreckungsfähiger Titel, welcher durch die Ignoranz der bei Ihnen eingegangenen Schreiben im Wege des Mahnverfahrens ergangen sein könnte, vorliegt. Sollte dies der Fall sein, können Sie keine Einwendungen mehr gegen die Forderung geltend machen.

Zwar ist das Handy Zug-um-Zug gegen Herausgabe des Kaufpreises herauszugeben, könnte aber bis zur Vollständigen Zahlung hinterlegt werden.

---
Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60519 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
3,6/5,0
Ich bezweifle die Richtigkeit resp. Vollständigkeit der Antwort. Konkrete Verweise auf Steuergesetze fehlen. Damit werde ich kaum weiter kommen beim Finanzamt. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Rechtsanwalt konnte deutlich mehr Klarheit in einen rechtlich fuer mich schwer einzuschaetzenden Sachverhalt bringen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Obwohl das Ergebnis für den Betroffenen(den ich berate) niederschmetternd ist, hat mich der Anwalt schnell und gut beraten. MFG ...
FRAGESTELLER