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Haftungspflicht bei Privatverkäufen im Internet

19.02.2013 11:56 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


12:57
Guten Tag,

ich habe auf einer bekannten Internet-Auktionsplattform ein Metallsuchgerät ersteigert.
Der Privatverkäufer hat dem Gerät in seinem Angebot sofortige Einsatzbereitschaft zugesichert und Haftung und Rücknahme abgelehnt.
Ich habe das Gerät erhalten und zweifelsfrei feststellen können, dass es defekt ist.
Später habe ich bei meinen Recherchen zusätzlich festgestellt, dass der Verkäufer die Angebotsbeschreibung samt Fehlern aus einem früheren, beendeten Angebot eines anderen Verkäufers einfach kopiert hat.
Der Verkäufer lehnt die Rücknahme mit der Begründung Privatverkauf ab.
Der Kaufpreis betrug 265,- Euro, die von mir per Überweisung (kein Paypal) bezahlt wurden.
Welche Möglichkeiten habe ich nach neuem Recht, mein Geld zurückzubekommen?
Danke!
19.02.2013 | 12:27

Antwort

von


(1942)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Wenn der Verkäufer in der Artikelbeschreibung sofortige Einsatzbereitschaft zugesichert hat, liegt eine so genannte Beschaffenheitsvereinbarung vor. Ein Haftungsausschluss gilt aber grundsätzlich nicht für das Fehlen der vereinbarten Beschaffenheit im Sinne des § 434 I 1 BGB ((vgl. BGH, Urteil vom 29.11.2006 - VIII ZR 92/06 ).

Wenn die Ware bereits bei Versendung durch den Verkäufer defekt war, können Sie von dem Verkäufer unter Fristsetzung (14 Tage) Nacherfüllung gemäß § 439 BGB verlangen. Läuft diese Frist fruchtlos ab oder verweigert der Verkäufer die Reparatur bzw. Lieferung eines funktionierenden Gerätes (oder schlägt die Reparatur fehl), können Sie vom Kaufvertrag zurücktreten und den Kaufpreis gegen Rückgabe des defekten Gerätes zurückverlangen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Rückfrage vom Fragesteller 11.03.2013 | 12:26

Ich habe dem Verkäufer genügend Zeit gelassen, den ersteigerten Artikel zurückzunehmen oder zu reparieren. Dieser lehnt das mit der Begründung ab, der Metalldetektor habe vor dem Versand funktioniert.
Während der email- Kommunikation mit dem Verkäufer traten weitere Widersprüche auf, die belegen, dass der Verkäufer die tatsächliche Funktionsweise des Gerätes nicht kennt. Auch die im (kopierten) Angebot enthaltene Bedienungsanleitung war nicht dabei.

Wie stehen meine Chancen, mein Geld zurückzubekommen, wenn der VK behauptet, dass Gerät sei vor dem Versand funktionstüchtig gewesen?

Vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.03.2013 | 12:57

Die Beweislast dafür, dass das Gerät bereits vor dem Versand mangelhaft war, liegt leider bei Ihnen, sodass bei einer Klage durchaus ein Prozessrisiko für Sie besteht. Ggf. müsste diese Frage dann gutachterlich geprüft werden. Wie dieses Gutachten ausfallen würde, kann ich natürlich nicht vorhersagen, sodass die Chancen nicht sicher eingeschätzt werden können. Sie sollten den Verkäufer aber noch zur Lieferung der versprochenen Bedienungsanleitung auffordern. Kann er diese nicht liefern, kann zumindest eine Minderung geltend gemacht werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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