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Pauschalierung der Fahrtkosten bei Selbstständigkeit vom FA abgelehnt


20.03.2017 12:03 |
Preis: 30,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Pauschaler Fahrtkostenansatz bei einem Selbständigen


Guten Tag, 

seit Mai 2013 bin ich als freie Texterin und Journalistin selbstständig und habe ab der ESt-Erklärung 2013 meine Fahrtkosten immer pauschaliert (30 Ct. pro gefahrenem Kilometer) geltend gemacht. Für 2013 wurde dies auch ohne Beanstandungen vom FA akzeptiert.

Nach einem FA-internen Wechsel der Zuständigkeiten hat das "neue" FA (selbes Bundesland, selbe Region) für 2014 die pauschalierte Abrechnung nicht mehr akzeptiert und die so geltend gemachten Fahrtkosten komplett gestrichen. Es handelt sich um einen relativ hohen Betrag, da ich 2014, also in der Anfangsphase meiner Selbstständigkeit, zur Kundenanwerbung sehr häufig und auch längere Strecken, bspw. zu Veranstaltungsprojekten, gefahren bin (insgesamt ca. 20.000 km). Eine exakte Auflistung habe ich geführt und diese hat das FA auch erhalten. 

Statt der Pauschalierung forderte das FA Belege für die tatsächlich entstandenen Kosten ein, u.a. mit der Begründung, ich könne die Pauschale nicht nutzen, da "der Ansatz pauschaler Kilometersätze nur für private Beförderungsmittel zulässig ist". Tatsächlich ist es so, dass ich kein EIGENES Fahrzeug besitze, sondern Fahrzeuge aus dem Familien- und Bekanntenkreis nutze, vorwiegend das meines Vaters. Diese Fahrzeuge sind allesamt Privatfahrzeuge, insofern ist diese Voraussetzung erfüllt. Ich kann nirgendwo in der Gesetzgebung finden, dass ich die Pauschale nur dann geltend machen kann, wenn ich auch Eigentümer des Privatfahrzeuges bin. Mein Einspruch wurde abgelehnt und ich stehe vor der Entscheidung, ob ich Klage führen möchte oder nicht, was für mich aufgrund stark eingebrochener Einnahmen eine recht schwierige Enstcheidung ist und ohne Prozesskostenbeihilfe wohl auch kaum umsetzbar sein wird. Ich kann mir keinerlei Reim darauf machen, warum ausgerechnet bei mir die Pauschalierung nicht zulässig sein soll. Welche Gründe gibt es, dass das FA die in vielen Erlassen (siehe Neuregelung der steuerrechtlichen Behandlung von Reisekosten ab 2014 in Form der BMF-Erlasse vom 24.10.2014 und insbesondere vom 23.12.2014 analog für Selbstständige) klar dargelegte Regelung zur Fahrtkostenpauschalierung ignoriert und mir eben deren Anwendung verweigert?

Vielen Dank für Ihre Einschätzung
20.03.2017 | 17:28

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Entscheidend ist nicht die Frage, ob der Eigentümer des Fahrzeuges eine Privatperson ist, sondern ob das Fahrzeug als Privatvermögen - und nicht als notwendiges/gewillkürtes Betriebsvermögen- einzuordnen ist.

Ist letzteres der Fall, wäre ein Pauschalbetragansatz nicht möglich, sondern nur die tatsächlichen Kosten und Aufwendungen könnten angesetzt werden. Der Nachweis würde über die Vorlage der Belege (tatsächliche Kosten) stattfinden.

Aufgrund der Formulierung der von Ihnen zitierten Textpassagen gehe ich davon aus, dass das FA das Fahrzeug als notwendiges Betriebsvermögen (BV) eingeordnet hat. Dies wäre auch richtig, wenn es sich um Ihr privates Fahrzeug gehandelt hätte, dessen berufliche Nutzung 50% überschritten hätte. Kann es sein, dass es dem FA nicht bekannt war, dass es sich um einen Fremd-PKW handelte? Haben Sie dies in Ihrer Einspruchsbegründung dargelegt?


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Falk-Christian Barzik, Diplom-Finanzwirt (FH)

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