Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Falsche Angaben bei den Fahrtkosten. Konsequenzen?

| 10.12.2018 19:15 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.


Guten Tag,

welche Rechtlichen Konsequenzen hat es wenn Jemand beim Finanzamt in der Steuererklärung weiterhin
den Weg zur Arbeit angegeben hat obwohl er nach einer Betriebsbedingten Kündigung Freigestellt war bzw.
dann Arbeitslos geworden ist.
Konkret geht es um einen Zeitraum von ca. 3 Monaten und einer täglichen
Kilometerleistung von ca. 200 Km / 5 Tage die Woche.

Mit was für Konsequenzen muss Derjenige rechnen?
Rückzahlung/Anzeige?

Vielen Dank im voraus für die Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Aus rechtlicher Sicht handelt es sich bei dem beschriebenen Verhalten um eine Steuerhinterziehung nach § 370 AO.

§ 370 AO stellt u. a. folgende Tatvariante unter Strafe:

"Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer ... den Finanzbehörden oder anderen Behörden über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben macht und dadurch Steuern verkürzt oder für sich oder einen anderen nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt."

Durch die Falschangabe an vermeintlich zurückgelegten Kilometern zur Einkommenserzielung erhöhen Sie Ihre Werbungskosten und mindern so die steuerliche Bemessungsgrundlage. Hierdurch "verkürzen" Sie die normalerweise entstehende Steuer.

Bei einer Berücksichtigung von ca. 200 Kilometer die Woche für 12 Wochen a 0,30 Kilometerpauschale ergibt sich ein Minderungsbetrag von ca. 720 Euro.

Sofern die Finanzbehörde von den tatsächlichen Umständen Kenntnis erlangt wird diese ein Strafverfahren einleiten. Aufgrund des benannten Minderungsbetrags dürfte mit einer Nachzahlung und einer Geldstrafe zu rechnen sein. Die Geldstrafe richtet sich nach Ihren Einkommensverhältnissen und wird in Tagessätzen bemessen (kann in Ihrem Fall zwischen 1.000 - 5.000 Euro liegen). Die konkrete Entscheidung liegt letztlich bei der Behörde und dem zuständigen Sachbearbeiter.

Alternativ könnten Sie der Finanzbehörde zuvor kommen und die Wegangaben als "Versehen" korrigieren. Die Behörde setzt dann die Steuer für diese Zeitraum neu fest.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Sofern ich Ihre Frage zufriedenstellend beantworten konnte, würde ich mich über die Abgabe einer vollen 5-Sterne-Bewertung freuen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 12.12.2018 | 21:47

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnelle und gut erklärte Antwort, ich war sehr zufrieden. "
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen