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Österr. Führerschein / deutscher Führerschein

01.07.2008 13:49 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Es geht um einen deutschen Führerschein, Klasse A (Motorrad).

Die Fakten: Ich bin Österreicher und 1987 nach Deutschland eingereist. Ich bin im Besitz der österr. Fahrerlaubnis der Klassen A (Motorrad) und B (Auto).

In 1987 habe ich den FS für Deutschland umschreiben lassen und bin jetzt im Besitz der Klasse 3 - PKW. Die Motorrad-Erlaubnis wurde damals vom Sachbearbeiter in Wiesbaden nicht umgeschrieben, da ich die damals geforderte Praxis nicht nachweisen konnte.
Das Motorrad war auf meinen Vater zugelassen

Ich habe mich vor ca. 1/2 Jahr bei der zuständigen FS-Stelle in Bingen/Oppenheim erkundigt, ob es im Rahmen der EU eine Möglichkeit gibt, JETZT auch die Erlaubnis der Klasse A für den deutschen FS zu erhalten.

Die FS-Stelle sieht hier keine Probleme, mit einer Ausnahme - das Umschreiben geht nur innerhalb einer 2-Jahres-Frist und die ist natürlich 1989 abgelaufen. So, wie die Aussage der FS-Stelle ist, hat damals der Kollege aus Wiesbaden wohl einen Fehler gemacht, der aber jetzt nicht mehr zu korrigieren wäre.

Es wurde mir empfohlen den FS der Klasse A einfach nochmal zu machen, obwohl ich eine weltweit gültige Fahrerlaubnis - mit Ausnahme von Deutschland - zum Führen eines Motorrades habe.

Nach Kalkulation der Kosten für die unnötige FS-Prüfung, die zwischen 500 und 1.000 Euro liegen, möchte ich von Ihnen wissen, ob Sie Möglichkeiten sehen, dass mein österr. gültiger FS doch noch vollständig umgeschrieben bzw. in einen EU-FS der Klassen A und B umgewandelt werden kann, ohne dass ich nochmal eine FS-Prüfung für die Klasse A ablegen muss?

Ich könnte natürlich meinen Haupt-Wohnsitz kurzfristig nach Österreich verlagern und dann dort den EU-FS beantragen. Dieses wollte ich allerdings vermeiden, wenn es auch in Deutschland die Möglichkeit hierfür gäbe.

Mit besten Dank für eine hoffentlich positive Antwort.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Der Antrag auf Erteilung einer deutschen Fahrerlaubnis bestimmt sich nach § 30 Fahrerlaubnisverordnung (FeV) (sh. Anhang). Die Entscheidung/Antwort der Führerscheinstelle ist dann korrekt, wenn nach Begründung des ordentlichen Wohnsitzes in der Bundesrepublik Deutschland die Fahrerlaubnis abgelaufen ist (§ 30 Abs. 2 S. 1 FeV). Sollte diese nicht der Fall sein, dann müsste Ihnen die Fahrerlaubnis für Deutschland gem. § 30 Abs. 1 FeV erteilt werden.

Ob die Antwort der Mitarbeiterin im Jahr 1987 falsch war, bestimmt sich nach den damals gültigen Gesetzen, die derzeit gültige FeV ist erst seit 1999 in dieser Fassung in Kraft getreten.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel. für Rechtsberatung: 0 90 01277 59 1 (2,59 €/Min., Mobilfunk kann abweichen)
Tel.: 0351 2699394
Fax: 0351 2699395
E-Mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de
www.scheidung-deutschlandweit.de



Anhang


§ 30 Erteilung einer Fahrerlaubnis an Inhaber einer Fahrerlaubnis aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum

(1) Beantragt der Inhaber einer EU- oder EWR-Fahrerlaubnis, die zum Führen von Kraftfahrzeugen im Inland berechtigt oder berechtigt hat, die Erteilung einer Fahrerlaubnis für die entsprechende Klasse von Kraftfahrzeugen, sind folgende Vorschriften nicht anzuwenden:
1.
§ 11 Abs. 9 über die ärztliche Untersuchung und § 12 Abs. 6 über die Untersuchung des Sehvermögens, es sei denn, daß in entsprechender Anwendung der Regelungen in den §§ 23 und 24 eine Untersuchung erforderlich ist,
2.
§ 12 Abs. 2 über den Sehtest,
3.
§ 15 über die Befähigungsprüfung,
4.
§ 19 über die Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen und die Ausbildung in Erster Hilfe,
5.
die Vorschriften über die Ausbildung.
Ist die ausländische Fahrerlaubnis auf das Führen von Kraftfahrzeugen mit automatischer Kraftübertragung beschränkt, ist die Fahrerlaubnis auf das Führen von Kraftfahrzeugen mit automatischer Kraftübertragung zu beschränken. § 17 Abs. 6 Satz 2 ist entsprechend anzuwenden.
(2) 1Läuft die Geltungsdauer einer EU- oder EWR-Fahrerlaubnis der Klassen A, B oder BE oder einer Unterklasse dieser Klassen, die zum Führen von Kraftfahrzeugen im Inland berechtigt hat, nach Begründung des ordentlichen Wohnsitzes in der Bundesrepublik Deutschland ab und sind bis zum Tag der Antragstellung nicht mehr als zwei Jahre verstrichen, findet Absatz 1 entsprechend Anwendung; handelt es sich um eine Fahrerlaubnis der Klassen C oder D oder einer Unter- oder Anhängerklasse, wird die deutsche Fahrerlaubnis in entsprechender Anwendung von § 24 Abs. 2 erteilt. Satz 1 findet auch Anwendung, wenn die Geltungsdauer bereits vor Begründung des ordentlichen Wohnsitzes abgelaufen ist. In diesem Fall hat die Fahrerlaubnisbehörde jedoch eine Auskunft nach § 22 Abs. 2 Satz 3 einzuholen, die sich auch darauf erstreckt, warum die Fahrerlaubnis nicht vor der Verlegung des ordentlichen Wohnsitzes in die Bundesrepublik Deutschland verlängert worden ist. 2Sind bis zum Tag der Antragstellung mehr als zwei Jahre verstrichen, finden nur die Vorschriften über die Ausbildung keine Anwendung.
(3) 1Der Führerschein ist nur gegen Abgabe des ausländischen Führerscheins auszuhändigen. 2Außerdem hat der Antragsteller sämtliche weitere Führerscheine abzuliefern, soweit sie sich auf die EU- oder EWR-Fahrerlaubnis beziehen, die Grundlage der Erteilung der entsprechenden deutschen Fahrerlaubnis ist. 3Die Fahrerlaubnisbehörde sendet die Führerscheine unter Angabe der Gründe über das Kraftfahrt-Bundesamt an die Behörde zurück, die sie jeweils ausgestellt hatte.
(4) Auf dem Führerschein ist in Feld 10 der Tag zu vermerken, an dem die ausländische Fahrerlaubnis für die betreffende Klasse erteilt worden war.
(5) Absatz 3 gilt nicht für entsandte Mitglieder fremder diplomatischer Missionen im Sinne des Artikels 1 Buchstabe b des Wiener Übereinkommens vom 18. April 1961 über diplomatische Beziehungen (BGBl. 1964 II S. 957) in der jeweils geltenden Fassung und entsandte Mitglieder berufskonsularischer Vertretungen im Sinne des Artikels 1 Abs. 1 Buchstabe g des Wiener Übereinkommens vom 24. April 1963 über konsularische Beziehungen (BGBl. 1969 II S. 1585) in der jeweils geltenden Fassung sowie die zu ihrem Haushalt gehörenden Familienmitglieder.



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