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Neue Küche in Genossenschaftswohnung

| 30.10.2013 09:15 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Kauf einer neuer Küche durch Mieter/Genossenschaftsmitglied bei Mängeln der alten Küche

Guten Tag,
ich habe eine Wohnung mit Küchenteilen und Herd gemietet. Diese Küche stammt aus dem Jahre 1977 (Stempel auf der Küche). Mir wurde gesagt, dass ich eine neue Küche auf meine Kosten einbauen kann, die alten Küchenteile stellt der Hausmeister in einen separaten Raum. Als wir die Teile rausbauten, entdeckten wir den Altersstempel und auch, das überall schon Wasser in die Spanplatten eingedrungen war. Der Herd war auch nicht zu gebrauchen (Heizspirale rausgebrochen). Der Hausmeister sagte, dass sie nur noch auf den Müll wandert und so hat der auch der Genossenschaft weiter gegeben.
Bevor das alles passiert ist, habe ich schon eine Küche planen lassen und gekauft. Ich habe vom Elektiker neue Leitungen einziehen lassen um auf den neusten Stand der Technik zurückgreifen zu können. Spülmaschine, Einbaukühlschrank, Induktionsherd. Die Küche hat einen Wert von ca. 5.000,00 €.

Die Wohnungsbaugenossenschaft bat mich um die Rechnungen und fragt mich nun, was ich mir vorgestellt habe, welche Summe ich haben möchte. Können Sie mir sagen, was ich angeben soll?

Müssten die nicht die kompl. Küche übernehmen? Und muss ich dann mit einer Mieterhöhung rechen? Aber eigentlich nicht, da ich ja bereits für eine Küche bezahle.

M.f.G



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1.
In der Tat muss hier gesagt werden, dass die alte Küche mangelbehaftet ist und daher erneuert hätte werden müssen.

Hier ist ja wohl auch unstreitig, dass die Küche so nicht mehr hätte verwendet werden können bzw. nicht mehr repariert werden kann.

Daraus können Sie Gewährleistungsrechte ableiten.

Da jetzt natürlich schon die neue Küche bestellt ist, müsste man auch sagen, dass wenn gar keine Reparatur möglich gewesen war - in Bezug auf die alte Küche - dann der Vermieter/die Genossenschaft (da gibt es hier in diesem Punkt keinen Unterschied zum Mietrecht - vorbehaltlich - mir nicht bekannter - Genossenschaftsregelungen) eine neue Küche zu zahlen hat.

Allerdings hat der Vermieter/die Genossenschaft keine Verbesserung des damaligen Küchenzustands bzw. der technischen Geräte zu leisten.

Etwaige Wertvorteile haben Sie sich also nach dem Prinzip - Abzug neu für alt - anrechnen zu lassen, was ich aus der Ferne leider nicht berechnen kann - vielen Dank für Ihr Verständnis.

Das heißt, Sie werden die 5.000,- € nicht in Gänze ersetzt bekommen, aber nach meiner vorsichtigen, überschlägigen Schätzung mindestens doch 3.500,- €.

Damit würde ich in die Verhandlungen mit der Vermieterseite gehen.

2.
Eine Mieterhöhung dürfte schon deswegen aller Voraussicht nach ausscheiden, da

- der Vermieter keine bessere, technisch höherwertige Küche zu leisten hat;

- der oben erwähnte Abzug neu für alt zu machen ist und

- Sie ja selbst den überschießenden Betrag (s. mein obiges Bsp. 1.500,- € höchstens) selbst zahlen würden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.10.2013 | 09:53

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