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Muss Automobilclub für Zusatzkosten bei selbstverschuldeter Kostenvorlage aufkommen?


| 17.07.2005 10:32 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 25.6. habe ich mich über das Internet beim ACE (Auto Club Europa) als Mitglied angemeldet. Im Anschluss an die Anmeldung wurde mir die Mitgliedschaft ab dem darauffolgenden Tag (ab dem 26.6.) bestätigt.

Am 29.6. hatte ich dann bereits eine Reifenpanne mit meinem Motorrad. Ein Anruf bei der ACE-Hotline ergab, dass ich in der EDV (obwohl 3 Tage vergangen waren) noch nicht als Mitglied eingetragen war. Der Service-Mitarbeiter teilte mir mit, dass ich in Kostenvorlage treten muss.

Folgende Kosten sind mir entstanden, die der ACE nach Einsendung der Quittungen übernommen hat:

150 € Abschleppkosten
19,70 € Taxifahrten
12,70 € Bahnfahrten
---------------------
Gesamt: 182,20 Euro

Folgende Kosten sind mir entstanden, die durch eine ordnungsgemäße und rechtzeitige Speicherung meiner Mitgliedsdaten beim ACE nicht angefallen wären. Auf diesen Kosten soll ich sitzen bleiben. Der ACE weigert sich diese zu übernehmen:

4,25 € Automatengebühr für das Abheben von 150 € für den Abschlepper. Ein Automat meiner Bank war an der Raststätte (wo ich die Panne hatte) nicht zu finden.
Ürsprünglich hieß es, der Abschlepper können mich zum Bahnhof bringen. Die Zusage wurde nicht eingehalten. Darum musste ich weiteres Geld an einem fremden Automaten für ein Taxi abheben. Dadurch fielen weitere 4,25 € an.
Zuerst hieß es, ich könne die Quittungen eingescannt per E-Mail schicken. Dann sollte ich diese aber doch per Post schicken. Das Versenden per Post kostete weitere 2,15 €.
Insgesamt habe ich ca. 1,5 Stunden für die Regulierung meiner Forderungen investieren müssen (Einscannen der Quittungen, Anstehen bei der Post, Schilderung des Vorgangs per E-Mail, etc.). Dafür möchte ich eine Aufwandsentschädigung über 15 € ansetzen, da dieser Aufwand auch nur aufgrund des Versäumnisses des ACE entstanden ist.

Der ACE weigert sich diese "Zusatzkosten" zu übernehmen. Warum soll ich auf Kosten sitzen bleiben, die der ACE zu verschulden hat. Der ACE schreibt nur: "Eine Erstattung der von Ihnen uns in Rechnung gestellten Kosten ist nicht möglich, da dieser Art von Kosten keinem Leistungspunkt des ACE-Euromobilschutz zugeordnet werden können."

Sehr geehrte Rechtsanwälte, muss der ACE für diese Kosten aufkommen oder nicht? Und wer muss die entstehenden Kosten einer Rechtsvertretung tragen (z.B. auch die Kosten dieses Forenbeitrages)?

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe und freundliche Grüße

RTM80
17.07.2005 | 10:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der mir mitgeteilten Informationen gerne beantworten möchte.

Ich kann Ihren Unmut verstehen, denn die Nichterstattung der offenen Posten trotz des eindeutigen Fehlers des ACE ist natürlich völlig inakzeptabel!

Generell haben Sie aufgrund der Pflichtverletzung der ACE einen Anspruch auf Schadensersatz. Auf den ACE-Euromobilschutz kommt es nicht an. Danach haben Sie so gestellt zu werden, wie sie stünden, wenn das schädigende Ereignis nicht eingetroffen wäre. Dann wären auf jeden Fall die Automatengebühren nicht angefallen (soweit Sie im Taxi nicht mit der Karte zahlen konnten).

Auch eine angemessen Aufwandsentschädigung von bis zu 25,-- € ist ersatzfähig, dann wären aber auch die Portokosten mit abgegolten. Da ersichtlich Verzug des ACE vorliegt, sind auch die Rechtsanwaltskosten erstattungsfähig.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-
www.anwaltskanzlei-hellmann.de


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 01.08.2005 | 11:20

Sehr geehrter Herr Hellmann,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!
Ich habe noch eine Bitte: Könnten Sie Ihre Antwort noch mit den entsprechenden Paragraphen untermauern?

Herzlichen Dank und freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.08.2005 | 11:34

Gerne doch:

§ 249 BGB - woraus sich eine Schadenseratzpflicht dem Grunde nach wegen der Vertragsverlöetzung ergibt.

§ 249 BGB - daraus ergibt sich der Grundsatz der Naturalrestitution (so gestellt zu werden als sei das schädigende Ereignis nicht eingetreten).

Tipp: Behalten Sie doch den betreffenden Betrag einfach bei der Rechnung ein und schieben so den schwarzen Peter zum ACE (Stichwort: Kosten und Aufwand der Rechtsverfolgung)

RA Hellmann

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"Meiner Meinung nach sollte bereits die Hauptantwort mit den entsprechenden Paragraphen untermauert werden. Positiv ist die sehr schnelle Antwortzeit und die freundliche Schreibweise von Herrn Hellmann! "
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3/5.0

Meiner Meinung nach sollte bereits die Hauptantwort mit den entsprechenden Paragraphen untermauert werden. Positiv ist die sehr schnelle Antwortzeit und die freundliche Schreibweise von Herrn Hellmann!


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