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Mündl. Pachtvertrag der nie ausgesprochen wurde ?


| 29.09.2005 17:28 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Hallo,
meine Mutter bekam heute ein Anwaltschreiben eines Bauern aus unserem Dorf. Darin heißt es, mein verstorbener Vater hätte im Jahr 2000 einen mündl. Pachtvertrag mit besagtem Bauern geschlossen, welcher nun auf meine Mutter übergeht.
Zu Lebzeiten bestätigte mir mein Vater, daß es nie einen solchen Pachtvertrag gab, sondern des Bauern Schafe lediglich geduldet wurde. Es wurde auch nie ein Pachtzins vereinbart oder bezahlt. Nach dem Tod meines Vaters im letzten Jahr haben wir diesem Bauern erlaubt seine Schafe nur noch zum Beginn des Winters 2004 auf der Wiese weiden zu lassen, um sie danach für immer zu entfernen. In der Zwischenzeit ist die Wiese an einen Pferdewirt gegen Zins verpachtet worden. Das ging bis zum heutigen Anwaltschreiben für die Dauer eines halben Jahres gut. Der neue Pächter fand auf der Wiese auf einmal einen gesteckten Schafzaun vor und entfernte diesen, mit dem Einwand er sei der Pächter, was unserer Ansicht nach auch so ist. Denn mit dem Bauern wurde ja, auch kein mündlicher, Vertrag geschlossen. Leider kann ich meien Vater nicht mehr fragen, aber wie schon beschrieben hat er versichert den Bauern nur geduldet zu haben. Der Bauer pocht auf sein scheinbares Recht und möchte sogar Schadenersatz für den wahrcheinlich beschädigten Weidezaun. Müssen wir das so hinnehmen ? Streitwert ist eigentlich nur die Zaunreparatur sowie der eventl. entgangene Pachtzins des neuen Pächters.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn der Bauer sich auf einen Pachtvertrag beruft, muß er diesen auch beweisen. Da kein schriftlicher Vertrag vorliegt, müsste er beweisen, daß eine mündliche Vereinbarung geschlossen wurde. Wenn dafür keine Zeugen zur Verfügung stehen, kann er allenfalls ein Vertragsverhältnis nachweisen, wenn er monatliche Pachtzahlungen darlegen und nachweisen kann. Andernfalls wird ihm der Beweis eines Pachtvertrages nicht gelingen und er daraus auch keine Rechte herleiten können.

Ich empfehle Ihnen, sich gegen die Forderung des Bauern zu verteidigen und einen Anwalt mit der Vertretung Ihrer Interessen zu betrauen. Dann wird sich schnell zeigen, worauf die Gegenseite ihre Behauptung eines Pachtvertrages stützt.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt
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