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Mietverzug von 2 Tagen, Drohung mit Anwalt


06.07.2007 15:22 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler



Hallo

nach Streit wegen einer entfernten Hecke und der Weigerung der Unterschrift eines für den Vermieter "abzockenden" neuen Mietvertrages folgte sofort die Kündigung - angeblich wegen Hausverkauf. Der anderen Mieterin wird Hoffnung gemacht, das sie nach 24 Jahren die obere Wohnung eines eigentlich Einfamilienhauses behalten kann. Nach über einem Jahr pünktlicher Zahlung der Miete wollten wir diese von einem anderen Konto überweisen, durch die verspätete Eingabe wurde nicht bis zum heutigen Tage überwiesen, Miete hätte am 3. Werktag also am 04.07 überwiesen werden sollen. Heute am 06.07 haben wir einen Brief von seinem Anwalt vom 05.07 erhalten, der für die verspätete Mietzahlung und die daraus für ihn folgenden Kosten über 80 Euro (Miete ist 600) fordert mit Androhung von gerichtlichen Maßnahmen. Der Vermieter hat viele mündliche Versprechungen gemacht und keine gehalten und versucht uns jetzt mit aller Vehemenz rauszukriegen.
Meine Fragen: Sind diese Forderungen gerechtfertigt wenn weniger als 4 Tage zu spät gezahlt wird ?
Was kann der Vermieter verlangen, für einen 40 Jahre alten Einbauschrank, der stank und voller Ungeziefer war, und den wir MIT WISSEN vom Vermieter entfernt haben, sowie einer ebenfalls 40 Jahre alten Küche, die wir im guten Glauben auch vom Vormieter übernommen haben und mit Wissen des Vermieters farblich verändert haben und diese mitnehmen wollen, beide waren nicht Bestandteil des Mietvertrages!

Danke und Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Wenn mietvertraglich eine Vorauszahlung der monatlichen Miete bis zum 3. Werktag eines Monats durch Gutschrift auf dem Konto des Vermieters vereinbart war, befinden Sie sich mit Ablauf dieser kalendermäßig bestimmten Frist in Verzug. Der Kläger kann nach Ablauf dieser Frist einen Anwalt beauftragen, dessen Kosten Sie aufgrund des bereits eingetretenen Verzuges zu tragen haben.

Sie sollten daher die rechtzeitige Zahlung der Miete auch bei einem Kontowechsel zukünftig sicherstellen. Sollte diese bis zum 3. Werktag nicht erfolgen, ist der Vermieter auch berechtigt, gerichtliche Schritte gegen Sie einzuleiten.

Die Gegenstände haben Sie nach Ihren Schilderungen von dem Vormieter und nicht dem Vermieter übernommen. Diese sind auch nicht Teil des Mietvertrages. Daher kann der Vermieter auch nichts von Ihnen verlangen, wenn Sie diese entsorgt oder angestrichen haben. Ggf. haben Sie aber selbst eingebrachte Sachen bei einem Auszug wieder zu entfernen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.


Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -

http://www.ra-freisler.de
http://www.kanzlei-medizinrecht.net



Nachfrage vom Fragesteller 06.07.2007 | 15:34

Könnte ich nicht die Miete bis zum Auszug auf einem Sonderkonto überweisen, da dem Vermieter nicht mehr zu trauen ist - die Kaution werden wir bestimmt auch nicht wiederbekommen!

Danke und Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.07.2007 | 16:00

Die Miete haben Sie bis zum Ende des Mietvertrages auf das Konto des Vermieters zu zahlen. Hinsichtlich der Kaution sollten Sie den Vermieter nach Ablauf einer angemessenen Frist auffordern, über diese abzurechnen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin P. Freisler
Rechtsanwalt


www.ra-freisler.de

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