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Lebensprognosetest gemacht - nun Anzeige?


16.04.2007 12:10 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht



Hallo!

Ich habe auf einer Internetseite einen Lebensprognosetest gemacht. Ich wurde durch eine Werbemail, die ich nicht mehr habe, auf die Seite gelockt. Von Kosten war auf den ersten Blick nichts zu erkennen. Ich machte diesen Test, das dauerte keine 5 Minuten. Ich werde über 80 Jahre alt, das war das Ergebnis.

Dann kam die Rechnung über 59 Euro. Ich war erstaunt, hatte ich das nicht gelesen.

Wenig später kam ein Bericht im TV, wo man sagte, daß solche Aktionen / Internetseiten reine Täuschung wären, daß ich solchen Geldforderungen unbedingt widersprechen müsse. Es gäbe auch ein entsprechendes Urteil eines Amtsgerichts.

Hab ich dann auch gemacht, laut Musterbrief. Aber es kamen immer weitere Emails mit Mahnungen. Dann die Drohung zur Einleitung rechtlicher Schritte, heute dann die Drohung einer Anzeige.

Ich schreibe trotzdem weiter zurück und weise immer wieder darauf hin, daß es eben Täuchung war, daß die Aufmachung aussah, als würde es sich um eine Gratis-Aktion handeln, daß Leistung und Gegenleistung in keinem Verhältnis zueinander stehen usw. Immer und immer wieder schreibe ich zurück, per Mail oder auf dem Postweg. Der Anbieter aber beharrt auf seine Forderungen.

Bin ich nun etwa doch im Unrecht, frage ich mich. Muss ich doch zahlen? Was ist mit dem Verbraucherschutz?

Der Anbieter sitzt in der Schweiz.

Ich habe alle Emails gespeichert, es sind schon rd. 10 Stück!

Ich hoffe nun auf einen guten Rat Ihrerseits. Ich bin Ihnen schon jetzt sehr dankbar und würde mich sehr freuen, wenn alles gut ausgehen sollte. Für mich.

Mit freundlichen Grüßen,

ein getäuschter Verbraucher

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Wenn Sie auf Ihrem Standpunkt beharren, haben Sie recht gute Chancen, nicht zahlen zu müssen. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie den Vertrag wirksam wegen arglistiger Täuschung angefochten haben, wovon ich nach Ihren Schilderungen nach ausgehe.

Das Amtsgericht München hat im Januar 2007 entschieden (16.01.07, Az. 161 C 23695/06), dass dann, wenn sich die Zahlungspflicht in den allgemeinen Geschäftsbedingungen versteckt, diese Klausel ungewöhnlich und überraschend und damit unwirksam sein kann. Eine Anwendung des Urteils auf den vorliegenden Fall ist denkbar.

In jedem Fall sollten Sie sich gegenüber dem Gegner zudem darauf berufen, nicht wirksam über Ihr Widerrufsrecht belehrt worden zu sein. Auch wenn Sie die Leistung bereits in Anspruch genommen haben, kann ein Verstoß gegen die Belehrungspflichten Schadensersatzansprüche Ihrerseits auslösen. Denkbar ist hier, den Schaden gerade in der geforderten Leistung zu sehen (59 EUR); denn wären Sie belehrt worden, dann wären Sie den Vertrag über 59 EUR nicht eingegangen.

Nach allem sollten Sie daher standhaft bleiben. Wünschen Sie anwaltlichen Beistand, so können Sie mich gerne kontaktieren.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
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