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Ladendiebstahl im Wert von 55€

03.05.2013 21:59 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz


Ich habe heute einen riesengroßen Fehler begangen und versucht Waren bei H&M im Wert von ca. 55 € zu entwenden.
Ich bin 23 Jahre alt und bin vorher noch NIE strafrechtlich in Erscheinung getreten.
55€ überschreitet ja die hier oftmals erwähnte Geringfügigkeitsgrenze. Gibt es trotzdem noch eine Hoffnung darauf, dass das Verfahren fallen gelassen wird? Habe beim Detektiv die Tat gestanden, 2 jahre Hausverbot erhalten und eine Strafanzeige wurde ausserdem aufgenommen. Mein Personalausweis wurde nicht kopiert.Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen und hab wahnsinnig Angst vor den Folgen.
Ist es sinnvoll ein Schreiben an den Geschäftsführer von h&m zu verfassen? Kann ich sonst irgendetwas tun? kommt es zu einer Gerichtsverhandlung? Muss ich bei der Staatsanwaltschaft zur Anhörung kommen oder reicht die schriftliche Aussage? Schäme mich abgrundtief und bin mir sicher nie wieder so einen Quatsch zu machen. Sollte ich schon vor dem ersten Schreiben der Polizei/Staatsanwaltschaft einen Anwalt aufsuchen oder ist dies (generell in meinem Fall) nicht notwendig?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und des gewählten Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung gerne wie folgt.


Aktuell besteht kein Handlungsbedarf. Es ist nun abzuwarten, ob ein Strafverfahren eingeleitet und dann auch betrieben wird.

Ich empfehle Ihnen auch ausdrücklich, nichts in dieser Sache nach außen zu tun. Auch vermeintlich Gutes kann sich im Nachhinein als schlecht herausstellen. Insbesondere besteht die Gefahr, durch eigenen Aktionismus überhaupt erst (wieder) auf die Sache aufmerksam zu machen.


Die Geringwertigkeitsgrenze ist nicht starr und wird von verschiedenen Gerichten unterschiedlich hoch angesetzt. Nachdem schon 2010 mehrere Oberlandesgerichte die Grenze bei 50,00 € gesehen haben, könnte man durchaus eine Geringwertigkeit vertreten.

Allerdings führt der geringe Wert nicht zu einem grundsätzlichen Strafverfolgungshindernis, falls Strafantrag (vom Inhaber des Warenhauses) gestellt worden ist bzw. wird, § 248a StGB.


Insgesamt sehe ich gute Chancen, dass erreicht werden kann, dass ein mögliches Verfahren jedenfalls nach § 153 StPO folgenlos oder nach § 153a StPO gegen eine Auflage (z.B. Zahlung für einen gemeinnützigen Zweck) eingestellt wird.

In beiden Fällen wären eine Strafe und insbesondere eine Eintragung im Bundeszentralregister verhindert.


Zusammenfassend:

Zunächst empfehle ich abzuwarten, ob Sie Post von der Polizei oder Staatsanwaltschaft erhalten, und so lange "still zu halten".

Sollte dies passieren, ist es m.E. nach sinnvoll, einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen. Gerne stehe ich Ihnen hierfür zur Verfügung.


Ich hoffe, Ihnen geholfen und einen ersten Überblick verschafft zu haben. Eine Einzelfalltätigkeit kann und will dieser Beitrag natürlich nicht ersetzen.

Sollte noch eine Unklarheit bestehen, können Sie natürlich auch gerne von der Nachfragemöglichkeit Gebrauch machen.

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