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Kleinunternehmer, Ebay, Versandkosten


27.05.2007 13:47 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



ich war die letzten Jahre Kleinunternehmer mit Umsatz immer unter 17500,00EUR. 2003-2005 ruhte das Gewerbe sogar. 2006 habe ich ein neues Gewerbe angemeldet und dafür auch Kleinunternehmerregelung beantragt. Nun habe ich aber 2006 mit einem Komissionsgeschäft bei Ebay durch die Versandkosten, welche ja meines Wissens zum Umsatz gerechnet werden, 69000,00EUR erreicht. Ziehe ich hiervon die 38000,00EUR Komissionsware ab, bleibt immer noch ein Umsatz von 31000,00EUR.

Meine Fragen:

1. zählt mein ruhendes Gewerbe aus dem jahr 2005 und die damit nicht erreichte 17500EUR Grenze für das jahr 2006 und das dort angemeldete neue Gewerbe? und ich durfte somit 2006 die 50000EUR Umsatz haben? Oder hätte ich mit dem neuen Gewerbe auch unter 17500EUR bleiben müssen?

2. darf ich bei Ebay gebrauchte Waren versandkostenfrei verkaufen, wenn ich den §25A USTG anwende? Oder betrüge ich damit das FA um die 19% Umsatzsteuer der Versandkostenbauschale?
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte:

1.)

Die Grenze von 50.000,00 € gilt auch dann, wenn der Unternehmer sein Unternehmen erweitert (BFH v. 07.03.1995, BStBl 1995 II S. 562).
So verhält es sich im vorliegenden Fall, da Ihr bisheriges Gewerbe lediglich ruhte und nicht eingestellt worden ist.
Eine Einstellung der gewerblichen Tätigkeit liegt nicht vor, wenn den Umständen zu entnehmen ist, dass der Unternehmer die Absicht hat, das Unternehmen weiterzuführen oder in absehbare Zeit wiederaufleben zu lassen; es ist insoweit nicht erforderlich, dass laufend Umsätze bewirkt werden (BFH v. 15.03.1993, BStBl 1993 II S. 561).
Da somit von einem Ruhen der gewerblichen Tätigkeit auszugehen war, lag auch in 2006 keine Neugründung, sondern lediglich eine Unternehmenserweiterung vor.

2.)

Bei der Differenzbesteuerung wird der Umsatz gem. § 25a Abs. 3 UStG nach dem Betrag bemessen, um den der Verkaufspreis den Einkaufspreis für den Gegenstand übersteigt (= Marge).
Die Höhe der Versandkosten spielen in diesem Zusammenhang keine Rolle.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.



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