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Kleinunternehmeregelung für 2. Gewerbe möglich?

| 19.07.2021 10:40 |
Preis: 25,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Folgende Fragestellung:

Ich bin hauptberuflich Selbstständiger Finanzberater und erwirtschafte umsatzsteuerfreie Provisionseinkünfte durch die Vermittlung von Finanzierungen und Versicherungsprodukten.

Ich möchte ein 2. Gewerbe als Fotograf eröffnen, dieses soll sich um ein Nebengewerbe mit Kleinunternehmerregelung handeln.

Ist das möglich, da mein erstes Gewerbe ein umsatzsteuerfreies Gewerbe ist oder hab ich hier kein Wahlrecht da ich schon ein Gewerbe habe?

Vielen Dank.

20.07.2021 | 12:45

Antwort

von


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55128 Mainz
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Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen möchte ich nachfolgend gerne die von Ihnen gestellte Anfrage beantworten.

Beachten Sie jedoch bitte, dass im Einzelfall weitergehende Informationen für eine fundiertere Einschätzung der Rechtslage erforderlich sein können und dass das Fehlen relevanter Informationen dazu führen kann, dass die Einschätzung unter Berücksichtigung solcher Informationen eine andere sein könnte. Auch kann diese Einschätzung in vielen Fällen ein persönliches Beratungsgespräch nicht ersetzen.

Die Rechtslage stellt sich hier wie folgt dar:

Die sog. Kleinunternehmerregelung befindet sich in § 19 UstG. Nach § 19 Abs. 1 S. 1 UstG wird die für Umsätze [...] geschuldete Umsatzsteuer [...] von Unternehmern [...] nicht erhoben, wenn der [...] Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 22 000 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50 000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird. Umsatz [...] ist der nach vereinnahmten Entgelten bemessene Gesamtumsatz, § 19 Abs. 1 S. 2 UstG.

Daraus sowie auch aus § 19 Abs. 3 S. 1 i.V.m. § 1 Abs. 1 Nr. 1 S. 1 UstG ergibt sich, dass es sich insgesamt um eine Steuerpflicht des Unternehmers handelt. Sofern es also ein und dieselbe Person ist, welche unternehmerisch Umsätze i.S.d. UstG erwirtschaftet, spielt es keine Rolle, ob diese aus einem oder mehreren Gewerbe resultieren. Ansonsten könne man zur Steuervermeidung eine künstliche Aufspaltung vornehmen.

Der maßgebliche Gesamtumsatz ist allerdings nicht gleichbedeutend mit dem steuerpflichtigen Umsatz, sondern es handelt sich nach § 19 Abs. 3 S. 1 UstG um alle steuerbaren Umsätze, abzüglich der dort genannten Umsätze i.S.d. § 4 UStG. Dabei werden also nur ganz bestimmte Tatbestände des § 4 UStG abgezogen. Die Nrn. 8 lit. a bis 8 lit. h. werden etwa nicht abgezogen bzw. nur wenn es sich um Hilfsumsätze handelt.

Voraussichtlich wird daher die maßgebliche Grenze bei Ihnen durch die steuerbaren Umsätze aus dem ersten Gewerbe bereits überschritten. Dann können Sie keine Kleinunternehmerregelung mehr in Anspruch nehmen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen bestmöglich geholfen zu haben und wünsche Ihnen alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen

Christian Lenz
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Christian Lenz

Bewertung des Fragestellers 22.07.2021 | 09:29

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