Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Heirat und Aufenthaltsrecht

| 02.05.2010 19:25 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgende Frage:

Ich habe in Deutschland ein Studium abgeschlossen, arbeite seit knapp 2 Jahren in einer Firma in Baden-Württemberg und habe somit die Aufenthaltsgenehmigung nach §18 des Aufenthaltsgesetzes. Am 9. Juli dieses Jahres habe ich vor zu heiraten. Mein Verlobter ist ein Deutscher und wohnt in Bayern. Die Heirat ist bereits bei dem zuständigen Standesamt in Bayern angemeldet und die Genehmigung des OLG liegt auch bereits vor. Der Termin ist also fest. Da wir verschiedene Wohnorte haben und mein Verlobter eine sehr gute Position in der Firma hat, werde ich wohl kündigen und nach Bayern ziehen. Soviel zur jetzigen Situation.

Mein Problem ist, dass ich laut meinem Arbeitsvertrag nur zum Ende des Quartals kündigen darf. Also wäre der 30. Juni der richtige Termin. Da meine Aufenthaltsgenehmigung nach §18 aber an meinen Job gebunden ist, wäre es theoretisch möglich, dass ich ab dem 1. Juli bis zum Heiratstermin eine andere Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland benötige.

Meine Frage ist also: muss ich eine Aufenthaltsgenehmigung für den Zeitraum von 1. bis zum 9. Juli beantragen? Wie seht das deutsche Ausländerrecht die Situation? Bzw. was muss ich tun?

Vielen Dank für die Hilfe.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Sie sollten am besten, wenn dies Ihre Arbeitssituation zulässt, sich schon kurz vor dem 30.6. am Wohnort Ihres Verlobten wohnhaft melden und dort bei der Ausländerbehörde zwecks Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis zur Führung der ehelichen Lebensgemeinschaft vorsprechen. Die Ausländerbehörde wird Ihnen dann aller Voraussicht nach eine Fiktionsbescheinigung, mit der Ihr Aufenthalt bis zur Entscheidung über Ihren Antrag als erlaubt gilt, ausstellen und erst einmal Ihre Akte von der bisher für Sie zuständigen Ausländerbehörde anfordern. Bis die Akte eintrifft, vergehen meist etwa zehn Tage, und dann muss sich der Sachbearbeiter erst einmal wieder bei Ihnen melden. Bis dahin dürften Sie geheiratet haben und können dann unproblematisch die neue Aufenthaltserlaubnis bekommen. Ich gehe nicht davon aus, dass es bei einer solchen Vorgehensweise irgendwelche Schwierigkeiten geben könnte.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten. Bei Rückfragen melden Sie sich bitte.

Nachfrage vom Fragesteller 02.05.2010 | 22:02

Danke sehr für die Antwort.

Eine kurze Nachfrage: Was mache ich denn, wenn meine Arbeitssituation es nicht zulässt und ich mich nicht vor dem 30.06. ummelden kann? Kann ich denn auch ohne Änderung der Aufenthaltsgenehmigung heiraten und erst danach bei der Ausländerstelle vorsprechen? Bzw. mich nach dem 30.06. ummelden?

Vielen Dank im voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.05.2010 | 09:36

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich hatte wohl überlesen, dass Ihre Aufenthaltserlaubnis nicht am 30.06.2010 abläuft. Davon war ich ausgegangen.

Wenn das Ablaufdatum Ihrer Aufenthaltserlaubnis nach dem Datum Ihrer Heirat liegt, ist Ihr Fall angesichts der wenigen Tage zwischen dem Ende Ihres Arbeitsverhältnisses und Ihrer Heirat ohnehin unproblematisch. Gehen Sie einfach am Tag nach dem Ende Ihres Arbeitsverhältnisses entweder zu der bisher für Sie zuständigen Ausländerbehörde, wenn Sie dann noch in Ihrem jetzigen Wohnort gemeldet sind, oder zu der Ausländerbehörde am Wohnort Ihres Verlobten, wenn Sie sich dann schon dorthin umgemeldet haben sollten, und teilen Sie mit, dass Ihr Arbeitsverhältnis beendet ist und Sie in zehn Tagen heiraten werden. Die Ausländerbehörde wird Ihnen dann das Formular zwecks Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Führung der ehelichen Lebensgemeinschaft aushändigen und Ihnen sagen, dass Sie den ausgefüllten Antrag mit allen Unterlagen nach der Heirat abgeben sollen. Bis dahin wird die Ausländerbehörde Ihre bisherige Aufenthaltserlaubnis weiter gelten lassen, bei so wenigen Tagen ist das kein Problem.

Sollte ich Ihre Frage immer noch nicht richtig verstanden haben, kontaktieren Sie mich bitte nochmals per Mail.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers 04.05.2010 | 09:42

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 04.05.2010 4,8/5,0