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Ist eine Heirat mit einer Thailänderin auch mit einem Besucher-Visum möglich?

13.11.2020 15:18 |
Preis: 50,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Der Ehegattennachzug zu einem Deutschen ist geregelt in § 28 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Aufenthaltsgesetzes. Voraussetzung ist hier, dass der deutsche Ehegatte seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat.

Hallo, sehr geehrte Damen und Herren.
Ich beabsichtige meine Thaifreundin hier in Deutschland zu heiraten.

Zur Info: Wir wollten schon hier in Deutschland heiraten, aber leider bekommt Sie kein Visum aufgrund meiner nicht erfüllbaren
Mindestanforderungen bei der Ausländer-Behörde, in Bezug auf meine Bonitätsprüfung und der Verpflichtungserklärung.
Wir hatten auch dieses Jahr schon beim Standesamt - hier vor Ort - alle Dokumente eingereicht ( dazu gehören: Übersetzungen, Legalisierung
der Botschaft in Bangkok und Eheschließungsvertrag - nur von mir unterschrieben - und unsere Ehefähigkeitszeugnisse vom OLG Braunschweig) und meine
Thai-Freundin hat auch schon das A1-Deutsch Zertifikat beim Goethe-Institut bestanden, aber unsere Dokument sind auch nur noch bis zum 6. Februar 2021 gültig.

Aber nun, habe ich zwei Fragen: 1.) Wenn ich nun bei der hiesigen Ausländer-Behörde ein Sperrkonto (3000,- Euro) abgebe und meine
Thaifreundin mit einem Besucher-Visum (Schengen-Visum 90 Tage) zu mir nach Deutschland einlade, können wir dann hier in Deutschland auch heiraten?
Sie würde dann nach 90 Tagen wieder nach Thailand zurück reisen !! Und meine 2.) Frage: Kann ich Sie dann später - mit einem Ehegattennachzug-Visum
(Nationalen Visum) - wieder einreisen lassen und dürfen wir dann hier zusammen leben? Für eine ausführliche Auskunft wäre ich ihnen sehr dankbar.

Einsatz editiert am 13.11.2020 18:33:31

13.11.2020 | 20:37

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen einer Erstberatung verbindlich wie folgt beantworten möchte.

1.) Wenn ich nun bei der hiesigen Ausländer-Behörde ein Sperrkonto (3000,- Euro) abgebe und meine
Thaifreundin mit einem Besucher-Visum (Schengen-Visum 90 Tage) zu mir nach Deutschland einlade, können wir dann hier in Deutschland auch heiraten?

Wenn Ihre Freundin mit einem Schengenvisum einreist können Sie innerhalb der 90 Tage heiraten. Das Schengen-Visum berechtigt nur zu Kurzaufenthalten. Es ist dann auf jeden Fall so, dass Ihre Freundin wieder ausreisen muss und das Visumsverfahren zwecks Familiennachzug durchgeführt werden muss.

Kann ich Sie dann später - mit einem Ehegattennachzug-Visum
(Nationalen Visum) - wieder einreisen lassen und dürfen wir dann hier zusammen leben?

Ja das ist selbstverständlich möglich.

Der Ehegattennachzug zu einem Deutschen ist geregelt in § 28 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Aufenthaltsgesetzes. Voraussetzung ist hier, dass der deutsche Ehegatte seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat.

Es ist nicht ausreichend, dass eine rechtswirksame Ehe geschlossen ist. Die Ehe darf zudem nicht ausschließlich zu dem Zweck geschlossen worden sein, um dem einen Ehegatten ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis zum Ehegattennachzug zu verschaffen. Geregelt ist dies in § 27 Absatz 1a Nummer 1 des Aufenthaltsgesetzes. Umgangssprachlich spricht man in diesen Fällen von einer „Scheinehe„.

Rechtlich und menschlich schwer nachvollziehbar ist, warum der deutsche Staat auch bei Nachzug zu einem Deutschen vom nachziehenden Ausländer deutsche Sprachkenntnisse mit einem Niveau A1 fordert, § 28 Abs. 1 S. 5 i.V.m. § 30 Abs. 1 Nr. 1 AufenthG .
Sollte das Spracherfordernis den Nachzug unzumutbar erschweren, bedarf es einer verfassungskonformen Auslegung nach Art. 6 und Art. 11 GG . Die Schwelle der Unzumutbarkeit wird jedenfalls dann erreicht sein, wenn trotz Bemühungen die Sprachhürde nicht innerhalb eines Jahres überwunden ist.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer kostenlosen Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann auch unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc.

Meine Emailadresse finden Sie, wenn Sie auf mein Profilfoto klicken.
Bitte beachten Sie, dass die Ergänzung oder Änderung des Sachverhalts zu einer vollkommen anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen



Jan Bergmann
Rechtsanwalt


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