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Gewerblich, Ware versendet


31.10.2007 10:57 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo.

Hiermit bräuchte ich mal einen rat. Meine Frau verkauft bei ebay gewerblich sachen. Am 21.06.2007 ersteigerte eine Person für 29,94 EURO ink. Versandkosten einen Artikel. Da ich immer gute erfahrungen gemacht hatte versendete ich diesen Artikel sofort am 22.06.07 an die person heraus ohne Geld schon zu haben mit Hermes Versand. Es kam lange keine Zahlung. Am 06.07.07 habe ich dann die Forderung an atriga gmbh abgegeben da keine kontakt aufnahme zum käufer bestand. Nach lange schaltete er einen Anwalt ein und behauptete er hätte den artikel nie ersteigert sowie nie erhalten habe. Beleg von Hermes Versand liegt vor von der Nachbarin die dieses Paket entgegengenommen hätte. Ich wollte jetzt nur noch hose zurück oder einfach das Geld. Jedoch blieb der gegnerische anwalt bei seiner beinung er nimme Wiederspruch gegen die Kauf da er ihn ja noch nicht erhalten habe. atriga stellte die forderung nun am 27.10.07 ein da es eine gerichtliche streitigkeit ist. Da der betrag unter 300 euro liegt sagte atriga ich könne nun nicht mehr anwaltlich vertreten werden und stelle die forderung ein. Nun bekamm ich eine rechnung von atriga da die ja jetzt auch 75 % wollten knappe 40 euro. Zusammen sind das jetzt ca.70 euro die verschwunden sind sowie der artikel selbst. Wer ist nun für das Paket zu rechenschaft zu ziehen bzw muss nun die gegenseite doch zahlen ? Denn meine Rechtsschutzversicherung ist nicht für Gewerbe und nicht das ich jetzt keine aussicht auf erfolg habe wenn ich anwaltlich vertreten werde.

MfG

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Sehr geehrte Fragensteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Zwischen Ihrer Frau und dem Ersteigerer der Ware ist ein Kaufvertrag gem. § 433 BGB zustande gekommen. Ihre Frau war verpflichtet, die ersteigerte Ware zu versenden. Da Ihre Frau gewerblich handelte, liegt ein so genannter Verbrauchsgüterkauf vor, § 474 BGB. Es greift daher die allgemeine Gefahrtragungsregel des § 446 BGB ein; danach war sie verpflichtet dem Käufer den unmittelbaren Besitz an der Ware zu verschaffen. Die Ware hätte also direkt an den Käufer ausgeliefert werden müssen und nicht bei der Nachbarin hinterlegt werden dürfen.
Ihre Frau hat dennoch die Möglichkeit einer Klage gegen den Käufer auf Kaufpreiszahlung. Sie können hierbei sowohl den Auslieferungsschein des Hermes Versands als Beweis vorlegen, als auch eine Ladung der Nachbarin als Zeugin erwirken. Diese könnte dann bestätigen, dass sie die Ware an den Käufer ausgehändigt hat, dieser also zu diesem Zeitpunkt unmittelbaren Besitz an der Ware erlangt hat. Davon ist auch auszugehen, da sich die Nachbarin ansonsten wegen einer Unterschlagung strafbar machen könnte.

Sollte die Nachbarin aussagen, dass sie die Ware nicht erhalten habe, kann Ihre Frau auch Klage gegen die Nachbarin des Käufers auf Herausgabe erheben. Auch hierbei kann der Auslieferungsschein des Hermes Versands als Beweis verwendet werden.

Ich hoffe, daß meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 31.10.2007 | 12:15

Ok danke für ihre nachricht, könnte ich jetzt auch die Inkassogebühren von 40 EURO knapp in rechnung stellen da sie ja nun auch ausschlaggebend sind und zusammen 70 euro sind.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.10.2007 | 15:28

Sehr geehrte Fragensteller,

Sie können die Gebühren, die Sie für das Inkasso-Unternehmen aufgewandt haben, vom Gegner ersetzt bekommen, wenn dieser im sog. Schuldnerverzug gem. §§ 286ff BGB war. Dies wäre dann der Fall, wenn Sie ihn entweder nach Fälligkeit, also nach Erhalt der Ware, zur Zahlung gemahnt hätten, oder wenn seit Fälligkeit und Zugang der Ware bereits 30 Tage vergangen waren, bevor Sie das Inkasso-Unternehmen beauftragt haben.

Diese zweite Möglichkeit scheidet nach Ihrem Vortrag aus, da Sie die Ware am 22.6.07 verschickt haben und bereits am 6.7.07 das Inkasso-Unternehmen beauftragt haben, somit also keine 30 Tage vergangen waren.

Bleibt noch die erste Möglichkeit. Wenn Sie also dem Gegner vor Inanspruchnahme des Inkasso-Büros eine Mahnung haben zukommen lassen, dann war der Gegner von diesem Zeitpunkt an im Verzug, so daß Sie die weiteren 40 € Kosten ebenfalls von ihm als Verzugsschaden verlangen können.

Haben Sie jedoch keine Mahnung geschickt, sondern gleich das Inkasso-Unternehmen beauftragt, so wurde der Gegner erst durch dieses Unternehmen in Verzug gesetzt. Vorher entstandene Kosten, also die 40 €, können Sie dem Gegner somit nicht in Rechnung stellen.


Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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