Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.629
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Gewerberaummietvertrag: Rechenfehler in der Nebenkostenabrechnung


21.08.2007 21:41 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marc Weckemann



Hallo,

ich habe als Vermieter im Jahr 2005 eine Nebenkostenabrechnung(für 2004) für eine Krankengymnastikpraxis erstellt. Dabei ist mir ein Rechenfehler zu meinen Ungunsten unterlaufen. Im Februar habe ich den Irrtum entdeckt und den fehlenden Betrag nachgefordert. Die Mieterin weigert sich die €125 zu bezahlen, mit dem Hinweis, es sei mein Fehler. Weigert sie sich zu recht?
Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie Ihres Einsatzes erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Nebenkostenabrechnungen müssen gemäß § 556 Abs. 3 BGB spätestens 12 Monate nach Ende der Abrechnungsperiode dem Mieter zugegangen sein. Nach Ablauf dieser Frist können Sie als Vermieter grundsätzlich keine weitere Nachzahlung mehr fordern.

Zwar können nach dem BGH auch nach Ablauf der Frist noch Korrekturen vorgenommen werden, wenn die fristgerechte Abrechnung im Übrigen formell ordnungsgemäß erstellt worden war; allerdings gebiete es der Schutzzweck der Vorschrift, dass ein Mieter hierdurch nach 12 Monaten nicht mehr höher belastet werden darf.

Dies würde in Ihrem Fall bedeuten, dass Sie zwar Ihren Rechenfehler korrigieren dürften, den so errechneten Anspruch über zusätzliche € 125 jedoch nicht mehr geltend machen könnten.

Allerdings ist nach Ihren Schilderungen wohl davon auszugehen, dass es sich nicht um einen Mietvertrag über Wohnräume handelt, sondern dass die Krankengymnastikpraxis rein gewerblich genutzt wird.

In diesem Fall ist die genannte Ausschlussfrist und damit auch deren Schutzfunktion für Mieter nicht anzuwenden. Maßgeblich ist dann der genaue Inhalt des geschlossenen Vertrages.

Sollten darin keine ebenso kurzen Ausschlussfristen vereinbart worden sein, so können Sie grundsätzlich auch den nunmehr korrigierten Betrag noch geltend machen.

Ich hoffe, Ihnen mit der Antwort weitergeholfen zu haben.

Bitte beachten Sie, dass anhand der zur Verfügung stehenden Informationen lediglich eine erste Einschätzung erfolgen konnte. Für eine umfassende Beratung ist Ihnen die weitere Beauftragung eins Rechtsanwaltes zu empfehlen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen hierfür auch weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



Marc Weckemann
Rechtsanwalt

_____________
Marc Weckemann
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
Fax.: (07251) 392 44 31

Internet: www.c-g-w.de
E-Mail: info@c-g-w.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER