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Gewährleistung Hausverkauf

06.12.2018 18:25 |
Preis: 49,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


19:46

Zusammenfassung: Als privater Verkäufer einer Immobilie kann man in den Grenzen von Treu und Glauben die Gewährleistung ausschließen.

Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte/innen,

zur Frage:
wir haben 2013 einen Bauvertrag für ein Doppelhaus unterschrieben, Übergabe war Mai 2015.
Aus gesundheitlichen Gründen haben wir vor ein paar Tagen unser Haus (beide Hälften, eine wir und eine bewohnte meine Mama) verkauft. Im Notarvertrag steht gekauft wie gesehen und besichtigt...

Ich habe den Bauträger vorab nicht über den verkauf informiert. Das Verhältnis ist nicht immer hervorragend gewesen. Heute habe ich dem Bereichsleiter mal angeschrieben was eigentlich ist wenn wir unser Haus verkaufen. Seine Antwort per Mail: Prima, verkauf von Privat unter Ausschluss jeglicher Sachmängelhaftung.
Und er bietet uns Geld an wenn wir die Gewährleistung sofort vorzeitig aufheben ???

Nun möchten wir gerne wissen: Wir sind ja aus der Haftung. Aber wenn nun der Käufer irgendwann ein Problem hat das auf einen Baumangel schließen lässt. Wassereinbruch oder sonstiges wie geht das dann?
Er sagt dann hat der Käufer keinen Anspruch weil er den Vertrag mit uns hat nicht mit dem Haus. Wir sollen das Geld nehmen weil jeder Bauträger würde sagen prima verkauft und erledigt.
Und das glauben wir nicht so ganz.

Bitte um Erklärung.
Vielen Dank
06.12.2018 | 19:15

Antwort

von


(415)
Vorstadt 42
41812 Erkelenz
Tel: 02435 - 6114416
Tel: 0174 - 9994079
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Gerne zu Ihren Fragen:

"Wir sollen das Geld nehmen weil jeder Bauträger würde sagen prima verkauft und erledigt.
Und das glauben wir nicht so ganz. "

Antwort: In der Tat ist das nicht so einfach "prima verkauft und erledigt". Ich müsste schon genauer wissen, was der Bauträger damit meint, zumal mündlich dahin geworfene Bemerkungen kaum Beweiskraft haben. Und auch, für "was der Bauträger wie viel Geld anbietet. "

Dies vorangestellt ist es so, dass Sie als Privatverkäufer "unter Ausschluss jeglicher Sachmängelhaftung wie besehen" verkaufen könnten, tunlichst aber Vorsatz wegen "Treu und Glauben" nach § 242 BGB ausnehmen und sich verpflichten, alle Ihnen bekannten Mängel an dem Doppelhaus offen zu legen. Also etwa anhaltende Feuchtigkeit im Keller, Undichtigkeit am Öltank, die erkennbar so nicht sichtbar wären. Tun Sie das nicht, also versteckte, Ihnen bewusste Mängel offen legen, kann dies zur Rückabwicklung des Kaufvertrages und zu Schadensersatz führen.

Was aber Ihr Bauträger mit seinem Ansinnen meint, erschließt sich mir nicht, denn Sie können und sollten nicht weitgehend ungeprüft quasi auf Zuruf zu Gunsten des Bauträgers zum Nachteil Dritter oder gar zu Ihrem Nachteil, (wenn ich Sie hier so verstehen sollte!) auf irgendwelche, hier nicht näher bezeichneten Rechte (Gewährleistung? Produkthaftung für Einbauteile?) verzichten.

Beachten Sie aber, dass diese eine erste Beratung aus der Ferne ist, die eine vertiefte Befassung mit der Sache anhand aller Verträge, Gewerke und Akten nicht ersetzen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2018 | 19:25

Danke für Ihre Antwort.

Der Bauträger bietet uns 5.000,-- an. Damit möchte er sofort die Gewährleistung aufheben. Warum auch immer wissen wir nicht.
Das Haus hat keinen Schaden, Mängel oder ähnliches.

Meine Frage war aber:
Er behauptet wenn wir das Haus verkaufen ist er aus der Gewährleistung. Wie stellt der jetzige Besitzer dann einen Baumangel an der Bauträger. Der Bauträger behauptet er hat dem neuen Besitzer nichts zu tun. Er hätte nur mit uns den Vertrag. Es geht nicht um die 5.000,-- auch ist das Haus einwandfrei. Nur sind noch über 1 1/2 Jahre Gewährleistung. Was wenn in der Zeit ein Baumangel auftritt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2018 | 19:46

Gerne zu Ihrer Nachfrage:
Es muss ja einen merkantilen und/oder bautechnischen Hintergrund (aus dem Gewerk) haben, warum Ihnen der Bauträger seine Gewährleistungspflicht für den genannten Betrag abkaufen will. Den kennen Sie nicht und mir liegt der ebenfalls nicht vor. Anhand dieser Unwägbarkeiten kann ich dazu aus der Distanz keine Empfehlung abgeben.

Zumindest sollten Sie einen solchen Rechteverzicht im notariellen Vertrag mit Ihrem Käufer offenbaren.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen im vorgegebenen Rahmen des Budgets weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr
Willy Burgmer
- Rechtsanwalt

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