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Steuern bei Hausverkauf?

| 02.02.2018 21:01 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Zusammenfassung: Veräußerungsgewinn beim (Weiter)verkauf einer Immobilie fällt nicht an, wenn sie zu vom Veräußerer im Jahr der Veräußerung oder in den beiden vorangegangenen Jahren zu Wohnzwecken genutzt wurde.

Guten Abend, ich habe 2001 mit meiner damaligen Ehefrau ein Haus gebaut. Aus steuerlichen Gründen war das Haus im Grundbuch auf den Namen meiner Exfrau eingetragen. 2016 sind wir geschieden worden. Das Haus wurde im Dezember 2016 auf meinen Namen überschrieben. Da meine neue Lebensgefährtin ebenfalls ein Haus besitzt, möchte ich mein Haus jetzt verkaufen. Werden nun Steuern für mein Haus fällig? Obwohl ich 17 Jahre dort gelebt habe?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die sog. Spekulationsfrist beim Weiterverkauf einer Immobilie nach vorherigem Erwerb beträgt 10 Jahre. In diesem Fall muss der Veräußerungsgewinn, i.e. die Differenz zwischen dem Erwerbspreis und dem Veräußerungspreis (soweit letzterer höher ist), versteuert werden.

Ausgenommen hiervon sind Immobilien, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden (§ 23 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3 EStG ).

Da Sie das Haus seit 17 Jahren zu Wohnzwecken genutzt haben, fällt bei einem Verkauf des Hauses keine Steuer für einen Veräußerungsgewinn an.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 02.02.2018 | 21:43

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