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Geblitzt ohne Führerschein, aber nicht fahrzeughalter

26.01.2019 06:17 |
Preis: 25,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Sehr geehrte Damen und Herren,

Leider wurde mir aufgrund meines Punktekontos in Flensburg vor einiger Zeit der Führerschein für sechs Monate entzogen. Wider besseren Wissens habe ich dennoch ein Fahrzeug geführt und wurde dabei leider geblitzt. Dies geschah auf einer Autobahn, an einer Baustelle, auf der 60 Km/h erlaubt sind und ich mit knapp über 80 km/h unterwegs war.
Da nicht ich, sondern mein Vater der Halter des Fahrzeuges ist, bitte ich Sie um einen Rat für das weitere Vorgehen.
Bisher ist noch kein Schreiben über die Ordnungswidrigkeit eingetroffen. Aus meiner Sicht ergeben sich aber 2 Szenarien:

1) nach Abzug der Toleranz wird zunächst nur eine Geldstrafe verhängt.
2) Selbst nach Abzug der Toleranz bin ich noch knapp über 21 Km/h zu schnell gewesen Und muss mit einer Geldstrafe + einem Punkt rechnen.

Würde es für die genannten zwei Szenarien Sinn machen, wenn mein Vater sich selbst, statt mich, als Fahrer zum genannten Zeitpunkt ausgeben würde? Oder würde ein solches Vorgehen unweigerlich auffliegen, da es auf eben diesem Fahrzeug von mir schon geblitzte Bilder gibt und diese zum Vergleich herangezogen werden würden? Auch habe ich im Internet gelesen, dass bei einer Geldstrafe ohne Punkte, diese quasi einfach überwiesen werden kann und eine nähere Untersuchung wer das Fahrzeug geführt hat nicht unternommen wird und auch nicht angegeben werden muss. Diese Information stammt allerdings nur aus einem öffentlichen Forum.
Zuletzt: Womit wäre zu rechnen, wenn ich als Fahrer ohne Führerschein ermittelt werden würde?

Für Ihre Hilfe wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass zwischen Ihnen und Ihrem Vater ein deutlicher Altersunterschied besteht, so dass damit zu rechnen wäre, dass die Behörde einen Passbildabgleich vornimmt.

Normalerweise wird Ihr Vater als Halter einen Anhörungsbogen als „ Zeuge" bekommen. Gibt er dann sich als Fahrer an, erfolgen Nachforschungen. Zudem kann es sein, dass Ihrem Vater ein Fahrtenbuch auferlegt wird, wenn die falsche Angabe aufgedeckt wird. Ihr Vater kann das Bußgeld nur sofort zahlen, wenn gegen Ihn ein Bußgeldbescheid ergeht. Damit ist aber nicht zu rechnen.

Ratsam ist es, wenn Ihr Vater keine Angaben leistet.

Ihr Verhalten fällt unter den Tatbestand des Fahrens ohne Fahrerlaubnis gem. § 21 StVG und kann mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden.

Ihr Vater muss ebenfalls mit der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen Dulden des Fahrens ohne Fahrerlaubnis nach § 21 StVG rechnen.

Daher ist es ratsam, abwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verkehrsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 26.01.2019 | 18:45

Sehr geehrter Herr Hauser,

Danke für die schnelle Beantwortung!
Muss mit dem Passbildabgleich auch gerechnet werden, wenn mein Vater einen anderen Wohnsitz hat als ich? Für das Studium bin ich schon vor Jahren in eine andere Stadt gezogen und dort auch gemeldet. Besonders vor dem Hintergrund, dass nach Toleranzabzug die Strafe nur ein Bußgeld, aber keine Punktevergabe beinhalten könnte.
Gibt es Zahlen, wie groß die Chance ist, die Verjährungsfrist mit anwältlicher Hilfe zu erreichen?
Und im Falle einer Verurteilung für das Fahren ohne Führerschein, wie hoch würde eine Geldstrafe etwa ausfallen?
Und letztendlich: Sie würden also zunächst einmal dazu raten, den Anhörungsbogen nicht weiter zu beantworten? Sprich zu ignorieren. Oder nur keine Angaben zum Fahrer zu machen?

Mit freundlichen Grüßen!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.01.2019 | 20:10

Sehr geehrter Fragesteller,

es muss leider trotzdem mit einem Passbildabgleich gerechnet werden.
Nur das Bußgeld würde der kurzen Verjährung unterliegen, nicht das Fahren ohne Fahrerlaubnis.
Ja, ich rate dazu, keinen Angabe zum Fahrer zu machen.
Für die Beantwortung der Frage wie hoch die Strafe für Fahren ohne Fahrerlaubnis in Ihrem Fall ausfallen würde, brauche ich mehr Informationen. Wieviel verdienen Sie und haben Sie Vorstrafen? Ich habe Ihnen für die weitere Beantwortung ein Angebot unterbreitet.

Beste Grüße
Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanswalt
Fachanwalt für Verkehrsrecht

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