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Forderung Hypothek

16. April 2015 11:38 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


In meiner Schufa steht eine offene Forderung von der Wüstenrot die durch einen Eintrag im Grundbuch des Hauses abgesichert war. Das Haus habe ich im Scheidungsverfahren meinen Exmann mit allen Rechten und Pflichten ohne jegliche Zahlung per Notar überschrieben. 2 Jahre danach hat mein Exmann das Haus in die Zwangsversteigerung laufen lassen. Nun ist da noch eine offene Forderung die durch die Versteigerung nicht getilgt worden konnte offen. Die die WR nun von mir fordert. Da ich im Vertrag unterschrieben habe auch mit mein Privatvermögen zu haften. Ich wurde 2002 vor der Zwangsversteigerung geschieden. Bis heute habe ich weder Mahnbescheid noch einen Vollstreckungsbescheid über diese Forderung erhalten.Nur dieser Eintrag der Forderung in meiner Schufa haben mir gezeigt das da was offen ist.
Ist diese Forderung gegen mich nun nicht Verjährt ?
Diese Forderung wurde voll in das Haus investiert , das ich wie erwähnt komplett and meinen Exmann per Notar übertragen hatte
Muss ich jetzt Angst haben das da noch etwas kommt ?
Muss ich zahlen ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Zwangsversteigerung ist eine Vollstreckungsmaßnahme. Diese ist daher nur möglich, wenn auch ein Vollstreckungstitel vorliegt, der Anspruch also festgestellt wurde. In der Regel erfolgt dies im Rahmen eines Gerichtsverfahrens.

Anders ist dies oft im Falle des Erwerbs eines Hauses und einer damit verbundenen Kreditgewährung. Dann lässt sich die Bank in der Regel zusätzlich als Sicherheit eine Grundschuld oder eine Hypothek eintragen. Dies wird im notariell beurkundeten Kaufvertrag festgehalten. Standard ist es dann ebenfalls, in diese Urkunde eine Zwangsvollstreckungsunterwerfung mit aufzunehmen, mit der man sich der sofortigen Zwangsvollstreckung unterwirft. Hier gibt es einmal die dingliche Unterwerfung, die dann die Zwangsvollstreckung in das Grundstück erlaubt und die persönliche Unterwerfung, die die Zwangsvollstreckung in das gesamte Vermögen erlaubt. Beide können zusammen oder einzeln erklärt werden.

Sie schreiben selbst, dass Sie unterschrieben haben, auch persönlich zu haften. Dabei handelt es sich möglicherweise um eine solche persönliche Zwangsvollstreckungsunterwerfung.

Aus einer notariellen Urkunde kann ganz einfach, indem der Notar diese mit einer Vollstreckungsklausel versieht, ein Vollstreckungstitel hergestellt werden. Dies könnte bei Ihnen passiert sein. Aus diesem Titel wurde dann die Zwangsversteigerung betrieben.

Wenn die notarielle Urkunde auch die persönliche Zwangsvollstreckungsunterwerfung enthält, ist neben der Zwangsvollstreckung in das Grundstück auch die Zwangsvollstreckung in Ihr sonstiges gesamtes Vermögen zulässig.

Ein Anspruch aus einer vollstreckbaren Urkunde verjährt erst nach 30 Jahren, § 197 Abs. 1 Nr. 4 BGB , wobei mit jeder neuen Zwangsvollstreckungsmaßnahme die Verjährung wieder von neuem zu laufen beginnt.

Sofern also eine solche vollstreckbare Urkunde gegen Sie vorliegt, kann die Bank immer noch von Ihnen Zahlung fordern und notfalls die Zwangsvollstreckung betreiben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
A. Krüger-Fehlau
Rechtsanwältin

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