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Film und Tonaufnahme ohne Zustimmung - was tun?

01.06.2013 02:29 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz


Meine Tochter lebt in einer sogenannten Rosenkrieg-Scheidung.
Nach dem Wochenende brachte mein Schwiegersohn meine Enkelkinder nach Hause.
Meine Tochter lebt bei mir im Haus. Des öfteren kam es dabei zu Auseinandersetzungen mit meinem Schwiegersohn, so dass ich meiner Tochter geraten habe, persönlichen Kontakt zu meiden. Nun, dieses Wochenende nahm ich meine Enkelkinder in Empfang. Ich kam vom Einkaufen und mein Schwiegersohn wartete schon. Mein Schwiegersohn stieg in sein Auto und öffnete das Fenster. Er stand mitten auf der Straße und begann mich mit einem Handy oder Kamera zu filmen. Ich sagte ihm, dass er dies unterlassen solle und dass ich mir das verbiete. Er filmte weiter, ich ging den Treppenaufgang unseres Hauses hinunter, sagte ihm noch einmal, dass ich mich in meinem Persönlichkeitsrecht belästigt fühle und dass er dies unterlassen solle. Er filmte weiter, sagte: jetzt kann ich endlich beweisen, was du für eine bist.
Ich wollte ihm die Kamera wegnehmen und streifte dabei seinen Kopf. Daraufhin sagte er, jetzt würde ich ihn auch noch schlagen! In der Zwischenzeit kam der in unserer Straße fahrende Bus und konnte nicht vorbei fahren, da mein Schwiegersohn die Straße blockierte. Ich bat den Busfahrer die Polizei zu rufen. Dies tat der Busfahrer nicht. Er bat die Straße frei zu machen, meine Schwiegersohn fuhr davon. Ich rief darauf hin selbst bei der Polizei an und fragte, was ich tun könnte. Der Polizist sagte nichts, da Aussage gegen Aussage stehe. Das mag ja wohl so sein. Aber - ich wurde provoziert, gefilmt ohne meine Zustimmung, im Gegenteil - mit mehrmaligem Hinweis, dass er dies unterlassen solle und mit der Anmerkung von seiner Seite, dass er dies weiter verbreiten möchte.
Was kann ich tun? Danke

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Fragen beantworte ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und des gewählten Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung gerne wie folgt.


Wenn tatsächlich auch eine Tonaufnahme angefertigt worden ist, liegt eine strafbare Handlung vor, § 201 StGB.

Falls die Bildaufnahme veröffentlicht bzw. verbreitet wird, liegt auch noch eine Straftat nach §§ 33, 22 KunstUrhG vor.


Unabhängig davon liegt, wie Sie selbst schon festgestellt haben, eine Verletzung Ihres allgemeinen Persönlichkeitsrechts vor. Dieses ist grundgesetzlich geschützt. Es umfasst auch das Recht am eigenen Bild und gewährleistet die Privatsphäre.

Es ist auch zivilrechtlich geschützt. Die Gegenseite ist auf Unterlassung in Anspruch zu nehmen.

Notfalls ist hierzu Klage zu erheben. Jeder weitere Verstoß nach einer außergerichtlichen strafbewehrten Unterlassungserklärung oder nach einer Verurteilung kostet die Gegenseite Geld.


Es kann also strafrechtlich und zivilrechtlich vorgegangen werden.

Allerdings ist die Beweislage durchaus problematisch, wenn es keine Zeugen oder andere Beweismittel gibt.

Strafrechtlich verurteilt werden kann er nur, wenn keine Zweifel an seiner Täterschaft bestehen. Zivilrechtlich ist derjenige beweisbelastet, der eine Verletzung bzw. den daraus resultierenden Anspruch geltend macht.


Vorrangig ist zu klären, ob es weitere Beweismittel gibt. Möglicherweise haben die Kinder oder Nachbarn etwas mitbekommen. Sollte die Aufnahme tatsächlich veröffentlicht werden, wäre hierüber eine weitere Beweisführung möglich. Auch kann hier überlegt werden, zur nächsten Kindesübergabe und damit zum nächsten Zusammentreffen Zeugen zu beschaffen, die die Vorgänge beobachten, ohne dass sie gesehen werden.



Ich hoffe, Ihnen geholfen und einen ersten Überblick verschafft zu haben. Hierzu dient das vorliegende Forum.

Eine Einzelfalltätigkeit kann und will dieser Beitrag natürlich nicht ersetzen. Für eine solche stehe ich Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung.

Sollte noch eine Unklarheit bestehen, können Sie selbstverständlich gerne von der kostenfreien Nachfragemöglichkeit Gebrauch machen.

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