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| 16.03.2007 12:56 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Sehr geehrte Damen und Herren,

es geht um eine im Grunde ganz simple Frage, deren Herkunft vielleicht etwas kompliziert ist, ich werde Ihnen im Weiteren schildern wie es dazu kam.

Es begab sich vor einiger Zeit das mein zukünftiger Exmann aus unserer gemeinsamen Wohnung auszog und einen Haufen Mietschulden hinterließ, die ich alle bezahlt habe. Dieses wurde vorher von der Rechtsvertretung meines Vermieters angemahnt weshalb ich dann die Hälfte der Kosten dieses Mahnverfahrens zahlen sollte. Netterweise hat meine Mutter diesen Betrag für mich übernommen und fristgerecht überwiesen. Wir tragen nicht den selben Nachnamen.

Alles schien gut, ich hörte nichts mehr zu diesem Thema und zog etwa ein halbes Jahr später in eine andere Wohnung dieses Vermieters.
Etwa ein Jahr später erhielt ich einen Brief vom Amtsgericht in dem sich die Rechtsvertretung ihre Kosten für ein Mahnverfahren festsetzen lassen wollten. Ich ging davon aus das mein zukünftiger Exmann nicht gezahlt hätte und habe darauf hingewiesen das mein Teil schon bezahlt sei. Auf Nachfrage räumte die Rechsvertretung ein das die Zahlung für das Mahnverfahren damals zwar fristgerecht eingegangen sei, allerdings nicht zugeordnet werden konnte und so einem anderen Verfahren zugeordnet wurde. Die Rechtsvertretung argumentiert nun dass ich ja schon früher darauf hätte hinweisen können das diese nicht zuzuordnende Zahlung zu mir gehört. Allerdings wusste ich ja nicht das die Zahlung einfach "versehentlich" (Zitat) einem anderen Verfahren zugeordnet wurde. Auch wusste meine Mutter nichts davon. Ich bin geneigt davon auszugehen daß man sich dann rückversichert warum jemand gegen den kein Verfahren anhängig ist einen Betrag an die Rechtsvertretung überweist. Nichts derartiges passierte.
Anscheinend handelt es sich um ein zweites Mahnverfahren, da die Zahlung nach dem ersten Mahnverfahren ja nicht korrekt verwendet wurde. Allerdings weiss ich auch erst seit heute das es ein zweites Mahnverfahren sein soll, ich ging vorher davon aus das es sich eben noch um das erste Mahnverfahren handelte.

Frage: Ist es tatsächlich mein Fehler wenn die Rechtsvertretung die Zahlung, die meine Mutter für mich getätigt hat und sie angeblich nicht zuordnen konnte dann einfach einem anderen Verfahren zuordnet und muss ich die aufgrunddessen entstandenen Kosten für das zweite Verfahren auch zahlen?

Ich Danke im Vorraus für ihre Mühen

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Sofern die Zahlung nachweislich fristgerecht eingegangen ist, können Ihnen die nachfolgenden Kosten nicht zusätzlich in Rechnung gestellt werden. Ob und aus welchem Grund die Gegenseite nun falsch gebucht hat, liegt nicht bei Ihnen.

Der Vollständigkeit halber weise ich daraufhin, dass Sie im Falle einer Gesamtschuld (gemeinsam unterschriebener Mietvertrag, etc.) dem Gläubiger gegenüber für die gesamte Summe verpflichtet sind.
Lediglich im Verhältnis zu Ihrem Exmann haben Sie dann Anspruch auf Freistellung der ihm obliegenden Verbindlichkeiten.
Leider sind Ihre Ausführungen zu den Mahnverfahren etwas ungenau. Gerne können Sie im Rahmen der kostenlosen Nachfrage noch einmal genauere Daten angeben (Mahnbescheid gegen wen und woraus? Wann ergangen? Zweites Mahnverfahren: Mahnbescheid gegen wen und woraus? Sind die Mahnbescheide ergangen? Wurde Widerspruch eingelegt? Sind Vollstreckungsbescheide ergangen?).

Ich rate Ihnen sich mit der Gegenseite zunächst einmal in Verbindung zu setzten und die Angelegenheit zu erörtern. Sofern man von Ihnen nur die hälfte der Schuld und der Kosten verlangt hat, haben Sie ja Ihre Schuldigkeit getan.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 16.03.2007 | 14:31

Vielen lieben Dank schon einmal für die Antwort.

Zu dem zweiten Mahnverfahren kann ich ihnen sagen das ich lediglich aus der Antwort des Rechtvertreters schließe das es sich um ein zweites Mahnverfahren handelt. Davon war mir bis heute nichts bekannt. Also keine Mahnbescheide, kein Widerspruch, kein Vollstreckungsbescheid. Ich bin bis zu der heutigen Antwort eigentlich davon ausgegangen dass es sich nach wie vor um das erste Mahnverfahren handelt.

Zum ersten Mahnbescheid, nach Augleich des Mietkontos bekam ich im Februar 2006 eine Forderungsaufstellung da ich mich mit der Zahlung des Mietzinses im Rückstand befunden hatte, hatte ich die Hälfte der Forderungsaufstellung zu zahlen, dies wurde eben auch fristgerecht beglichen. Weitere Mahnungen erfolgten nicht. Dieser Bescheid wurde sowohl meinem zukünftigen Exmann als auch mir zugestellt.

Zu dem Teil meines zukünftiges Exmannes kann ich keine Auskunft geben, dies scheint aber auch nicht Gegenstand dieser erneuten Forderung zu sein.

Die Angelegenheit kann mir aus unerfindlichen Gründen von der Gegenseite nicht erörtert werden. *müde lächel*

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.03.2007 | 09:39

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

ich verweise kurz auf das vorgesagte. Sofern es sich um eine Gesamtschuld handelt, müssten Sie gegenüber dem Gläubiger für die gesamte Schuld einstehen, haben aber einen Ausgleichsanspruch gegenüber dem anderen Gesamtschuldner.

Da Sie angeben, dass kein Mahnbescheid (unter einem Mahnbescheid ist stets der gerichtliche Mahnbescheid zu verstehen) erlassen wurde (durch das zuständige Mahngericht), handelt es sich wohl nur um eine einfache Mahnung des gegnerischen Anwaltes. Bitte überprüfen Sie ob das zutreffend ist.

Sie sollten schriftlich Auskunft über die Anspruchsgrundlage (weshalb wird dieser Betrag gefordert) verlangen. Sofern Ihnen diese nicht erteilt wird, so würde ich an Ihrer Stelle auch mit Hinweis hierauf nicht zahlen.

Handelt es sich entgegen der Annahme um einen gerichtlichen Mahnbescheid, so überprüfen Sie, ob der Anspruch begründet sein könnte. Haben Sie hier Ihre Zweifel, so müssten Sie innerhalb der zweiwöchigen Widerspruchsfrist Widerspruch einlegen.

Bei Problemen können Sie sich gerne an mich wenden.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

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