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Erhöhtes Beförderungsentgelt - trotz gültigem Fahrausweis

| 12.01.2011 16:21 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Berliner U-Bahn - Fahrkartenkontrolle Ich finde meinen Fahrausweis der im Voraus voll bezahlten Jahreskarte nicht - nächste Station raus. Weitersuche auf dem Bahnsteig, finde ich den Abschnitt immer noch nicht. Da die Kontrolleure weiter wollen und es mir schon unangenehm genug ist, gebe ich denen meinen Ausweis zur Datenaufnahme.

Nach Datenaufnahme begeben sich die Kontrolleure auf den gegenüberliegenden Bahnsteig, um dort in der nächsten Bahn ihre Kontrolle fortzusetzen. Ich bleibe auf demselben Bahnsteig, gehe nur ein paar Meter weiter und setze mich auf die nächste Bank, wo ich noch einmal in Ruhe meine gesamte Tasche durchsuche und meine Fahrkarte finde.

Ich laufe zu den ca. 10 m von mir entfernten Kontrolleuren, die während meiner Weitersuche ein paar Mal zu mir rübergeschaut hatten, und zeige Ihnen meinen gültigen Fahrausweis. Kontrolleure: "Da können wir jetzt nichts mehr machen, die Daten sind bereits aufgenommen. Wir können nur heute Abend im Büro Bescheid sagen." Sie machen mir aber schon jetzt keine Hoffnung in Bezug auf Straferlass. Dann kommt deren Bahn, sie steigen ein und sind weg.

Am nächsten Tag gehe ich sofort nach Feierabend zur Bußgeldstelle, es wird eine Mitarbeiterbefragung ausgelöst, denn im Büro hat natürlich niemand Bescheid gesagt.

Tage später bekomme ich Post von der BVG - eine Stellungnahme der Kontrolleure, die darin behaupteten, dass ich den Bahnsteig verlassen haben soll, obwohl ich mich die ganze Zeit in deren Blickfeld befand. Abschließend will man den 7-Euro-Gutschein von mir haben.

Ich lege Widerspruch ein, denn ich bin empört über deren Aussage und schreibe, dass es wohl kaum möglich ist, innerhalb von 5 Minuten (in diesem Takt fuhren die U-Bahnen zu der Zeit) den Bahnsteig zu verlassen, mir eine gültige Jahreskarte zu besorgen, um dann noch vor Abfahrt des nächsten Zuges den Herren eine gültige Jahreskarte zu präsentieren. Des Weiteren bin ich auch nicht bereit, meinen 7-Euro-Gutschein herauszugeben, denn das Jahr ist ja noch lang und wenn ich meine Fahrkarte wirklich mal vergesse, dann kostet es mich 40 Euro! Zudem für was will man mich denn bestrafen? Für menschliches Durcheinandersein an dem Tag!!! Ich bin mir keiner Schuld bewusst. Als Anlage fügte ich noch eine Kopie vom Kauf meiner Karte inklusive Kontoauszug bei.

Antwort BVG: Nach einer Datenaufnahme ist für die BVG die Kontrolle beendet, auch wenn ich danach noch einen gültigen Fahrausweis vorzeigen konnte (woher auch immer ich mir den angeblich besorgt haben soll!). Jetzt wollen sie 40 Euro von mir, weil ich ja den 7-Euro-Gutschein nicht herausgeben will.

Das finde ich schon echt impertinent. Ich habe doch meine Karte noch gefunden, bevor die weitergefahren sind. Ich bin empört, über solch eine Behandlung!

Ich habe schon so oft beobachtet, wenn Kontrolleure an betrunkene, grölende, beleidigende Personen geraten sind, dass sie dann ganz schnell das Weite gesucht haben und der vermeintliche Schwarzfahrer unangetastet blieb. Aber ich, die einen gültigen Fahrausweis vorweisen konnte, wenn auch erst nach Datenaufnahme, werde jetzt bestraft. Das ist doch nicht gerecht!

In den Beförderungsbedingungen steht nichts darüber, wann eine Kontrolle beendet ist. Des Weiteren ist doch deren Stellungnahme völlig absurd und jeder normal denkende Mensch muss doch merken, dass hier was nicht stimmt. Wie soll ich mich jetzt verhalten? Ich weiß nicht mehr weiter.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage möchte ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten:

Da Sie zum Zeitpunkt des Fahrtantritts eine gültige Jahreskarte hatten und diese vor Ort auch noch vorzeigen konnten, sollten Sie der BVG noch mal schriftlich den Sachverhalt darlegen und erklären. Allerdings ist für Sie die „Beweissituation" natürlich wenig aussichtsreich, wenn die BVG der Beschwerde nachgegangen ist und bereits ihren Standpunkt so dargelegt hat wie Sie dies beschrieben haben, insbesondere den Ausführungen der Kontrolleure glauben schenken, die zudem zu Mehreren die Situation so beobachtet haben wollen.
Um letztlich der Zahlung des erhöhten Entgelts von 40,00 EUR noch zu entgehen, sollten Sie erwägen, nachträglich die „Einlösung" des 7,00 EUR Gutscheins anzubieten unter Hinweis, dass zum Zeitpunkt der Kontrolle faktisch ein gültiger Fahrausweis in Form einer Jahreskarte grundsätzlich vorhanden war. Inwiefern die BVG nach ihrer rigorosen Haltung hier kulant reagieren werden, mag hier nicht beurteilt werden zu können. Dies mag nicht befriedigend sein, aber könnte dadurch zumindest der finanzielle Schaden gemindert werden. Ggf. können Sie eine weitere (Kunden-)Beschwerde in Erwägung ziehen, um sich als Dienstleistungsempfänger der BVG über die nach Ihrer Schilderung falschen Angaben der Kontrolleure im Rahmen des Mitarbeiterbefragungsverfahrens Gehör zu verschaffen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben. Hinweisen möchte ich noch darauf, dass dieses Forum nur eine erste rechtliche Einschätzung anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts leisten kann. Eine umfassende Rechtsberatung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Bewertung des Fragestellers 12.01.2011 | 18:26

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