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Erbübertragung auf Kinder, weil Insolvenz evtl droht.

| 26.02.2015 12:17 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Hallo,

ich habe folgendes Problem. Mein Vater wird in den nächsten Wochen meinem Bruder unser FamilienHaus überschreiben. Er ist in Rente und möchte dies nun so schnell wie möglich über die Bühne bringen, mir als Tochter, möchte er im Gegenzug 10.000 Euro im Jahre 2017 mit Auszahlung der Lebensversicherung, überweisen.
Es ist nun so, dass es evtl durch ein altes Verfahren mir die Insolvenz drohen könnte. Es ist noch nicht sicher, aber es könnte sein. Ich möchte mich vorher absichern und frage ob es besser wäre, das Geld auf meine beiden kleinen, minderjährigen Kinder überschreiben zu lassen, dass eben diese 10.000 Euro nicht mit in die Insolvenz fließen können.
Wäre das so korrekt oder kann es trotzdem gepfändet werden weil es meine Kinder sind?
Ich hätte natürlich gerne Verfügungsgewalt über das Geld, da ja meine Kinder noch nicht volljährig sind oder kann einem durch diese Verfügungsgewalt nun auch ein Strick gedreht werden und es fließt dadurch doch mit in die Insolvenz? Bitte um Rat.

Einsatz editiert am 26.02.2015 14:28:21

26.02.2015 | 15:35

Antwort

von


(414)
Nürnberger Strasse 71
96114 Hirschaid
Tel: 095432380252
Web: http://www.ra-henning.biz
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Dem Insolvenzbeschlag kann nur Ihr eigenes Vermögen unterliegen, vgl. § 35 InsO . D.h. der Insolvenzverwalter hat grds. keinen Zugriff auf das Vermögen Ihrer Kinder.
Dies gilt aber dann nicht, wenn Ihre Kinder eine Leistung erhalten, die IHNEN zusteht, z.B. also dann wenn Ihnen Ihr Vater eine Geldsumme zusagt und diese dann an die Kinder ausbezahlt; dies wäre dann ein Fall der sog. Insolvenzanfechtung, §§ 129ff. InsO .
Sagt Ihr Vater Ihnen aber keinen Betrag zu und schenkt er das Geld Ihren Kindern, dann wäre das Geld vor dem Zugriff durch den Insolvenzverwalter sicher.

Um jedoch auch das Haus vor einem eventuellen Zugriff des Insolvenzverwalters (unmittelbar oder z.B. über den Pflichtteils(ergänzungs)anspruch) zu schützen, würde sich ein vorinsolvenzlich zu beurkundender Erbvertrag oder Erbverzicht empfehlen; dieser wäre der Insolvenzanfechtung entzogen. Allerdings sollte in diesem Vertrag die Schenkung an die Kinder nicht erwähnt werden, um diese nicht als Gegenleistung für den Verzicht erscheinen zu lassen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Thomas Henning

Rückfrage vom Fragesteller 26.02.2015 | 16:14

Hallo,

vielen Dank, das hat mir schon sehr weitergeholfen. Also nachdem die Kinder bzw. die Schenkung in dem Erbvertrag dann nicht aufgeführt werden sollte und ich in dem Erbvertrag dem Verzicht beitrete, stellt sich für mich nur noch eine Frage: Darf mein Vater dann 2017 den Kinder einfach ein Konto über 10.000 Euro eröffnen OHNE einen Schenkungsvertrag aufsetzen zu müssen? Bei 10.000 Euro ist das nicht notwendig oder?

Ich danke Ihnen herzlich. Sie waren ein sehr sehr große Hilfe.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.02.2015 | 16:21

Hallo

und vielen Dank für die Nachfrage. Grundsätzlich ist es korrekt, dass eine Schenkung einen - übrigens notariell beurkundeten - Vertrag erfordert. Dieser Formmangel wird aber in fast 100% der Fälle durch den Vollzug der Schenkung, hier die Zahlung des Betrages, geheilt. Ein aufzusetzender Vertrag ist daher nicht erforderlich. Es kann aber sinnvoll sein, dass Ihr Vater den Kindern einen sog. Vertrag zugunsten Dritter einrichtet. Diesbezüglich kann ihn aber jeder Bankmitarbeiter ausreichend beraten.

Mit freundlichen Grüßen

thomas Henning
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 26.02.2015 | 17:26

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