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Einkauf mit gefundener Ec-Karte, Zivilklage des Ladenbesitzers---Hilfe!!!


30.11.2006 15:17 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Zum Sachverhalt:

Im November 2004 (Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade 18 Jahre alt...) bat mich eine Arbeitskollegin, die ich zu diesem Zeitpunkt seit 1 Woche kannte, dass ich sie zu einem Kaufhaus begleite. In der Pause gingen wir dorthin. Es erwarteten uns drei junge Männer, die meine Arbeitskollegin gut kannte, die mir jedoch unbekannt waren. Sie erzählten etwas davon, dass sie eine Karte gefunden, gestohlen, geliehen oder wie auch immer hätten, mit der sie einkaufen wollten. Die Karte war auf eine weibliche Person ausgestellt, deshalb bräuchten sie eine Frau, die unterschreiben sollte. Ich war so dumm und ließ mich überreden. So kauften wir also in zwei verschiedenen Läden ein, die jedoch beide dem gleichen Besitzer gehören. Es kam ein Gesamtschaden in Höhne von fast 3000€ zustande. Ich unterschrieb an der Kasse... Natürlich kam alles raus, Vorladung der Polizei, Gerichtsverhandlung, der übliche Verlauf. Meine Arbeitskollegin und ich gingen sofort zum Ladenbesitzer und bezahlten unseren "Teil" des Schadens. (In meinem Fall nur 360€ von der Gesamtsumme, was durch Kassenbelege nachweisbar ist) Ich bekam 30 Sozialstunden, damit hatte sich die Sache erledigt. Die drei Typen waren alle vorbestraft und auf Bewährung, bekamen deshalb, soweit ich das mitbekommen habe, vor Gericht Jugendstrafen.

Einige Wochen später bekamen wir alle ein Schreiben von einem Rechtsanwalt (Gleichzeitig der Bruder des Ladenbesitzers), dass wir ALLE den offenstehenden Betrag in Höhe von 2400€ zahlen sollen. (Was ich schon als Betrug ansehe, da er einen finanziellen Vorteil gehabt hätte, wenn wirklich alle Angeschriebenen gleichzeitig bezahlt hätten...)

Ich habe es auf sich beruhen lassen und bekam wiederrum knapp 2 Monate später einen gerichtlichen Mahnbescheid, dass ich gesamtschuldnerisch haften muss und den Betrag in Höhe von 2400@ zzgl. knapp 500€ (!) Gebühren innerhalb von zwei Wochen bezahlen soll, weil mir sonst eine Zwangsvollstreckung drohe.

Nun möchte ich wissen: Ich bin 19Jahre alt, Schülerin und habe daher kein Einkommen. Den Betrag kann ich unmöglich bezahlen. Wenn ich also zahlungsunfähig bin, können sie das Geld von meinen Eltern verlangen, bei denen ich wohne? (Sie wissen natürlich nichts von der Sache und das soll auch so bleiben...)
Und hat er überhaupt das Recht, ausgerechnet von mir die gesamte Summe zu verlangen, während ich den kleinsten Teil von Allen eingekauft hatte? Vor Gericht wurde ich ja freigesprochen.

Für eine Antwort bin ich sehr dankbar.
Freundliche Grüße
M.

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes und aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

Der geschädigte Ladenbesitzer kann jeden Teilnehmer an dem gemeinschaftlich begangenen Betrug als Gesamtschuldner in Anspruch nehmen. D.h. das jeder von Ihnen in Höhe des vollen Schadens haftet. Insgesamt kann allerdings maximal der Schadensbetrag gefordert werden. Der Ladeninhaber kann sich also aussuchen, wen von Ihnen er in Anspruch nimmt und grundsätzlich auch gleichzeitig von jedem den vollen Betrag fordern. Eingehende Zahlungen hat er dann entsprechend anzurechnen. Die Verteilung der konkreten Schadensanteile nach den von den Beteiligten getätigten Einkäufen muss dann im Innenverhältnis, zwischen den Beteiligten, erfolgen.

Für den von Ihnen geschuldeten Betrag haften ausschließlich Sie allein. Ihre Eltern können hieraus nicht in Anspruch genommen werden. Ein Titel (der im Mahnverfahren ergehende Vollstreckungsbescheid) hätte 30 Jahre Bestand.

Ich hoffe, dass ich die Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet habe.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

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