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Drainageschaden


| 06.08.2007 13:08 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



Meine Mutter stellte in Ihrem Eigenheim (Baujahr 1962 in Hessen) einen Wasserschaden in einem Kellerraum fest. Das Wasser lief an einer Stelle direkt aus dem Sockelbereich in den Raum (Menge ca. 10l pro Stunde). Da wir uns nicht vorstellen konnten woher das Wasser kommen sollte, wurde beschlossen den Außenbereich des Hauses durch eine Fachfirma aufgraben zu lassen, um die Ursache zu finden. Die Firma stellte fest das die gesamte Drainage (Tiefe der Drainage 2,50m) auf dieser Hausseite durch Wurzelbewuchs verschlossen war (Rohre mit Bewuchs wurden gesichert). In unmittelbarer Grenznähe (ca. 1m Entfernung) steht auf dem Nachbargrundstück eine Rotbuche (Höhe 15-20m Alter: ca. 25 Jahre). Auf dem eigenen Grundstück stehen zwei Tannen weit von der Drainage entfernt. Zudem lief aus dem Erdreich zur Nachbargrenze ständig Wasser nach. Daraufhin haben wir das Wasseramt der Gemeinde benachrichtigt die unsere eigene Frischwasserzuleitung wie auch die des Nachbarn überprüfte. Hierbei wurde festgestellt, das eine Verbindungsleitung auf dem Nachbar-grundstück (nach der Wasseruhr) defekt ist.
Frage: Wer muss für die Sanierungskosten der Drainage aufkommen? (Schadenshöhe ca 14.000 Euro)
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

In dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt sind zunächst zwei Aspekte zu beachten. Zum einen der durch Wurzelbewuchs verursachte Schaden an der Drainage und zum anderen der Wasserzulauf vom Nachbargrundstück.

Sofern die Baumwurzeln von einem Baum stammen, der auf dem Grundstück Ihres Nachbarn steht, ist der durch den Verschluss der Drainage verursachte Schaden als Überwuchsschaden von Ihrem Nachbarn zu ersetzen.

Die Beurteilung des Wasserzuflusses stellt sich schwieriger dar. Ist der Wasserzufluss aus dem Erdreich nicht nur eine rein natürliche Erscheinung (wie z.B. Regenwasserabfluss), sondern, wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe, durch eine defekte, im Eigentum Ihres Nachbarn stehende Leitung oder eine von ihm vorgenommene Bodengestaltung verursacht, so ist er auch für den hieraus entstandenen Schaden ersatzpflichtig.

Wichtig ist in Ihrem Fall, dass Sie die Schadensverursachung durch Ihren Nachbarn beweisen können. Sollte es zu einer rechtlichen Auseinandersetzung kommen, müsste von Ihnen unter anderem bewiesen werden:

- die Beeinträchtigung Ihres Grundstücks
- die Ursachen für die Beeinträchtigung
- der kausale Zusammenhang zwischen der von Ihrem Nachbarn verursachten Beeinträchtigung und dem aufgetretenen Schaden.

Eine anwaltliche Vertretung zur Geltendmachung Ihrer Ansprüche und der Auswertung der bereits von Ihnen gesammelten Hinweise auf die Ursache des Schadens ist in Ihrem Fall, insbesondere unter Berücksichtigung des hohen Schadens, anzuraten. Spätestens bei einer gerichtlichen Geltendmachung würden Sie auf Grund der Zuständigkeit des Landgerichts dem Anwaltszwang unterliegen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und stehe Ihnen gerne weitergehend zur Verfügung.

Abschließend möchte ich mir erlauben, Sie darauf hinzuweisen, dass diese Antwort lediglich eine erste rechtliche Einschätzung auf Grund des von Ihnen dargelegten Sachverhalts darstellt. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt
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