Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

DHL Paketsendung

| 03.06.2019 22:22 |
Preis: 48,00 € |

Transportrecht, Speditionsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Lembcke


Sehr geehrte Damen und Herren,

am 10.02.2019 schickte ich ein Paket nach 71474 Viersen. Da sich das Paket in der Sendungsverfolgung nicht weiterbewegte und angeblich noch in der Einlieferungsfiliale befand (dort war es aber nicht mehr), stellte ich am 19.02.2019 einen Nachforschungsauftrag und bezifferte den Wert der Sendung über 4 Blutwürste mit 50 €.
Am 28.02.2019 antwortete DHL, dass beim Transport der Sendung leider Probleme aufgetreten sind und mir ein Ersatzbetrag von 54,99 EUR angewiesen wurde (ohne Vorbehalte).
Aus der Paketverfolgung war die Sendung nun ganz verschwunden.
Am 06.03.2019 erhielt ich mein Paket als Rücksendung mit dem Vermerk „Nicht abgeholt" zurück.
Die Empfängerin hat aber keine Benachrichtigung erhalten, dass das Paket in der Filiale Viersen lag.
Der Inhalt war nach der Laufzeit von über drei Wochen natürlich verdorben und musste entsorgt werden.
DHL forderte nun den gezahlten Ersatzbetrag zurück.
Ich weigerte mich aber den Betrag zurückzuzahlen, da der Nachforschungsauftrag meiner Meinung nach grob fahrlässig gehandhabt wurde - ein Anruf in der Filiale Viersen hätte ja genügt, um den Verbleib der Sendung festzustellen.
Den gezahlten Ersatzbetrag sehe ich als Schadensersatz für die verdorbene Ware.
Nun droht mir DHL die Rückforderung über eine Inkassogesellschaft einzutreiben.
Wie soll ich mich verhalten?

Mit Dank und freundlichen Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Vom rein sachlichen hat die DHL vorliegend zunächst Recht. Versenden Sie ein Paket, welches nicht ankommt und verschütt geht, haben Sie Anspruch auf Schadensersatz, welcher dann zu erstatten wäre, wenn das Paket wieder auftaucht und die Ware im ordnungsgemäßen Zustand ist, sprich keine Transportschäden aufweist.

Demzufolge hat die Gegenseite im Grundsatz Recht.

Vorliegend ist jedoch verderbliches Frachtgut gesendet worden, was den obigen Grundsatz etwas relativiert.

Demzufolge kann ich ihre Argumentation durchaus nachvollziehen, denn die Ware ist nicht unbeschädigt zurück gelangt, sodass für sich ein Schaden vorliegt.

Entscheidend ist daher was beim Transport vereinbart wurde und ob das Frachtgut auch als verderblich gekennzeichnet wurde. Diesbezüglich konnte ich aus ihren Angaben nichts entnehmen, ebenso wenig aus den allgemeinen AGB der DHL nach kurzer Recherche , was zu ihren spricht.

Gleichwohl dennoch kann ein Rechtsstreit neben Kosten, soweit eine Partei es drauf anlegt, Risiken bedeuten.

Daher würde ich zunächst empfehlen, mit dem Hinweis auf den Ihnen entstandenenSchaden durch Verschlechterung der Sache die Forderung zurückzuweisen und von der Gegenseite die Grundlage für den behaupteten Anspruch zu benennen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Sascha Lembcke

Nachfrage vom Fragesteller 04.06.2019 | 00:42

Sehr geehrter Herr RA Lembcke,

die Sendung war nicht als verderblich gekennzeichnet. Doch da DHL die Sendung im ganzen Verlauf nicht nach ihren eigenen Sorgfalts-Richtlinien behandelte und besonders die Nachforschung fahrlässig bzw. gar nicht verfolgte, ist die Ware verdorben.
Ich werde mal abwarten, ob DHL wegen dieser relativ geringen Summe vor Gericht ziehen wird.

Mit Dank und freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.06.2019 | 11:08

Gerne können Sie mich bei weiterem Klärungsbedarf via Email kontaktieren.

MfG
RA Lembcke

Bewertung des Fragestellers 06.06.2019 | 13:09

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antwort war klar verständlich, hat mich in meiner Entscheidung gefestigt und mir auch die Möglichkeit gelassen mich wieder an ihn zu wenden."
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen