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Buchung einer Urlaubsreise


31.07.2007 20:10 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Hoyer



Sehr geehrte Damen und Herren,


vor einiger Zeit habe ich mit meiner Freundin eine Urlaubsreise gebucht. Beim Reisebüro läuft die Abwicklung unter ihrem Namen, ihrer Adresse.
Die Reisekosten habe ich vor ca. 10 Tagen für uns beide von meinem Konto, auf das des Reiseveranstalters überwiesen.

Heute hat meine Freundin unsere Beziehung beendet und mir im Zuge dessen mitgeteilt die Reise storniert zu haben. (was nicht sicher ist, da sie diese vielleicht mit jemand Anderem vornimmt).

Ich setzte mich telefonisch mit dem Reiseveranstalter in Verbindung um die Reise alleine anzutreten. Dieser teilte mir mit, dass er mit mir nicht zu reden habe, mir keine Auskunft erteilen wird, weil ich NICHT die Abwicklung, sondern meine Exfreundin diese vorgenommen habe.
Kurz ich erhielt keine Auskunft und keine Möglichkeit zur alleinigen Reise. Nun habe ich jedoch die Reisekosten bezahlt.

Meine Fragen…

1. Kann das Reisbüro trotz Wissen, dass das Geld durch mich einging, mir die Auskunft verweigern?

2. Muss das Reisebüro mein gezahltes Geld auf mein Konto Zurücküberweisen?

3. Sollte meine Freundin die Reise am 8.Aug.07 mit jemand Anderen antreten, welche ich nachweislich bezahlt habe, wie komme ich an mein bezahltes Geld?

Ich danke Ihnen schon jetzt für Ihre Auskunft.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

anhand Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

1. Sie schreiben, Sie hätten sich telefonisch mit dem Reiseveranstalter in Verbindung gesetzt jedoch hat das Reisebüro die Aussage verweigert? Das Reisebüro ist nur der Vermittler der Reise, Ansprechpartner ist der Reiseveranstalter, weswegen Sie sich an den Veranstalter (Tui, Thomas Cook....)wenden und dort mitteilen sollten, dass Sie Vertragspartner sind und die Reise antreten wollen, andernfalls würde sich der Reiseveranstalter schadensersatzpflichtig machen.

Auch wenn ihre Freundin damals die Reise gebucht hat, wurden Sie durch sie vertreten, was soviel bedeutet, wie wenn Sie den Vertrag selber abgeschlossen hätten. Das sie Vertragspartner geworden sind, zeigt sich ja auch dadurch, dass Sie den Reisepreis bezahlten und somit kein Grund ersichtlich ist, warum Sie die Reise nicht antreten sollten.

Natürlich steht Ihnen nicht das Recht zu, alleine zu fahren, daIhre Freundin auch Vertragspartner geworden ist, und somit auch einen Anspruch darauf hat, an der Reise teilzunehmen.

2. Sofern das Reisebüro sich nachhaltig weigert, Ihnen die Reiseunterlagen auszustellen, macht es sich schadensersatzpflichtig und ist natürlich verpflichtet, Ihnen das Geld zurückzuzahlen.

3. Sofern Ihre Freundin die Reise mit jemand anderen angetreten ist, die sie bezahlt haben, können Sie den gesamten Reisepreis, sofern er von Ihnen bezahlt wurde, von Ihrer Freundin ersetzt verlangen, da Sie die für Sie vorgesehenen Reiseunterlagen widerrechtlich jemand anderem zur Verfügung stellte.

Ich würde wie gesagt den Reiseveranstalter hiervon unterrichten, ih mmitteilen, dass Sie wirksam vertreten wurden bei Abschluss des Vertrages und dass Sie einen Anspruch darauf hätten, die Reise anzutreten, notfalls mit Schadensersatzansprüchen drohen.

Ich hoffe Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Hoyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 01.08.2007 | 23:21

Hallo Herr Hoyer

Danke für die erste Information .

Habe gemäß Ihren Vorschlägen sowohl den Reiseveranstalter ( Schau ins Land )als auch dem Reisebüro über den Sachverhalt informiert und beide lassen das derzeit juristisch prüfen wie die weitere Vorgehensmaßnahmen aus deren Sicht werden .
Soll ich bei einer unbefriedigenden Lösung für mich eine Strafanzeige wegen Betrugs stellen oder / besser einen Anwalt mit meinen Interessen beauftragen ?
Zumal ich in Erfahrung bringen konnte das meine Ex Freundin eigenmächtig und hinter meinem Rücken diese Reise umbuchte , dergestalt das anstelle meiner Person eine Freundin von ihr für mich die Reise antreten soll UND das auf meine Kosten !
Was raten Sie mir abschliessend ?
Danke

Ergänzung vom Anwalt 01.08.2007 | 23:54

Guten Abend,

eine Anzeige wegen Betruges kann zwar gestellt werden, ich räume Ihr aber wenig Aussichten auf Erfolg ein. Es müsste nachgewiesen werden, dass Ihre Freundin zum damaligen Zeitpunkt der Buchung den Vorsatz hatte, die Reise von Ihnen bezahlen um dann Ihre Freundin mitfahren zu lassen. Ein Versuch ist es jedoch wert! Es wird hier auch darauf ankommen, wie Ihre Exfreundin finanziell gestellt ist, denn wenn Sie die Reise alleine nicht hätte bezahlen können, liegt der Verdacht eines Betruges nahe.

Ich empfehle Ihnen, sich diesbezüglich an einen Kollegen zu wenden, damit vor Reiseantritt dieser sich sowohl mit dem Reiseveranstalter wie auch dem Reisebüro in Verbindung setzen kann, um die möglichen Konsequenzen einer Schadensersatzforderung deutlich zu machen. Wenn dem Reiseveranstalter deutlich gemacht wird, dass die Reise von Ihnen bezahlt wurde und Ihr Name auch anfangs auf den Reiseunterlagen vermerkt war, wird er nach einer juristischen Prüfung sichlich kein Riskio eingehen wollen im Bezug auf mögliche Schadensersatzforderungen von Ihrer Seite.

Sollten Sie weitere Fragen haben bzw weitere hilfe benötigen, können Sie sich gerne an meine Kanzlei wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Hoyer
Rechtsanwalt
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